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Kundenrezension

178 von 191 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Netter Kostümfilm, aber flacher als der erste Teil, 25. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth - Das goldene Königreich (DVD)
Es ist manchmal ganz interessant zu beobachten, wie die zeitgenössische Mode sich auf den Inhalt eines Films auswirkt. Die beiden "Elizabeth"-Teile sind dafür ein schönes Beispiel.

Als "Elizabeth" 1997 auf den Markt kam, waren gerade Shakespeare-Verfilmungen "in" und auch die Gattung der "CelebPics", die das Privatleben berühmter Personen beleuchteten (z.B. "Mein Mann Picasso", "Shakespeare in Love"). "Elizabeth" schaffte es hier auf meisterhafte Art, sich diesen Trend zunutze zu machen und daraus gleichzeitig doch ein hoch anspruchsvolles, düsteres Kammerspiel zu entwickeln, wie man es in dieser Qualität nur selten zu Gesicht bekommt.

Beim zweiten Teil, "Elizabeth - The Golden Age", spürt man an vielen Stellen den Einfluss der Fantasy-Welle, die seit einigen Jahren durch die Kinos schwappt - und das tut dem Film leider nicht besonders gut. Wenn die Königin in schimmernder Rüstung und mit flatternden Haaren an der Küste ihres Landes steht und mit bedeutungsschwangeren Worten die apokalyptische Seeschlacht kommentiert, die sich am Horizont abspielt, dann wirkt das gerade so, als würde Gandalf auf den Mauern von Minas Tirith Wache halten oder Saruman von Isengard aus seine Verwünschungen versenden.

Obwohl der zweite Teil über weite Strecken recht gefällig anzuschauen ist, so kommt er doch wesentlich kommerzieller und trivialer daher als Teil eins. Wenn man der Fortsetzung einige starke historische Ungenauigkeiten vorwirft, so hat sich der Film diese Kritik selbst zuzuschreiben; der erste Teil bewegte sich fast im zeitlos-abstrakten Raum und ging auf meisterhafte Art dem allgemein-menschlichen Herrschaftsstreben nach. Der zweite Teil handelt dagegen in der Hauptsache die bekannten zeitgenössischen Ereignisse ab und muss dann eben auch akzeptieren, dass wissenschaftliche Erbsenzähler doch einiges an der historischen Genauigkeit zu bemängeln haben.

Was die Leistung der Schauspieler angeht, so kann ich mich der Begeisterung um Cate Blanchett nicht so ganz anschließen. Es steht völlig außer Frage, dass es momentan kaum eine Schauspielerin ihres Alters gibt, die es in puncto Talent und Charisma mit ihr aufnehmen könnte; ihre Darstellung besitzt stets eine physische Wucht, die man bei weiblichen Schauspielern selten findet und die eher an die körperliche Präsenz eines Denzel Washington erinnert.
Trotzdem finde ich, dass Cate Blanchett in einzelnen Szenen zwar großartig, im Zusammenwirken dieser Szenen aber für meinen Geschmack zu zerfasert herüberkommt. Ganz offensichtlich war es das Bestreben der Regie, der Hauptdarstellerin möglicht viele große Szenen zu verschaffen, und darüber verlieren die Story und Elizabeths Charakter ein wenig an Linie. Es hat etwas von "See-Europe-in-five-days", wenn der Film fleßig, aber eben auch hektisch und reichlich oberflächlich verschiedene Stationen und Personen abklappert - da taucht Maria Stuart auf, dann schaut Francis Drake kurz mal rein, wir erfahren etwas über Walsinhams Bruder usw. Da hat sich der erste Teil geschickter angestellt, der sich durch sein hohes, abstraktes Niveau dem Diktat des Schulbuchstoffs entzogen hat.

Aber damit kein falscher Eindruck entsteht, es ist trotzdem durchaus lohnend, den optisch prachtvollen zweiten Teil anzuschauen. Man darf aber eben nicht die cineastische Klasse des Vorgängers erwarten. Um es so auszudrücken: "Elizabeth" war "arte"-Niveau, "Elizabeth - The Golden Age" ist "ProSieben".
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.02.2008, 20:40:21 GMT+1
Arun meint:
Ich denke eher, das die "Königin-mit-schimmernder-Rüstung-Szene" von Braveheart kopiert ist. (als William Wallace seine berühmte Rede vor seinen Truppen hält - dies ist schon bereits bei 'Zig Historienfilmen nachgemacht worden, z.B. bei Königreich der Himmel; Eben auch hier.)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.02.2008, 13:07:51 GMT+1
Interessanter Gedanke, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Noch verwirrender wird's, wenn man bedenkt, dass ja auch Peter Jackson diese Elemente direkt aufgreift (das kommt ja einige Male vor, z.B. bei Aragorns Ansprache vor der Schlacht am Schwarzen Tor). Und Mel Gibson hat ja wiederum möglicherweise auf ältere Vorlagen zurückgegriffen, z.B. Spartacus.

