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Kundenrezension

am 23. Januar 2011
Der britische Dreiteiler "Yorkshire Killer" oder auch "Red Riding Trilogy" wurde 2009 von den Regisseuren Julian Jarrold, James Marsh und Anand Tucker nach Romanmotiven von David Peace und dem Drehbuch von Tony Grison erstellt. Man muss sich eher eigenständige Filme vorstellen, die - ein paar Jahre verschoben - hinsichtlich der beschriebenen Personen und Hintergründe Deckungen aufweisen, ansonsten aber durchaus verschieden sind - das geht hin bis zu einem Formatwechsel; während "1974" noch in 1,85:1 gedreht wurde, kommen "1980" und "1983" im Format 2,35:1 - das gilt auch für die HD-Version, die ich gesehen habe.

In "1974" ermittelt ein ehrgeiziger, junger Journalist, der zwischen Berufsethos und Erfolgsgier hin- und hergerissen ist, brutal "bestraft" wird, schließlich aber doch in einer Racheaktion den Haupt-Täter und seine Polizei-Schergen zur Verantwortung ziehen kann. In "1980" scheitert ein von Manchester zugezogener Sonderermittler an seinen berufsbedingten Beziehungsproblemen, ein Serienmörder wird zum Schluss ohne zugehörige Entwicklung schnell noch präsentiert. In "1983" quält einen aus der Yorkshire-Politgangster-Seilschaft rührend das Gewissen, absolut unglaubwürdig zwischen Polizei-Folter und Gefängnis-Morden schlängelnd macht er dann doch noch den Kinderschänder ausfindig.

Was an den Filmen gefällt, ist die absolut ungeschminkte Art, in der gezeigt wird, wie Geschäft und Politik wirklich funktionieren. Man kann davon ausgehen, dass die meisten Autoren und Regisseure sich darüber klar sind und diese Erkenntnisse auch gerne ihren Zuschauern vermitteln würden, aber die wollen je nach eigener Psycholage eigentlich nur ihren paranoiden Voyeurismus befriedigen, indem sie in den Bildern von geschändeten Kinder und verstümmelten Schönheiten, die für sie im wahren Leben gehasste Neidobjekte darstellen, schaudernd genussvoll baden, als sich vorführen zu lassen, dass "über ihnen" - demokratisch geduldet - die wahren Verbrecher regieren, sich beliebig der Staatsorgane bedienen und noch dazu praktisch für jegliche Strafverfolgung unerreichbar sind, weil sie ja selbst das System darstellen.

In "Red Riding" zeigen die Briten, wie man das macht: Man serviert den Verklemmten ihre Gänsehaut, überführt mehr oder weniger spannend ein paar paranoide Täter und lässt im Hintergrund eben den wahren Gruselfilm laufen, wo die Polit-Mafia mit Bestechung, Mord und Folter letztlich völlig unbehelligt ihre Fäden zieht. So zeigt man den Zuschauern, was man eigentlich vermitteln möchte, ohne dass diese es allzu deutlich bemerken und die üblichen Verdrängungs-Barrieren aufbauen können.

Darin liegt auch die wahre Qualität der Filme - selten bekommt man die politisch-wirtschaftliche Realität in unseren "Demokratien" so verständlich und plausibel vorgeführt wie hier. Ansonsten haben die Filme als "Krimis" weder emotional, noch kriminalistisch, noch in Sachen Action und Spannung mehr als Mittelmaß zu bieten. Speziell der erste Teil fällt sogar ausgesprochen dünn aus, was überwiegend an der matten Hauptfigur liegt; da haben (nicht nur) einschlägige britische TV-Serien deutlich mehr zu bieten.

Auch technisch hat man schon bessere Umsetzungen gesehen. In den häufigen düsteren Nebelaufnahmen störten gelegentlich Ringbildungen durch unzureichende Farbtiefe. Der Ton wies bei lauteren Musikpassagen unangenehme Übersteuerungseffekte auf.

Im Original 102/93/100 Minuten auf 35-mm Film, DD

film-jury 3* A0462 23.1.2011eg Genre: Krimi | Drama | Mystery | Thriller
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