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Kundenrezension

am 28. Oktober 2013
...war für mich "The Place beyond the Pines", als ich mich nach der Kinovorführung aus dem Kinosessel aufkämpfte.
Der Film hat mich mit all seiner Kraft gepackt, seine Sogwirkung verleitete mich noch tagelang zu intensiven Gedanken über seine Thematik.

Ich gebe zu, ich bin kein riesiger Experte in Sachen Arthouse. Auch gewaltigem Popcornkino kann ich, sofern gut gemacht und garniert mit einer gewissen Aussage, viel abgewinnen.
Auf "Pine" wurde ich aufmerksam, nachdem mir immer mehr Filme mit Ryan Gosling empfohlen wurden und ich den Trailer interessant fand, obgleich ich eher einen hollywood-typischeren Actionfilm erwartet habe.

Und was hab ich bekommen?
Ein wahnsinniges Kinospektakel, einen der besten Filme der letzten Jahre, die ich sehen durfte, und ein Ensemble erstklassiger Schauspieler, die zusammen eine Geschichte, wie aus dem Leben gerissen erzählen. Intensiv, bildgewaltig, mal schrill, mal laut, mal leise. "Pine" nimmt den Zuseher von Beginn an mit auf eine atemberaubende Reise durch die Gefühlswelten seiner Protagonisten. Dabei lässt sich der Film, auch für mich in den entsprechenden Szenen überraschenderweise, in 3 Teile aufsplitten.
In Teil 1 erfährt man vom Leben des Stuntmotoradfahrers Luke Glanton (Ryan Gosling), der trotz seiner Berühmheit als Star auf den Jahrmärkten eher mittellos und perspektivlos erscheint und dessen Leben einen gewaltigen Einschnitt erfährt, als ihm seine Affäre Romina (großartig: Eva Mendes) eines Tages bei einem seiner seltenen Besuche offenbart, dass sie ein Kind von ihm bekommen hat.
Von nunan versucht Luke für seinen Sohn Jason und Romina eine Vaterfigur zu sein, was Rominas neuer Lebensgefährte nicht allzugerne sieht. Inmitten dieses Konflikts lernt Luke einen Mann kennen, der ihm nahelegt, seine Fähigkeiten auf dem Motorrad einzusetzen, um mit ihm zusammen Banken auszurauben.
Nach einem dieser Banküberfälle kreuzen sich nun die Wege von Luke und Avery (Bradley Cooper), einem gewissenhaften Streifenpolizisten. Und schon beginnt Teil 2 des Films, der sich nun auf Avery beschränkt und dessen Leben in den Fokus rückt. Aus einem Familiendrama wird plötzlich ein Copthriller, denn Averys Begegnung mit Luke schlägt weite Wellen und verändert sein Leben nachhaltig.
Zusammengeführt werden beide Handlungsstränge dann im dritten Teil, der das Aufeinandertreffen von Lukes Sohn Jason und Averys Sprössling AJ beschreibt. Ein Kreis, der sich schließt und der mit all seiner Dramatik und Dringlichkeit aufzeigt, wie die Leben verschiedenster Menschen unterschiedlichster Generationen zusammenhängen; wie die kleinen Entscheidungen und Taten im Leben ihre Konsequenzen haben können, und das über das eigene Leben hinaus.

Dem Film gelingt es meisterhaft, verschiedenste Themen zusammenzufassen zu einem homogenen Ganzen.
"Pine" zeigt das Verhältnis von Vätern zu ihren Söhnen auf. Doch nicht nur das. Er versinnbildlicht, was "Rache", "Vergebung" und "Schicksal" bedeuten, nur um die wichtigsten Metaphern zu nennen, mit denen Regisseur Derek Cianfrance spielt.
"Pine" ist Gesellschaftsdrama, Copthriller, Familiendrama und Roadmovie mit einer ordentlichen "Coming-of-age"-Prise in einem.

Alle Schauspieler machen ihre Arbeit vortrefflich, jeder ist auf seine Art bombastisch. Ryan Gosling agiert oskarreif, Eva Mendes macht ihre Sache ebenfalls toll. Von Bradley Cooper war ich sehr positiv überrascht, ich kannte ihn zuvor nur aus Klamaukstreifen wie "Hangover". Er hat seinem Protagonisten Avery Cross eine derartige Tiefe verliehen, dass es mich schauderte. Die Figuren erschienen während des Films so real, wie ich es selten zuvor erlebt habe.
Die beiden Söhne von Luke und Avery werden gespielt von Dane DeHaan und Emory Cohen. Zu Beginn des dritten Handlungsabschnitts war ich sehr skeptisch, denn die ersten Szenen mit den beiden, plötzlich im Jugendmileu angesiedelt inklusive derartigem Vokabular und entsprechenden Dialogzeilen stellten einen enormen Bruch zu den davorigen tiefschürfenden Abschnitten dar. Doch, ohne zu viel verraten zu wollen, auch diese beiden machen ihren Job dann überragend und liefern sich im wahrsten Sinne ein hochklassiges Duell.

Am Ende ließ mich "The Place beyond the Pines" wirklich "geflashed" zurück. Ich bin absolut begeistert und werde mir demnächst noch weitere Filme des Regisseurs sowie der Darsteller anschauen. Der Film ist sicherlich keine leichte Kost, weder was Kameraarbeit, Soundtrack noch die Handlung betrifft, aber er ist inhaltlich, handwerklich und darstellerisch so überragend, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Es gibt wirklich ganz wenige Filme, deren Aussagekraft und Geschichte bei mir noch so lange nachwirken und mich beschäftigen.
Ein Vorredner schreckte noch zurück vor der entsprechenden Auszeichnnung mit dem folgenden, überstrapazierten Begriff, doch ich finde, dass "The Place beyond the Pines" eben genau das ist: Ein echtes Meisterwerk.

Ich bin froh, dass ich - ja doch recht zufällig - diese Perle der Filmgeschichte auf der großen Leinwand erlebt habe und freue mich nun ungemein auf die DVD.
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