Ein Unterschied ist allerdings, dass "Braveheart" ohne CGI-Effekte gedreht wurde und ja gerade ganz bewusst sehr realistisch wirken soll. Das ist beim "Herrn der Ringe" und auch bei "Elizabeth - The Golden Age" anders, deren Ästhetik gleichermaßen künstlich wirkt. Vielleicht habe ich deswegen beide Filme spontan miteinander in Verbindung gesetzt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.04.2008, 02:32:48 GMT+2
webonkel meint:
Einen Stern mehr hätte er ruhig verdient. Ansonsten sehr gutes Fazit.

Veröffentlicht am 18.05.2008, 08:51:27 GMT+2
Elenyar meint:
Hervorragende, in meinen Augen absolut zutreffende Kritik, danke!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.01.2009, 10:41:49 GMT+1
marani123 meint:
Ich möchte mich meinem Vorredner anschließen, dass die Kritik hervorragend ist. Ich habe den Film zwar selber nicht gesehen, die Kritik ist aber so fein differenzierend, dass ich mich immer freue, wenn sich die Rezensenten die Mühe nehmen, solch guten Kommentare abzugeben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2011, 13:36:11 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 02.04.2011, 13:36:28 GMT+2
Jo meint:
Aber ist nicht gerade für Elizabeth I diese Motivationsrede bei Tilbury historisch verbürgt? Sogar in Teilen männlichen rüstungsornates (Brustharnisch), wenn auch nicht unbedingt wie eine vorgestellte Jeanne D'Arc (http://www.kellymoore.net/images/396px-Joan_of_arc_miniature_graded.jpg) mit wehenden Haaren zu Pferde vor apokalyptischer Sonnenuntergangsstimmung...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.06.2011, 16:54:53 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 24.06.2011, 16:55:16 GMT+2
Hallo Jo,

stimmt schon, so viel ich weiß, ist die Rede an sich natürlich schon historisch verbürgt. Mir ging es aber tatsächlich um die Art der Inszenierung, die sicherlich sehr stark an Fantasy-Ästhetik erinnert. Was ja übrigens auch nicht schlimm ist, aber das künstlerische Gesamtkonzept des ersten Teils hat mir persönlich einfach mehr zugesgt.

Veröffentlicht am 17.03.2016, 20:14:43 GMT+1
Lacrimosa meint:
Genau meine Empfindung beim Sehen. Unterschreibe ich!

Veröffentlicht am 20.02.2017, 19:35:31 GMT+1
Aspasia meint:
Die Zeitzeugen wissen zu berichten, dass Elisabeth I. "wie eine Amazonenkönigin anzusehen" war, auf einem mächtigen Schimmel saß, in einer Robe aus weißem Samt mit silbernem Brustpanzer, einen goldgefaßten Feldherrenstab in der Hand. Und richtete das Wort an ihre Soldaten:

"Meine lieben Untertanen, einige Leute, die sich um Unsere Sicherheit Sorgen machen, haben Uns davor gewarnt, Uns unter großen Scharen Bewaffneter zu begeben, aus Furcht vor Verrat. Aber ich versichere euch, ich habe kein Verlangen, in Misstrauen gegenüber meinem treuen und lieben Volk zu leben. Mögen Tyrannen sich fürchten ! Ich habe es immer so gehalten, dass ich, nächst gott, auf die treuen Herzen und den guten Willen meiner Untertanen als meine wichtigste Stärke und meinen Schutz gesetzt habe; und deshalb bin ich, wie ihr seht, jetzt zu euch gekommen nicht zur Erholung und zum Vergnügen, sondern weil ich entschlossen bin, inmitten der Hitzen des Kampfes unter euch allen zu sterben und für Gott, für mein Königreich und für mein Volk meine Ehre einzusetzen und mein Blut hinzugeben, und sei es in den Staub. Ich weiß, ich habe den Körper einer schwachen und kraftlosen Frau, aber ich habe Das Herz und den Mut eines Königs, und eines Königs von England dazu, und denke mit tiefster Verachtung über Parma oder Spanien oder irgendeinen Monarchen in Europa, der es wage sollte, die Grenzen meines Reiches gewaltsam zu überschreiten; und lieber als der Unehrenhaftigkeit schuldig zu werden, will ich eigenhändig die Waffen ergreifen und will selbst euer Befehlshaber und der Richter und Belohner all eurer Tugenden im Felde sein. Ich weiß, dass euch schon jetzt für eure Bereitschaft zum Dienst Belohnungen und Gelder zustehen, und Wir versichern euch und bürgen mit dem Wort eines Fürsten dafür, dass euch gezahlt werden wird, was euch zusteht. Mittlerweile wird mich mein Generalstatthalter vertreten; kein Fürst hat je über einen edleren und besseren Untertanen verfügt, als er es ist. Ich zweifle nicht daran, dass wir in Kürze, dank eurem Gehorsam gegenüber meinem Befehlshaber, dank eurer Harmonie im Lager und eurer Tapferkeit im Felde, einen ruhmreichen Sieg über diese Feinde meines Gottes, meines Reiches und meines Volkes erringen werden."
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