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Kundenrezension

45 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ökonomie für lebendige Menschen, 6. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Wirtschaft wirklich verstehen: Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie (Gebundene Ausgabe)
Rahim Taghizadegan hat ein Buch vorgelegt, mit dem Untertitel: "Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie".
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der die Wirtschaft - so wie im Titel gefordert - auch wirklich verstehen will. Denn das Buch ist tatsächlich eine Einführung in die Ökonomie, weil Rahim Taghizadegan auf der Basis des gesunden Menschenverstandes in der verbalen Schritt-für Schritt-Analyse, welche von Ökonomen "der Österreichischen Schule der Ökonomie" beherrscht und bevorzugt wird, argumentiert. Das ist besonders wohltuend im Vergleich mit den einführenden VWL-Lehrbüchern, die standardmäßig von den Mainstream-Ökonomen an den Hochschulen empfohlen werden und doch nichts anderes sind, als irreal-mathematische Spielereien des rationalistischen Irrwegs mit der Kunstfigur des "homo oeconomicus".
Rahim Taghizadegan zeigt:
wie Menschen handeln und was aus den Handlungen folgt;
dass jeder Mensch individuelle Wertvorstellungen und Präferenzen, diese sind im Zeitverlauf nicht konstant und indifferent, hat;
dass das menschliche Handeln die Signale sind, welche andere Menschen, die fremd und unbekannt sind, Botschaften übermitteln;
dass diese Botschaften eine Basis der Preisbildung sind;
dass die Preise von gestern Signalfunktion für das Handeln von heute haben;
dass die wirtschaftspolitischen Interventionen der Politik Anmaßung sind und letztendlich ins Leere laufen (auch wenn die Interventionen gut gemeint sind: Gut gemeint ist im Ergebnis eben nicht gut!)
dass das staatliche Geldmonopol von der Politik zum Schaden der Menschen missbraucht wird;
dass die staatliche Geldpolitik mittels dem Transmissionsriemen "Zentralbank-Teilreservebanken" zu Verwerfungen und Verzerrungen führt und letztendlich für die Konjunkturzyklen verantwortlich zu machen ist;
dass Wohlstand nicht durch Konsum entsteht, sondern aus der gelungenen Kombination Arbeit-Sparen (=Konsumverzicht)-Investieren der Stock an Kapitalgütern entsteht, welcher erst die Tretmühle des Alltags erleichtert und für mehr Wohlstand sorgt;
usw.!
Das Buch hebt sich wohltuend ab von den Schwarten der Mainstream-Ökonomen, die z. B. im Konsum durch Schuldenmachen den Weg zum Wohlstand sehen. Hierzu bemerkte Prof. Hoppe einmal, dass man einem aufgeweckten Kind im Kindergarten innerhalb von wenigen Minuten klar machen kann, dass Schuldenmachen und Konsumieren keinerlei Wohlstand hervorbringen - leider glauben 99% der sog. Ökonomen auch und insbesondere die angeblichen ökonomischen Cracks/Koryphäen genau diesen Unsinn des Schuldenmachens und Konsumieren. Dieses Denken liegt an rationalistischen Irrwegen, die Rahim Taghizadegan in diesem Buch einleuchtend offenlegt und klar widerlegt.

Fazit: summa cum laude ist die angemesse Wertung für dieses Buch!
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 16 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.07.2011, 10:44:25 GMT+2
Frank Reibold meint:
Gute Rezension! Die einzelnen Schritte fassen ja praktisch alles zusammen, was man wissen muss.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.11.2011, 21:51:45 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 25.11.2011, 21:52:12 GMT+1
Natalia meint:
Herr Reibold, dies sehe ich auch so. Aber Amzon offensichtlich nicht. Als Polin werde ich von Amazon diskriminiert, denn Amazon verweigert stetig die Zählung meiner Bewertungen zu Rezensionen.
Ein sehr kundenunfreundliches Verhalten!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.02.2012, 18:24:49 GMT+1
Mata Hari meint:
Hallo Natalia,

Amazon schreibt in seinen Richtlinien:

Mit dem steigenden Angebot an Artikeln bei Amazon in den letzten Jahren, haben immer mehr Kunden ihre Erfahrungen mit einer breiten Produktpalette mitgeteilt. Wir möchten, dass die Rangliste der Top-Rezensenten dieser Tatsache gerecht wird und die steigende Anzahl der Kundenrezensionen optimal nutzt.

