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Kundenrezension

am 17. Oktober 2013
2003 brachte der britische Regisseur Peter Webber den Tracy Chevaliers Roman "Girl with a Pearl Earring" auf die Kinoleinwand.

Darum geht's: Delft, 1664: Die 17-jährige Griet tritt ihren Dienst als Hausmädchen im Haushalt der Vermeers an. Als sie beginnt bei ihren Putzarbeiten Lichtverhältnisse und Modelle im Atelier des berühmten Malers zu verändern, ist eine geheime, auf gegenseitigem Verständnis beruhende Beziehung zwischen Künstler und Magd gesät.

Buch vs. Film: Die Konfrontation von Lethargie und suppressiver Leidenschaft, vom eintönigen Alltag und der süchtig machenden Kunstwelt in Chevaliers Roman wird von allen Darstellern weitestgehend eingefangen. Auch die Wahl der Heldin hätte mit Johanssons Schmollmund und großen Augen optisch nicht besser ausfallen können. Ohne Frage greift der Film die Delfter Atmosphäre im 17. Jahrhundert (obwohl vor einer Venedig-Kulisse gedreht) gänzlich unverblümt auf. Historische Elemente des Romans, wie z. B. die persönlichen Auswirkungen in Zeiten der Pest, werden dennoch eingeschränkt. Ursache hierfür sind vor allem die weggekürzten familiären Nebenstränge, die zwar die Künstler-Modell-Beziehung zwischen Vermeer und der jungen Griet in den Vordergrund rückt, den Einblick in Griets persönliches Schicksal hingegen oft einengt.

Grundsätzliche Schwierigkeit bei der Umsetzung bereitete ohnehin die Verwandlung des personalen Erzählstils der reservierten Dienstmagd, deren Gedanken im Roman zwar laut werden, bis zum Kinositz allerdings nicht wirklich durchdringen. Der Film wirkt im Gegensatz zur literarischen Vorlage geradezu still, wertet jedoch Chevaliers Talent für die Vielfalt an Charakterperspektiven noch einmal auf. Wohingegen man im Buch der zurückhaltenden, aber wenigstens existenten Gefühlswelt Griets ausgeliefert ist, teilen Johannsson und Firth eine einsilbige bzw. wortlose Andeutung ihrer Zuneigung nach der anderen aus. Sowohl die filmische als auch die literarische Darstellung des Unausgesprochenen, des lediglich Fühlbaren ist jeweils auf ihre Weise reizvoll. Denn was in der Adaption anstößt, ist das subtile Skript, das von jeglichen Hollywoodschen Ansprüchen und Allüren unberührt bleibt und somit die Romanvorlage von zeitgenössischen Zuschauererwartungen unbeeinflusst lässt.

Unter den Literaturadaptionen mit biografischen Bezügen ist Peter Webbers Film eine angenehme Seltenheit, die weder historische Umstände noch die Atmosphäre der Romanvorlage durch Publikumserwartungen verfälscht. Eine beachtliche Hommage an all die unbekannten Porträts der Kunstgeschichte ist sowohl der Film aber noch viel mehr Chevaliers Roman.
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