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Kundenrezension

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen einerseits, andererseits…….., 3. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Perfect Strangers Live [2LP+2CD+DVD] (Vinyl)
Ich habe das Boxset zu meinem 60. Geburtstag bekommen, weiss also einerseits von was ich rede, wenn ich über DIE Hardrock-Band meiner Jugendzeit schreibe. Andererseits habe ich seit nun fast 3 Monaten das gesamte Material noch nicht durch, denn man hat ja noch etwas anderes zu tun. Insbesondere fehlt mir immer noch der Eindruck der DVD, aber die Vinylplatten habe ich schon mehrfach rauf und runter gehört.
Das Ganze ist sehr schön aufgemacht, mit zwei 180g Vinylplatten, 2 CDs mit (fast) gleichem Inhalt und einer DVD, von einem Konzert in Australien in der Vorweihnachtszeit 1984. Dort lief sich die wiedervereinigte Band „warm“, bevor es im Frühjahr/Sommer 1985 in die grossen Arenen nach Europa ging, wo ich die Band dann beim Open-Air auf dem Mannheimer Maimarktgelände selbst gehört habe, allerdings von draussen und nicht das ganze Set; ich habe aber den Teil – insbesondere mit Beethoven‘s Neunter und Jon Lord’s Keyboard-Solo - im Material hier wiedergefunden. Nun, die Slide it in von Whitesnake (1984) war kaum verklungen, Ritchie war im Frühjahr noch mit seinen Rainbow im Budokan in Japan aufgetreten und Gillan hatte sein Black Sabbath-Abenteuer auch noch recht frisch hinter sich, und das merkt man. Purple selbst hatte ein wenig vergessen wie sie früher klangen, wollten vielleicht auch gar nicht mehr wie in den 70ern klingen. Jon Lord hatte seine frühere Rolle noch nicht so wirklich wiedergefunden und agiert ein bischen im Hintergrund, so wie bei Whitesnake, Ritchie wiederum strotzt vor Selbstbewusssein, hat seinen „fetten“ Gitarrensound der 80er ausgepackt und transportiert sein „Difficult to Cure/Beethovens Neunte“ von Rainbow in den Live-Set von Deep Purple, wo wiederum Ian Gillan hier und da seine Probleme hat, Text und Melodie richtig zu plazieren. Das wurde später auf der Tour deutlich besser, insofern versetzt uns dieser Mitschnitt natürlich in eines der „Probekonzerte“, wo die Band, bei aller Spielfreude, noch Probleme hatte, in der gewohnten Professionalität zu agieren.
Wenn ich nun aber diesen Auftritt mit dem Konzert in der SAP-Arena im vergangenen November vergleiche, dann ist er natürlich allerbeste Sahne. Welche Spielfreude und auch Aggressivität da rüber kommt, andererseits war das im letzten Herbst natürlich die „Altherren-Besetzung“, und 1984 stand die Band voll im Saft. Scheinbar war die Vergangenheit überwunden und der Weg frei für einen grossen Neustart. Dass es doch nicht ganz so war, haben uns die Ereignisse der nachfolgenden Jahre gezeigt. Aber es zeigt auch, dass es immer auf den Blickwinkel ankommt, aus dem man ein (Konzert-)Ereignis betrachtet. Der damalige lautete: eine Kultband der 70er hatte sich wiedergefunden und sollte liefern, nicht mehr und nicht weniger. Also was blieb anderes übrig als zu liefern.
Jetzt noch zu ein paar Details. Die Vinylplatten klingen sehr warm und voll, und haben eindeutig den besseren Sound/Klang, die CDs wirken etwas kalt und hohl dagegen. An einer Stelle muss man allerdings zur CD greifen: „Child in Time“ ist auf der 2. Platte nicht vollständig enthalten, da hat mit den Solis von Ritchie und Jon, sowie dem ausgedehnten „Space Truckin‘“ schlicht der Platz nicht gereicht. Das Songmaterial stammt ausschliesslich von 3 Alben, was eine Besonderheit ist, denn das hat DP später nicht gemacht, nämlich von der In Rock, der Machine Head und der damals neuen Perfect Strangers, von der immerhin 5 Stücke zum Besten gegeben werden. Abgerundet wird das Ganze mit den beiden grossen Single-Hits „Black Night“ und „Strange Kind of Woman“. Der Song-Zusammenstellung kann man durchaus etwas abgewinnen. Wie schon angedeutet, liegt Gillan nicht immer richtig (aber „Child in Time“ konnte er damals noch singen) und Ritchie nudelt mit seinem fetten Sound manchmal zu viel und zu sehr im Vordergrund herum. Man sollte aber nicht vergessen, dass er auch in der Studioeinspielung des Perfect Strangers Albums manch seltsames Solo abgelassen hat; die er übrigens bei Mondschein VOR dem Mobilen Studio in einem kleinen Ort in Vermont sitzend eingespielt hat. Was da so seltsam klingt, ist eine gewisse Atonalität bzw. „Tonart-Ignoranz“ bei seinen Soli, die man sonst von ihm nicht gewohnt ist. Das hat er später auch wieder sein lassen bzw. diese Ausflüge kurz gehalten. Zur DVD kann ich nichts sagen, da noch nicht gesehen.
Unter Umständen hätte es später auf der Tour bessere Konzerte für einen Mitschnitt gegeben, aber wahrscheinlich war das damals gar nicht zum Veröffentlichen gedacht, sondern als „Lernmaterial“ für die Band, und das gesamte Aufnahme-Equipment, welches damals noch recht umfangreich war, hat man nicht die gesamte Tour mitgeschleppt. Wenn ich jetzt noch zusätzlich mit dem aktuellen Konzert vergleiche (ich weiss, da sind 30 Jahre dazwischen), und letzteres noch gut finde, dann darf ich das 1984er-Konzert nicht verreissen. Es ist eben ein „einerseits, andererseits“. Eigentlich tendiere ich zu 3 Sternen, weil es aber ein Zeitdokument ist und zudem als Gesamtprodukt gut aufgemacht (und damit sein Geld wert), vergebe ich 4 Sterne. Es ist ganz klar KEIN Einsteigermaterial sondern eher etwas für den ambitionierten DP-Sammler, in diesem Kontext dann aber o.K.
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