Hier die Unterschiede zur klassischen Rezensentenanordnung:
Wie hilfreich eine Rezension ist, spielt bei der Bewertung des Rangs eine größere Rolle. Das Verfassen tausender Rezensionen, die aber von den Kunden nicht als hilfreich empfunden werden, führt nicht zu einer Verbesserung des Rangs.
Je aktueller eine Rezension ist, desto höher ist die Auswirkung auf den Rang. Auf diese Weise wird auch die Erfahrung neuer Kunden bei Amazon gehört.
Wir haben die Methode geändert, mit der wir die Rezensionsqualität messen, um sicherzustellen, dass die Stimme jedes Kunden zählt. Künstliches Aufblähen der Anzahl der Stimmen hat keinen Einfluss auf den Rang. Solche Stimmen werden nicht gezählt.

... da Du von Treb Melsa so ziemlich viele Rezensionen kommentiert hast, weil Du sie einfach gut findest, gehe ich davon aus, dass Du einfach schon so viele seiner Rezensionen als "positiv" bewertet hast, dass Du damit unter das Filtersystem fällst, das eigentlich dafür da ist, zu verhindern, dass Leute mit Fake-Accounts ihre Rezensionen im Rangsystem hochpuschen.

So ärgerlich das ist (mir sind auf diese Art und Weise auch schon Stimmen verloren gegangen von Leuten, die einfach ähnliche Hobbys haben und deswegen viele meiner Rezensionen positiv bewerten), und so sehr ich Dich verstehe, wäre ich doch zurückhaltend damit, das Amazon als Fremdenfeindlichkeit auszulegen.

Ich versuche den positiven Aspekt der Sache zu sehen: den Negativklickern wird das Handwerk so auch schwerer gemacht.

Liebe Grüße, ärgere Dich nicht...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.02.2012, 10:58:27 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 29.02.2012, 07:55:00 GMT+1
Natalia meint:
Vielen Dank für die Hinweisen und Deine Sicht der Dinge. Ich werde also das Ärgern verdrängen. Danke!

Inzwischen habe ich festgestellt, dass Amazon keine meiner "ja" oder "nein" bei Buch- oder Produktbesprechungen annimmt, völlig egal, ob es sich um Herrn "X" oder Frau "T" handelt.
Folglich denke ich, dass die Gründe, die Du aufgezählt hattest, nicht treffen, sondern Amazon diskriminiert ganz einfach!

Veröffentlicht am 10.10.2012, 15:45:17 GMT+2
Eberhard Gamm meint:
Hallo Treb Melsa,

leider erliegen Sie der Propaganda der "Austrians", vor allem beim Thema Geld. Gerade das Geldsystem funktioniert nämlich ganz anders als Sie denken. Sie können sich meinen Kommentar vom 17.09.2012 ("englische Buchungsmethode") zu meiner Rezension des Buchs "Die Ethik der Geldproduktion" von J.G. Hülsmann und die Kommentare vom 30.09.2012 (zum Thema Literatur zum Geldsystem) und 09.10.2012 (zum Thema Staatsverschuldung) zu meiner Reszension des Buchs "Geldsozialismus" von Roland Baader durchlesen. Dass die Geldmenge von den privaten Geschäftsbanken kontrolliert wird, erklären Ihnen auch Frank Schäffler von der FDP (http://www.youtube.com/watch?v=1Yk3bssj7b4 , ab Zeitmarke 1:56:00) und Josef Ackermann (http://www.youtube.com/watch?v=1Vil4gNVRuk). Sie können alternativ auch Ackermanns Doktorarbeit lesen.

Bitte beachten Sie auch die Bücher von Karl-Heinz Brodbeck ("Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie" und "Die Herrschaft des Geldes"), die eine Fundamentalkritik der "Begrifflichkeiten" der ökonomischen Schulen enthalten.

