flip flip Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle MusicUnlimited Fußball wint17

Kundenrezension

am 19. November 2013
...das endlich auch den Sound bekommt, den es verdient. Zu den Songs ist schon praktisch alles bis ins Detail gesagt; mit dieser späten Rezension möchte ich daher vor allem ein paar Worte zum Klang der neu erschienenen LP-Fassung verlieren.

An sich war auch schon vor einem Jahr vieles perfekt, angefangen bei der Musik als solcher bis hin zu der toll gemachten Limited Edition. Was mich allerdings bei der CD-Fassung ziemlich gestört hat, war der Soundbrei, der da teilweise angerührt wurde: so z.B. in den lauten Passagen von Gaza (inkl. clipping), durchgängig bei "Invisible Ink" (das ich mir bis dato überhaupt nicht anhören konnte), und leider auch bei "The Sky Above The Rain", das doch bisweilen recht anstrengend im Gehörgang war.

Damit das niemand falsch versteht: ich hielt STCBM schon damals für das beste Marillion-Album seit "Marbles", und mit einigem technischen Aufwand war auch ein Teil der Dynamik zu retten, aber der Sound wurde einfach der extrem hohen Qualität der Musik nicht gerecht.

Wie dem auch sei: nun brachte der DHL-Mensch also endlich die langersehnte LP vorbei (5.1 Bluray wär mal schön, u.a. auch ein bisschen zeitgemäßer... ), und schon sieht die Sache anders aus. Zuerst fällt die hohe Fertigungsgüte auf: die Platte liegt schwer in der Hand, wirkt wie aus dem Vollen geschnitzt. Gefühlt sind das noch weit mehr als 180g :-). Dazu kein bzw. kaum störendes Knistern oder Knacken, d.h. keine nennenswerten Rückstände oder Verunreinigungen in den Rillen. Beim Abspielen treten auch keine sonstigen Fehler, wie z.B. Springen oder Tonschwankungen, auf.
*EDIT* (auf den Kommentar M. Rohm hin): es sieht so aus, als seien die Labels auf Disc 2 grundsätzlich vertauscht. Ich war davon ausgegangen, dass es sich bei mir um einen Einzelfall handelt und hatte keinen Gedanken mehr daran verschwendet. Ist aber kein Beinbruch, ich lege die Scheiben sowieso nach Farbe der Labels auf: orange = S. 1, rot = S. 2, blau = S. 3, grün = S. 4 (d.h. eigentlich wäre blau die Seite 4). Ist abends im Dämmerlicht eh angenehmer, als die Nümmerchen zu entziffern. ;-)

Der positive Eindruck setzt sich sodann glücklicherweise da fort, wo er am wichtigsten ist: bei der Soundqualität. Ganz offenbar und wenig überraschend wurde zwar dasselbe digitale Ausgangsmaterial wie für die CD-Produktion verwendet, aber trotzdem klingt die LP-Fassung viel angenehmer. So wurden zwar die Drums im ursprünglichen Mastering ganz einfach verhunzt (das kriegt Mike Hunter einfach nicht auf die Reihe) und enttäuschen mit geringer Präsenz und kraftlosem Punch. Davon abgesehen ist das Klangbild aber wesentlich ausgewogener und runder. Ich möchte nicht auch noch an kleinen Details rummäkeln, die eher im Bereich der persönlichen Vorlieben liegen (z.B. die für meinen Geschmack zu geringe Räumlichkeit), denn irgendwas findet man immer, wenn man lange genug sucht. Stattdessen will ich lieber zusammenfassend feststellen, dass alles (und ich meine damit wirklich: *alles*) besser ist als vorher. Das ist doch mal was!

Praktisch alle Stücke haben deutlich an Transparenz gewonnen. Wo vorher hauptsächlich Vocals und Gitarre dominierten und den Rest mitunter vollkommen „erdröhnten“, sind die einzelnen Instrumente nun gut und ermüdendsfrei auseinanderzuhalten. Es ist ein leichtes, abseits der nach mehreren hundert Hördurchgängen sattsam bekannten Songstrukturen bei jedem neuen Durchlauf einen anderen Marillo herauszupicken und zuzuhören, was er da an seinem Instrument so macht. Selbst bei hoher Lautstärke drückt einem die schiere Lautheit nun nicht mehr gleich das Trommelfell zur Nase raus - ein Hoch auf die technischen Beschränkungen von Vinyl. ;-)

Mit Hyperlinks ist das hier ja so eine Sache, aber wer sich dafür interessiert, kann mal nach „DR database“ googeln und dort als Artist „Marillion“ sowie als Album „Sounds“ eingeben. Der klangliche Unterschied ist in der Tat genau so deutlich, wie er da in Zahlen ausgedrückt wird. Wie bereits angedeutet, wäre mir eine gut gemachte CD- oder Bluray-Fassung genauso lieb, aber als klangliche Alternative ist die LP- der CD-Fassung jedenfalls um Längen voraus - von dem tollen großformatigen Artwork ganz zu schweigen.
Völlig unverständlich: digitalisiert man die LP-Fassung und brennt sie auf eine CD, dann klingt sie immer noch weitaus besser als die originale CD-Version – obwohl für beide das gleiche Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das soll jemand verstehen…

Fazit:
Wer einen Plattenspieler sein Eigen nennt, sollte unbedingt zur Vinylfassung greifen. Die Scheiben lassen sich auch mit recht geringem Aufwand digitalisieren (am besten als .flac), wenn man unterwegs nicht darauf verzichten möchte.
44 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.


Produktdetails

4,1 von 5 Sternen
69
4,1 von 5 Sternen
17,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime