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Kundenrezension

565 von 583 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leicht zu fliegen, sehr schöne Kamera, 2. Juni 2015
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: DJI Phantom III Professional Quadrocopter mit 4K Kamera (Camera)
Da ich wohl einer der ersten (deutschen) Besitzer des DJI Phantom Professional Quadrocopter bin, möchte ich im Folgenden meine Eindrücke schildern, um anderen Interressenten bei einer Kaufentscheidung behilflich zu sein.

Zunächst zur Lieferung:
Aufgrund der hohen weltweiten Nachfrage nach diesem Quad musste ich mich bei einer Bestellung am 2.Mai etwa 2 Wochen gedulden, jedoch war dies direkt beim Kauf ersichtlich und stellt für mich kein großes Problem dar
(Verkauf & Versand via Amazon, mittlerweile womöglich auf Lager).

Nun zum Produkt:

Das Fluggerät wird sicher verpackt und fast vollständig flugbereit geliefert.
Lediglich die Propeller müssen aufgeschraubt werden, es ist eventuell ratsam den Akku noch auf 100% zu laden, man könnte jedoch auch
(nach Studium der Anleitung!) sofort mit dem Fliegen beginnen.

Die DJI Pilot genannte App erleichtert einem hierbei den Einstieg:
zunächst lässt sich das Gerät beim Jungfernflug noch nicht allzu schnell und hoch fliegen,
es ist quasie durch einen imaginären Zaun per GPS "gefangen".
Dabei erleichtern Funktionen wie automatisches Abheben (der Quadrocopter hebt ab und schwebt auf etwa 1,5m Höhe)
sowie die return-to-home Funktion dem Einsteiger das Fliegen.

Jedoch lässt sich diese Funktion schnell deaktivieren und das Fluggerät zeigt sein wahres Potenzial:
Steiggeschwindigkeiten von etwa 5m/s sowie Fluggeschwindigkeiten von maximal 57km/h (im Höhe-halten Modus) erfreuen selbst erfahrenere Piloten und eignen sich auch um selbst mobile Objekte aus der Luft zu filmen oder zu fotografieren.

Womit wir auch schon bei der (für die professional Version besonders) interessanten Kamera währen:
Diese extra entwickelte Kamera mit stabilem sowie leichtem Aluminiumgehäuse erreicht eine für diese Größe erstaunliche Bildqualität,
Auflösungen von bis zu 4K sowie 1080p (Full HD) garantieren gestochen scharfe Fotos und Videos, welche Lokal auf einer microSD Karte direkt im Phantom gespeichert werden.
Dabei ermöglicht die Kamera bis zu 60 Bilder/Sekunde im Full HD Modus, was (schnelle) Tiefflüge über Felder und Wiesen zum puren Augenschmaus macht.
Bilder werden mit dem 12,4MP Sensor bis zu 4000*3000 Pixel groß, die App erlaubt auch manuelles Einstellen von ISO und Verschlussgeschwindigkeit, der Weißabgleich ist automatisch, Bilder können auch im RAW Format gespeichert werden.

Dank der "Lightbridge" genannten digitalen Videoübertragung gelangen Kamerabilder in Echtzeit (~200ms Latenz) und mit 720p und bis zu 60fps auf das Smartphone- oder Tabletdisplay, welches sich in der Fernbedienung festklemmen lässt.
Hierdurch hat man stets einen guten Eindruck sowohl von der Ausrichtung des Quadrocopters als auch der Kamera, Videoaufnahme und Fotografieren startet man einfach mit einem dedizierten Knopf an der Rückseite der Fernbedienung.
Dabei lässt sich die Neigung der Kamera sehr fein über ein "Rädchen" an der Fernbedienung steuern, darüber hinaus existiert noch eine Rückstelltaste mit der man die Kamera Blitzschnell zwischen Bodenblick (also genau nach unten) und waagerecht wechseln lassen kann,
was zumindest mir in erster Linie bei der Orientierung hilft (Bsp.: Ist gerade ein Baum unter mir, wie weit bin ich von diesem Weg...).
Das Livebild hat eine sehr gute Reichweite, die Bildwiederholungsrate wird jedoch beim Flug nahe der Maximaldistanz von etwa 1,5-2km
leicht gedrosselt, jedoch kommt es nie zu einem Verbindungsabriss.
Sollte man je so weit fliegen wird man feststellen dass 1. das Gerät nicht mehr wirklich mit bloßem Auge erkennbar ist (und daher auch nicht so fliegen sollte bzw. darf) und 2. Aufgezeichnetes Video immer noch in voller Qualität auf der microSD Karte gespeichert wird.