Grüße, Eberhard Gamm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012, 20:52:52 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 10.10.2012, 21:01:26 GMT+2
Mittelalter meint:
Sehr geehrter Herr Gamm,
m. E. nach unterliegen Sie einem Irrtum und einer falschen Sicht. Ich denke auch, dass die originäre Geldbasis durch die staatlichen Zentralbanken geschaffen, bereitgestellt und kontrolliert wird; eben nicht von den privaten Geschäftsbanken. Und nur das Geld der Zentralbanken ist "gesetzliches Zahlungsmittel" per se. Der Rest, also die Deltas zu M1, M2 oder M3 wird zwar vom Publikum wie Geld gehandhabt und von den privaten Geschäftsbanken geschaffen und kontrolliert, ist aber nichtsdestoweniger im Härtefall kein "Geld", da eben kein Zentralbankgeld.
Von daher unterliegt Treb Melsa keiner Propaganda. Und ich denke auch nicht, dass Sie hier Frank Schäffler als Kronzeugen für Ihre Sicht anbieten können, denn dieser hat seine Position z. B. in mehreren Vorträgen, bei denen übrigens auch Treb Melsa anwesend war, immer in der Art dargelegt, dass ich hier keinen Unterschied zu dem Standpunkt von Treb Melsa oder anderen Austrians sehe.
Und Ackermanns Doktorarbeit - nun ja, die fanden wir alle nicht sonderlich berauschend, sondern in alten Fehlern und Vorurteilen befangen.
Und Brodbeck war in einer Hinsicht interessant, weil wir an seinen Ausführungen unsere Ansichten weiter schärfen konnten.
Mit den besten Grüßen, das Mittelalter

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012, 21:41:26 GMT+2
Eberhard Gamm meint:
Hallo Mittelalter,

ich kenne das System von innen, weil ich Programmierer in einer Bank war und die Buchungsvorgänge im Source-Code kenne. Deshalb ist mir schon vor 30 Jahren aufgefallen, dass das System ganz anders funktioniert, als man mir damals beigebracht hatte. Neben Schäffler habe ich ja auch noch Ackermann aufgeboten. Sie brauchen nur etwas Menschenkenntnis um zu bemerken, das Schäffler in dem Video Ross und Reiter nur ungern nennt. Er will zwar die Wahrheit sagen, darf aber als Finanzfachmann seinen zukünftigen Arbeitgebern auch nicht zu stark ans Bein treten. Das System wird aber natürlich auch in den Büchern von Irving Fisher, Rolf Gocht, Joseph Huber und Ackermanns Doktorvater Hans Christoph Binswanger beschrieben.

Alle Blasen kommen dadurch zustande, dass der Preis für irgendein Gut --- seinen es nun Aktien ("great depression") oder Immobilien ("subprime crisis") --- schneller steigt als die Kreditzinsen, weil die Kredite aus dem Nichts kommen und deshalb nicht knapp werden. Dadurch wird die Realverzinsung der Kredite für eine Investition in dieses Gut negativ, d.h. man verdient Geld, indem man das Gut kreditfinanziert kauft. Könnten die Banken die Kredite nicht aus dem Nichts erzeugen, würden die Kredite knapp werden und die Kreditzinsen steigen; die Realverzinsung könnte dann entweder gar nicht oder wenigstens nicht so stark negativ werden.

Die Banken in den USA haben den "Dummies" erzählt, dass sie mit einer voll kreditfinanzierten Immobilie Geld verdienen. Das lässt man sich nicht zweimal sagen. Für die Banken ist das ohne Risiko, weil sie nur etwa 20 Prozent der Kreditsumme aus Einlagen bestreiten, während sie die restlichen 80 Prozent per "englischer Buchungsmethode" neu erzeugen. Die Bank macht demnach erst dann Verlust, wenn die Finanzierung platzt und die Bank bei der Verwertung der Immobilie weniger als 20 Prozent der Kreditsumme erlöst.

Und jetzt müssen sie einmal klar denken: die Bank kann nicht Geld erzeugen und damit DIREKT eine Immobilie kaufen. Sie braucht dazu einen Strohmann. Der Strohmann nimmt das erzeugte Geld als Kredit auf und setzt es im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand. Dann kann er den Kredit nicht mehr bedienen und die Immobilie fällt an die Bank. Unterm Strich hat die Bank dadurch mit selbst erzeugtem Geld eine Immobilie erworben, aber eben nicht direkt, sondern indirekt. Denken Sie das einmal genau durch, dann wissen Sie, was in den USA WIRKLICH passiert ist.

Berthold Brecht hat einmal gesagt, ein Überfall einer Bank wäre ein geringes Verbrechen im Vergleich zum Betrieb einer Bank. Das ist nicht nur leeres Gerede.

Die Banken haben die Lehmann-Papiere gekauft, um SELBST Kasse zu machen. Erst als sie bemerkt haben, dass der Crash vor der Tür steht, haben sie das Zeug an ihre unbedarften Kunden weiterverkauft.

Grüße, Eberhard Gamm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2012, 17:02:47 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 11.10.2012, 17:04:49 GMT+2
Mittelalter meint:
Hallo Herr Gamm,

Sie sprechen von Ross und Reiter, hierbei haben wir - so denke ich - keine starken Differenzen. Aber m. E. unterschlagen Sie - wie viele andere auch - denjenigen, der das das Pferdegeschirr, den Stall und die Pflege bereitstellt. Und dies ist die Politik mittels ihrer Zentralbanken.

Zentralbankgeld ist zwar Scheingeld, nichtsdestoweniger aber das gesetzlich auferzwungene Zahlungsmittel und gilt als einziges Gesetzes-Geld. Die Deltas zu M1, M2, M3 usf., die Sie ansprechen und die von den Banken geschöpft werden, sind nur "Umlaufmittel", wie der schöne alte Ausdruck aus der Habilitationsschrift von 1912 lautet. Diese Umlaufmittel, dies wird ja gar nicht bestritten, finden in der Praxis wie "Geld" ihre Verwendung. Unbestritten ist auch, dass wir mitunter eine unsaubere Sprache haben, anstatt exakt zwischen Geld und Umlaufmittel zu trennen, wird von unserer Seite eben leider auch meist nur von Geld gesprochen - unsauber und nicht exakt.

Klar ist aber für unsere Seite, dass ohne die Politik mit den politischen Zentralbanken, nebst angeschlossenem Teilreservebankenkartell (und den vielen Privilegien für dieses Kartell durch den Gestzgeber, die eigentlich viele materielle Rechtstitel anderer Personen verletzen), die Exzesse im weiten Feld der Finanzströme überhaupt nicht möglich sind.

Gerade im Bereich der US-Immobilienblase, die z. B. vom späteren Nobelpreisträger Krugman von Greenspan nach Platzen der "New Economy Blase" eingefordert wurde, ist ein gutes Beispiel für die Rolle der Politik. Bill Bonner z. B. hat Jahre vor dem Platzen der Blase auf die Gefahren und auch auf die Anmaßungen der Politik (hervorzuheben ist der "Community Reinvestment Act" und dessen Ausweitung auf insbesondere Personen ohne Bonität) hingewiesen, ebenfalls haben gewarnt Hans Sennholz, Roland Leuschel, Claus Vogt und etliche weitere - auch vor den ganzen neuen Verbriefungen.

Ebenfalls ein gutes Beispiel für die negative Rolle der Politik, eines Mitspielers, der die Regeln setzen soll und auch im Spielablauf die Regeln - vermeintlich - zu seinen Gunsten ändert, sind die Regulierungen für Basel II: Staatsanleihen sind per se sicher - dienen demnach dem Bankmanagement nur als Bilanzverlängerung und eiserne Liquditätsreserve. Bei so einer Regel braucht man sich über das Ergebnis nicht wundern.

Es scheint also so zu sein, dass die Unterschiede zwischen Ihnen und uns dahingehend zu suchen sind, dass Sie nur Ross und Reiter in Ihre Betrachtungen einbeziehen, wir dagegen auch denjenigen, der das Pferdegeschirr, den Stall und die Pflege bereitstellt: Nämlich die Politik mit ihrer politischen Zentralbank. Und dieser letzte Akteur ist für uns der eigentliche Organisator und Verursacher der Exzesse in Sachen "Geld".

Also, wenn ich die Vorträge von Herrn Schäffler, Herrn Tofall oder den Professoren Polleit und Hülsmann oder die Ausführungen und Vorträge, die ich von Treb Melsa kenne, reflektiere, dann überzeugen mich diese mehr als die Professoren Huber, Senf, Binswanger oder Fisher. Nichts für ungut!

Recht freundliche Grüße vom Mittelalter

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.10.2012, 20:21:00 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 11.10.2012, 20:23:16 GMT+2
Eberhard Gamm meint:
Hallo Mittelalter,

in den meisten Ländern kämpfen die Staaten gegen den Staatsbankrott, und das, obwohl sie Ihrer Meinung nach die Macht über das Geld haben ? Das ist mindestens nicht plausibel. Ich halte es da lieber mit Sherlock Holmes und frage: wem nutzt das Ganze ? Und da fallen wir wieder auf die Banken zurück.

