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Kundenrezension

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterstück, 17. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Apologie des Sokrates: Griechisch/Deutsch (Reclams Universal-Bibliothek) (Taschenbuch)
Wer schon immer mal über den Satz des Sokrates "Ich weiß, dass ich nichts weiß" nachgedacht haben und sich über seine wahre Bedeutung im Unklaren gewesen sein sollte: hier findet sie oder er die Lösung. Die Betonung in diesem Satz liegt auf "Ich". In seiner Verteidigungsrede beruft sich Sokrates hauptsächlich darauf, dass er als einziger oder einer von wenigen wisse, dass er eigentlich nichts wisse.
Ein Orakel habe ihn hingegen einst als den "Weisesten" bezeichnet, woraufhin er sein Leben der Widerlegung dieses Orakels gewidmet habe. Leider habe er feststellen müssen, dass alle diejenigen (Politiker, Dichter, Handwerker), die er selber als die eigentlich Weisen betrachtet habe, in Wahrheit auch nicht mehr Einsichten als er selber gehabt hätten, aber davon überzeugt gewesen wären, weise zu sein.
Sokrates habe sich nun der Aufgabe gewidmet, all diesen Menschen klar zu machen, dass sie eigentlich gar nicht weise seien, was ihm eine Unzahl an Feinden eingetragen habe, die letztlich auch für seine Vorladung gesorgt hätten.
Natürlich geht die Rede über diesen Grundgedanken hinaus, aber hier wird schon das Schelmische und Hintergründige der Argumentation Sokrates' (oder war es Platons Interpretation) deutlich. Manchem Redner würde man heutzutage einen solchen Geist und eine solche rhetorische Geschicklichkeit wünschen.
Die Apologie ist in jedem Fall ein Meisterstück, auch wenn nicht alle Teile von solch rhetorischer Brillanz sind wie die Argumentationsführung beim erwähnten Kerngedanken. Es spielt dabei letztlich auch keine Rolle, wie historisch exakt das ganze ist und welchen Anteil Platon an der Ausformulierung hat, um diesem Werk Anerkennung zu zollen.
Zu loben ist auch das Nachwort, welches das Geschehen in den historischen Zusammenhang einordnet und wesentliche Erläuterungen zur Ideengeschichte hinzufügt, die auch dem Laien zum besseren Verständnis dienen, auch wenn es an einigen Stellen zur bloßen Zusammenfassung der Rede gerinnt.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.07.2010 22:42:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.07.2010 17:52:34 GMT+02:00
D. Arntz meint:
ich persönlich finde in dem, was sokrates als sein meisterwerk sah eher eine art flucht vor der realität.
ganz wörtlich genommen, könnte man das gesagte als verzweiflung deuten.
davor kann er nicht weg.
er hat versucht, den menschen klarzumachen dass sie nicht weise seien?
hätte er die bibel zu seiner lektüre gemacht, er wäre nicht umhin gekommen, seine meinung zu revidieren.
mit seinem verhalten hat er sich natürlich feinde gemacht.. mit solch einer these, oder mit thesen allgemein
geht man ja nicht hausieren. wenn nicht alles von rhetorischer brillanz ist, so sind ihm fehler unterlaufen,
und seine gedankengänge nicht ausgereift. so einfach ist das.
er hätte gut daran getan, nicht mit angst zu reden, sondern mit vertrauen,
und sonst zu schweigen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2010 22:13:06 GMT+02:00
Liberaler meint:
Ich glaube, Sie sollten noch ein wenig an der Verständlichkeit Ihrer Kommentare arbeiten. Es ist der klügste Kommentar umsonst, wenn ihn denn keiner versteht ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.07.2010 13:13:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.07.2010 13:14:25 GMT+02:00
D. Arntz meint:
wäre mir daran gelegen, dass jeder meine kommentare versteht,
dann wäre ich zweifelsfrei auf abwegen.
es ist mir durchaus bewusst, dass dies aber kaum jemand tut,
und somit bleibe ich dennoch bei dem, was mir ohne gedankliches
system möglich ist.
wenn ich an wahrheit interessiert wäre,
würde ich mathematik studiern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.02.2012 22:37:47 GMT+01:00
Ach ja, die Bibel! Die hätt' er doch locker mal eben bestellen können. Online natürlich, bei Amazon. Zu dumm aber auch, dieser Sokrates.
Nix für ungut
Die Nachbarin

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.12.2014 13:33:07 GMT+01:00
Montaigne meint:
"wenn ich an wahrheit interessiert wäre,
würde ich mathematik studiern."

Dr. Arntz hat kaum eine Ahnung, worüber er eigentlich spricht.

So kann also die Mathematik definiert werden als diejenige Wissenschaft, in der wir niemals das kennen, worüber wir sprechen, und niemals wissen, ob das, was wir sagen, wahr ist.

Bertrand Russell

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.12.2014 13:44:33 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.12.2014 13:53:01 GMT+01:00
Montaigne meint:
"dann wäre ich zweifelsfrei auf abwegen."

Sie befinden sich mit Ihren zweifelsfrei abwegigen Kommentaren auf den von Ihnen so gefürchteten Abwegen. Und ganz allgemein sollte Ihnen zu denken geben, dass die sog. "Intellektuelle Redlichkeit" mehr erfordert als nur selbstgefälliges Geschreibsel.

"er hat versucht, den menschen klarzumachen dass sie nicht weise seien?
hätte er die bibel zu seiner lektüre gemacht, er wäre nicht umhin gekommen, seine meinung zu revidieren."

Das ist Ihre Meinung, unbegründet und nicht überzeugend!
Die Bibel zeigt exemplarisch (neben anderen Büchern) wunderbar und klar, wie irrational und dumm Menschen denken und handeln können.

Aber wie Sie selbst gesagt haben, sind Sie an der Wahrheit nicht interessiert. Passt ja zu Ihren Kommentaren!
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