Damit kommen wir auch schon zu einer weiteren nützlichen Funktion: der Return-to-home Button.
Dieser befindet sich gut erreichbar unterhalb der zwei Steuerknüppel und bewirkt bei Betätigen das vollautomatische Zurückfliegen und Landen des Fluggerätes.
Hierbei steigt der Quadrocopter zunächst auf eine einstellbare Höhe (~100m in der Standardeinstellung), es fliegt zunächst direkt über den Startpunkt bzw. die Position des Piloten.
Durch den eingebauten Ultraschallsensor sowie GPS und GLONASS Daten ermittelt das Gerät die Höhe und Abstand zum Grund und beginnt dann den automatischen Sinkflug.
Dabei bleibt das Gerät steuerbar und es lassen sich sowohl Korrekturen an Flugbahn und Sinkgeschwindigkeit als auch ein eventueller Abbruch des automatischen Landens intuitiv erwirken.
Diese Funktion wird stets ausgelöst, sobald der Akku zur Neige geht und vergessen hat zu landen
(es ertönen zuvor akustische Warnungen, dass die verbleibende Flugdauer bereits weit gesunken ist).
Dabei misst der Ultraschallsensor ab einer Höhe von etwa 3m sehr genau, das automatische Aufsetzen ist stets sanft, das Landegestell bietet ausreichend Schutz und Bodenabstand für die Kamera.
Dies ist jedoch in erster Linie zur Sicherheit, da in der App stets die verbleibende Flugdauer angezeigt ist, besonders Anfänger werden diese Funktion jedoch schätzen.

Nach erfolgreichem Flug lässt sich der Akku mittels des Ladegerätes in etwa 20-30 Minuten auf 80%, und in etwa 40-50 Minuten vollständig laden, die maximale Flugdauer beträgt dann etwa 23 Minuten.

Der Quadrocopter ist im fliegenden Zustand vorne und hinten unterschiedlich beleuchtet, was die Orientierung erleichtert und Fliegen bei schlechterem Licht erlaubt.
In der Standardeinstellung ist das Fliegen recht einfach, ohne Steuersignal schwebt es auf der Stelle, wiedersteht selbst recht starkem Wind und Böen, die Flughöhe bleibt ebenfalls stabil.
Erkennt das Gerät eine Höhe unter 1,5m verringert sich zudem die maximal mögliche Sinkgeschwindigkeit, somit ist es fast unmöglich, das Fluggerät beim Landen "in den Boden zu setzen" und dabei eine Beschädigung zu verursachen, geeignete Landefläche vorausgesetzt.

Die Standardausführung enthält darüberhinaus einen kompletten, zweiten Propellersatz sollte man aus Versehen begonnen haben Hecken oder Bäume zu schneiden, wofür es auf Amazon wahrlich geeignetere Geräte gibt.

Abschließend noch der Hinweis:
Wer auf die 4K maximale Videoauflösung verzichten kann erhält die Full HD Version "Phantom III Advanced" mit etwas schwächerem Ladegerät und immernoch sehr guter Funktionalität für z.Zt etwa 300€ weniger ebenso hier auf Amazon.
Der Preis scheint mir gerechtfertigt, da hier viele Funktionen (Lightbridge, Ultraschallsensor, optische Navigation,..)
des deutlich teureren "Inspire I" verbaut sind, und es der vermutlich beste, fertig gebaute Quadrocopter in diesem Preissegment ist.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Rezension einen guten Überblick über das Produkt vermittelt zu haben, welches in meinen Augen sehr gut gelungen ist und spaß auf mehr macht
(ich gehe endlich öfter raus ins Freie, sehe schöne Natur aus anderen perspektiven....).