Den Banken ist es nur recht, wenn sich die Leute abgehoben über Banking- versus Currency-Theorie streiten und dabei die wahre Rolle, die die Banken heute spielen, völlig übersehen. Wir haben zwar eine staatliche Währung, was viele Leute dazu bringt, zu glauben, wir würden in einem Currency-System leben; faktisch leben wir aber in einem Banking-System, in dem der Staat keine Kontrolle mehr über die Währung hat. Das hat Rolf Gocht --- immerhin ein Bundesbanker --- schon 1975 völlig richtig diagnostiziert. Und aktuell ? EFSF, ESM und was uns da schon bald noch alles ereilen wird: das sind keine Erfindungen von Staaten bzw. Politikern. Das kommt alles vom Internationalen Bankenverband. Sie müssen nur hinsehen: die gesammte aktuelle Geldpolitik ist in privater Hand. Die Politiker und die Staatsdiener haben Null Plan. Das werden Sie doch kaum bestreiten wollen. Wenn aber die "Ackermänner" die Geldpolitik machen, dann haben wir ein Banking-System. Die Banken wissen natürlich genau, dass sie viel besser fahren, wenn sie sich währungstechnisch keine Konkurrenz machen, sondern sich auf eine Monopol-Währung einigen. Die muss man dann auch gar nicht erst schaffen: man "kapert" einfach die staatliche Währung. Und genau das haben wir heute: ein monopolisiertes Banking-System, bei dem die Banken die staatliche Währung zu ihrer Währung umfunktioniert haben. Der Euro ist das Monopol-Privatgeld der Banken und nicht das Geld der Bürger. Über den zweiten Teil dieses Satzes sind wir uns ja immerhin schon einig.

Ich habe gerade auch einmal in die Wikipedia gesehen. Da steht unter Currency-Theorie doch tatsächlich: "Die politische Realität in Europa und Nordamerika folgt heute einem Banking-Modell, bei dem lizenzierte Geschäftsbanken relativ frei selbstgeschaffenes Giralgeld in Umlauf bringen dürfen." Die wissen das nicht von mir, Ehrenwort !

Ich verweise also auf die "Zügel zweiter Ordnung". Wer lenkt die staatliche Geldpolitik ? Die Banken. Für die USA gilt: es handelt sich um ein Teilreserve-Bankenkartell mit eigener privater Zentralbank und angeschlossener Politik ...

Grüße, Eberhard Gamm

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.10.2012, 21:32:11 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 12.10.2012, 21:42:52 GMT+2
Mittelalter meint:
Hallo Herr Gamm,

"Ich halte es da lieber mit Sherlock Holmes und frage: wem nutzt das Ganze ? Und da fallen wir wieder auf die Banken zurück."

Die Frage: "Cui bono - Wem von Nutzen?" stellen wir uns (damit meine ich die Austrians, die ich kenne, mitunter - wie Treb Melsa, der mindestens ab Ende der 1970er Jahre ein Austrian ist - auch persönlich kenne) auch immer und immer wieder. Dabei hat noch keiner von uns bestritten, dass das Kartell: "Regierung mit staatlicher Zentralbank und angeschlossenem, privilegiertem Teilreservebankensystem" (Nr. 1) selbstverständlich und ohne Frage den Banken von Nutzen ist. Oder nennen Sie mir irgendeinen von uns, der dies bestreitet oder bestritten hat! Außerdem, auch wenn ich persönlich - siehe unten Nr. 2 - die Politikkaste als dumm-arrogant ansehe, so heißt dies noch lange nicht, dass diese grundsätzlich "doof" ist. Aus den 1920er Jahren hat jene Kaste schon etwas gelernt, nämlich, dass die Druckerpresse nicht so einfach auf Volldampf zu fahren ist, dass Knapps "Staatliche Theorie des Geldes" eben doch nicht so einfach gilt. Deshalb lassen Regierungen eben heutzutage nicht so einfach die Druckerpresse laufen, wenn sie Geld brauchen und Geld bzw. Umlaufmittel schöpfen wollen. Die Aktion wird getarnt durchgeführt. Die Aktion relativ einfach beschrieben, die Praxis ist nicht ganz so, so dass Sie mir hier auch eine unsaubere Simplifizierung vorwerfen können. Doch - ich lehne mich hier besonders an zwei Vorträge an - kann man vereinfacht sagen:
Die Formalien der Geldbeschaffung werden von den Regierungen scheinbar noch eingehalten: Eine Regierung beschafft sich das Geld z. B. durch Schulden (Staatsanleihen). ein Bankenkonsortium eine Staatsanleihe (z. B. von 10 Milliarden €) und schreibt der Regierung auf dem Girokonto 10 Milliarden € gut. Dadurch wird der Schein der Kreditaufnahme gewahrt, die Regierung holt sich kein frischgedrucktes Zentralbankgeld, sondern nimmt nur einen Kredit auf. Als Folge des Konsortiums sind genügend "Unterschriften" vorhanden, um die Anleihe "lombardfähig" zu machen, d. h. die Anleihe ist zentralbankfähig und kann bei der Notenbank als Pfand hinterlegt werden, so dass das Bankenkonsortium wiederum von der Notenbank 10 Milliarden € frisches Zentralbankgeld erhält.
Bei den heutigen Reservesätzen im Teilreserve-Bankensystem ist es dem Bankenkonsortium möglich, aus der Anleihe von 10 Milliarden € in Form von Buchgeld (Umlaufmittel) rund 100 Milliarden € zu machen. Und man beachte: Diesen neuen Umlaufmittel (welche wie Geld Verwendung finden) stehen keinerlei wirtschaftliche Leistungen gegenüber; eine mehr oder weniger unveränderte Wirtschaftsleistung der Realwirtschaft wird von einer um 100 Milliarden erhöhten Menge "M1" umworben. Außerdem sind die staatlichen Regulierungen in der Art, dass die Staatsanleihe nicht nur eine einfache Bilanzverlängerung darstellt, sondern auch als eiserne Liquiditätsreserve, welche die Banken zur Refinanzierung mit frischem Zentralbankgeld nutzen können. Daraus folgt dann vereinfachend, dass die Banken ihre eigenen Giralgeldkonten bei der Notenbank zusätzlich auch um 10 Milliarden erhöhen können, mit den mehr oder weniger gleichen Effekten wie gerade angemerkt. Banken wirken durch die staatliche Schuldenpolitik als als verlängerter Arm der Politik; die gesetzlichen, aber eigentlichen nicht rechtmäßigen, Privilegien des Bankensektors kommen nicht von ungefähr. Daneben kann das Teilreservebankenkartell bei Schieflagen, also wenn eine Bank sich verzockt hat, jedoch damit rechnen, dass die Zentralbank als "lender of last resort" (Verleiher der letzten Zuflucht) keine systemische Bank fallen lässt, sondern vielmehr mit frischem Scheingeld versorgt. Prof. Schiltknecht (als Monetarist nicht unbedingt mein Fall) z. B. merkte an, dass bereits Ende 1999 geschätzt wurde, dass rund 61% der us-amerikanischen Verpflichtungen der Bank- und Finanzinstitute über implizite oder explizite Garantien des Staates verfügten. Dies passt zu Paul Adolph Volcker, der Vorgänger Greenspans als Chef der US-Notenbank (FED), hatte Anfang der 1980er Jahre einen Auftritt vor dem Bankenausschuss des US-Senats - es gab Befragungen zum bail out einer angeblich systemischen Bank.
Auf die Frage von Senatoren, warum durch die FED mit rund 10 Milliarden US-$ - die letztlich der Steuerzahler aufbringen musste - jene Bank gerettet werden musste?
Paul Adolph Volckers Antwort war und ist bezeichnend, er bemerkte, dass Regierungen (also die lieben Tanten und guten Onkels aus der Politik) nur zu diesem Zweck - systemische Banken mit dem Geld der Steuerzahler vor der Insolvenz zu retten - Zentralbanken gegründet haben (übrigens, auch die alte Reichsbank u. a. Zentralbanken waren privatrechtliche Organisationen, in den USA sogar lt. Verfassungsexperten wegen Art. 1 der US-Verfassung zwingend nötig, um damit die US-Verfassung zu umgehen); nur dies sei der primäre und originäre Gründungszweck von Zentralbanken.