Bei Fragen bin ich gerne behilflich und freue mich über weitere Anregungen.
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Kommentare

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1-10 von 20 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.06.2015, 20:11:56 GMT+2
DLe meint:
hallo!
darf man fragen ob auch eine haftpflichtversicherung besteht/notwendig ist?
danke, lG

Veröffentlicht am 06.06.2015, 15:07:14 GMT+2
Skyseeker meint:
Danke für die ausführliche Info. Ich bin gerade in der Kaufphase und war nicht sicher, ob ich für ein brauchbares Gerät nun wirklich um die 3000€ ausgeben muss. Offenbar ist die Hälfte völlig ausreichend und die Kaufentscheidung dank deiner Rezession fast schon gefallen. Mach bei Amazon deine Provision geltend 😉

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.06.2015, 17:40:09 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 07.06.2015, 17:55:02 GMT+2
keks meint:
Eine Haftpflichtversicherung ist für (Modell-)Fluggeräte notwendig, auch wenn sie weniger als 5 kg wiegen.
Jedoch betragen die Prämien hier höchstens 2-3€ im Monat, man ist dadurch gegen finanzielle Risiken geschützt, sollte doch einmal etwas (oder jemand) anderes zu Schaden kommen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.06.2015, 17:50:57 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 07.06.2015, 18:00:30 GMT+2
keks meint:
Schön, dass die Rezension gefällt. Das 3000€ Inspire I bietet zusätzliche Fähigkeiten wie z.B. die frei bewegliche und per 2. Bediener unabhängig steuerbare Kamera, jedoch ist der digitale Sensor (subjektiv) nur minimal besser. Das gesamte System Inspire I fliegt sich deutlich mehr wie ein Bus, wenn im Vergleich der Phantom das wendige Auto ist.
Für den privaten Gebrauch als (teures) Spielzeug reicht definitiv die Phantom 3.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.06.2015, 11:28:57 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 17.06.2015, 11:30:01 GMT+2
Hallo Dominic,

eine Haftpflichtversicherung ist auf jeden Fall Pflicht. Eine Aufstockung auf eine bestehende nehmen die Firmen im Normalfall nicht vor. Je nach Versicherungssumme werden zwischen 8 und 15 Euro pro Monat fällig. Fotografierst und filmst Du auch mal gewerblich (z.B. für eine Homepage), kostet es nochmal mehr. Und dann brauchst Du auch eine Aufstiegsgenehmigung vom Luftfahrtamt (je nach Bundesland verschieden). Bei uns in Bayern kostet eine solche für zwei Jahre 120 Euro. Also, immer aufpassen, ob private oder auch gewerbliche Nutzung!

Grüße, Jürgen

PS: Unter www.drohnen-forum.de unterhalten sich Spezialisten, da kann man viel lernen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.06.2015, 03:07:10 GMT+2
[Vom Autor gelöscht am 20.06.2015, 03:09:20 GMT+2]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.06.2015, 21:18:59 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 20.06.2015, 21:22:19 GMT+2
Max Schneider meint:
Würde ich empfehlen, vor allem wenn du in der Nachbarschaft fliegst, denn wenn der Kopter abstürzt, ist nicht nur der Kopter selbst im Arsch, sondern vllt. auch ein Auto... Auf dem der Kopter gelandet ist. Jedoch würde ich eh nicht wirklich in der Stadt damit fliegen. Jedoch gibt es trotzdem genug Leute, die ohne Versicherung fliegen.

Veröffentlicht am 08.07.2015, 16:36:18 GMT+2
Hallo, Keks!
Vielen herzlichen Dank für diese wunderbare, ausführliche Rezension! Nun fehlt nur noch das nötige Kleingeld, dann wird die Drohne wohl gekauft! Ich kann mich Skyseeker nur anschließen, was die Provision betrifft :P

Meine Frage ist nur, ob die Drohne auch absoluten Anfängern mit Wert auf Qualität zu empfehlen ist?
Beste Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2015, 13:27:18 GMT+2
T. N. meint:
Ja - Aber keine gewöhnliche. Du benötigst eine spezielle Modellbauversicherung in Deutschland. Die ist aber günstig (so ab €40,-) und deckt Schäden im Millionen-Bereich ab - sofern Du Dich an deutsches Recht hälst.
Wirst Du ohne diese Versicherung beim Fliegen erwischt (auch auf Deinem privaten Grundstück) gibts ein saftiges Bußgeld.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2015, 13:28:41 GMT+2
T. N. meint:
Anmerkung: Es muss eine Modellbau-Versicherung sein - keine 'normale' Privat-Haftpflicht.
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