Also haben Zentralbanken die vorrangige Aufgabe mit dem Geld anderer Leute die Pleitebanken zu retten, alle übrigen Ziele, die in Geschäftsordnungen von Zentralbanken genannt werden, dienen nur der Verschleierung des vorrangigen Ziels und der Verdummung des Publikums - eines gerne sehr gläubigen Publikums!
Anhänge:
Nr. 1
Hier kann man natürlich fragen: "Wer war zuerst hier, die Henne oder da Ei?" Aber ich denke, dies ist irgendwo nebensächlich, sondern wichtig ist es hervorzuheben, dass erbärmliche Kreaturen aus Politik und Wirtschaft eine Symbiose eingingen und eingehen -> zu Lasten der Restbevölkerung. Meinethalben können wir hier auch von einer kriminellen Organisation sprechen: Aber nichtsdestoweniger braucht die Politik das Teilreservebankensystem und dieses braucht die Politik; beide bedingen einander in dieser Art von Organisation - in diese Richtung ging auch schon der junge Hayek in seiner Habilitationsschrift, als er die Organisation des Kreditwesens refelketierte. Ich denke, dass kaum ein Austrian widerspricht, sondern dies vielmehr bestätigt; denn mittels der Peel'schen Bankakte (Currency-Theorie) hat die Banking-Theorie erst siegen können. Diese Aussage finden Sie als Analyseergebnis regelmäßig in Arbeiten der Austrians zu diesem Komplex, z. B. auch in einem sehr kompakten Vortrag von Treb Melsa zum Thema Geld.
Nr. 2
Mehr oder weniger schreiben Sie, dass die "Ackermänner" die Politikkaste über den Tisch ziehen. Auch hier sehe ich keinen Unterschied zu den Austrians. In vielen Publikationen, Vorträgen und zu diesen Vorträgen gehörenden Diskussionsrunden von Hayekianer / Misianern wird dies bestätigt und untermauert (bspw. von: Prof. Habermann, Prof. Hülsmann, Prof. Polleit, Prof. Vaubel, Prof. Weede, Prof. Wohlgemuth usw. oder den Herren Leuschel, Schäffler, Tofall oder Vogt - um ein paar wenige Namen aufzuzählen); z. B. kann ich mich an zwei Vorträge erinnern, in denen gesagt worden war, dass z. B. der durchschnittliche Bürger der Schweiz bessere Qualifikationen in Sachen Politik vorzuweisen hat als der durchschnittliche deutsche Parlamentarier - dies wurde in einer der Diskussionen auch heftig und kontrovers diskutiert und von den Verfechtern dieser These durch etliche Praxisbeispiele belegt (also empirisch können Sie nun vorwerfen). Von daher wundert es keinen Hayekianer / Misianern, dass die politischen Akteure und Initiatoren durch clevere Manager vorgeführt werden. Dies hat - meine persönliche Ansicht - auch damit zu tun, dass die Politikkaste in der Regel arrogant-anmaßend auftritt - und ein solches Verhalten führt unweigerlich zu Dummheit und Primitivität. Solche Politiker unterschätzen regelmäßig die Phantasie und die Kreativität der anderen Akteure. Verstärkt wird dies durch die Art und Weise der Organisation unserer sog. Liberal-Demokratien, z. B. fördert die Organisationsform der politischen Ordnung der BRD (Prof. Schachtschneider in seinen Analysen) zwingend, dass die Negativelite - auch hier bestätigen Ausnahmen nur die Regel - an die Spitze des Staates befördert wird: Eine Negativelite, die nur die eigenen Partikularinteressen verfolgt und sich dafür eben auch mit ähnlichen Kreaturen aus der wirtschaftlichen Praxis verbündet - und dies natürlich alles zum Schaden für das Volk. Übrigens, auch Treb Melsa hat diese These in einem seiner Vorträge ganz explizit vertreten und dargelegt - vorwiegend anhand der Analysen der Austrians.

Dann noch abschließend. Ich halte viel von den Arbeiten der "Österreichischen Schule der Ökonomie", auch "Wiener Schule der Ökonomie" bzw. "Austrian School of Economics genannt", denn Vertreter dieser Schule haben in den letzten hundert Jahren mit qualitativen Prognosen vor allen Krisen, Kalamitäten und Katastrophen gewarnt; dies hat z. B. vor einigen Monaten ein amerikanischer Journalist, der die Zeitungsarchive gewälzt hatte, ganz erstaunt auch bezüglich "1929" festgestellt.

Fazit:
Die Regierungen unserer sog. Liberal-Demokratien und die Interessengruppen, die mit diesen Regierungen Hand in Hand gehen, führen letztendlich nur Lenins Auftrag durch, dieser lautet: "Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten!"

Mit den besten Grüßen für das Wochenende - vom Mittelalter
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