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Kundenrezension

72 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leichte Enttäuschung auf den 2. Blick, 7. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Ausnahmsweise ist das hier kein Review, ich habe nur das dringende Bedürfnis meine aktuellen Eindrücke über das neue Rollenspiel Fallout 3 niederzuschreiben.

Dieses Bedürfnis habe ich weil sich bei mir noch den ersten 60 Stunden Spielzeit in Fallout 3 mehr und mehr gemischte Gefühle breit machen. In den ersten 20 Stunden und während des ersten Durchspielens lautete mein Fazit klar und deutlich: Das ist das Spiel des Jahres, hier stimmt nahezu alles.
Als alter Fan der Serie, und wie es ein Game mit dem Wiederspielwert eines Fallout erfordert, war ganz klar dass ich Fallout 3 sofort noch einmal in Angriff nehme, ein drittes etc Durchspielen war für mich ebenfalls sehr wahrscheinlich. Beim zweiten Durchspielen hatte ich zweierlei Vorhaben, erstens wollte ich das Spiel mit möglichst vielen auf gute Art gelöste Quests durchspielen, und zweitens wollte ich soviel wie möglich von der Spielwelt erkunden. Beim ersten Durchspielen wollte ich ja eigentlich nur erste Eindrücke sammeln und das Spiel möglichst rasch durchspielen, was mir bereits nach Level 13 und ohne größere Probleme gelungen ist.
Mittlerweile spiele ich knapp 40 Stunden am zweiten Durchgang und ich bin mittlerweile in der Lage mir ein viel besseres, objektiveres und konkreteres Bild vom Spiel zu machen. Das Gefühl das mich nach und nach beschlich kann ich etwa so beschreiben: 'Irgendetwas stimmt mit diesem Spiel nicht....'.

Ich hatte schon recht früh den Eindruck dass die Hauptquest des Spiel erstens enorm kurz ist, und sich zweitens auf einer sehr beschränkten Route abspielt die einen auf einem kleinen Bereich von A nach B über C und wieder zurück führt. Dadurch bleiben ohne Übertreibung etwa 80% des Spiels und der Spielwelt komplett unentdeckt, auch wenn man seinem Forscherdrang nachgibt und sich die Zeit nimmt die (mit unsichtbaren Levelgrenzen versehene) Spielwelt genau zu erforschen, mutet es doch sehr merkwürdig an dass man nicht einmal annähernd in bestimmte Regionen kommt, zum Beispiel die komplette linke Hälfte der Karte. Bei den Vorgängern und jedem mir bekannten Rollenspiel auf Gottes grüner Erde führt einen die Hauptquest zumindest quer über die gesamte Karte, nicht so bei Fallout 3. Die Formulierung man kann ja die 'Quests abseits der Hauptquest' erledigen erfährt eine vollkommen neue Dimension in diesem Spiel, denn man muss sich bewusst und absolut ohne Grund in Regionen vorarbeiten die endlos weit entfernt sind. Das was einen wohl dazu ermutigen soll (und mich ermutigt hat) war der Gedanke dort auf Städte und Geheimnisse zu stoßen die der Hauptquest ebenbürtig sind und sich auf ähnlichem Niveau befinden, leider ist dem aber absolut nicht so. Das Ödland hat seinen Namen in Fallout 3 leider wirklich zu Recht, denn von den über hundert Lovations die auf der Karte vermerkt sind findet man nur in etwa jeder zehnten auch eine Quest, nicht einmal Personen sind anzutreffen. Genaugenommen gibt es praktisch so gut wie nichts zu finden, weder neue Quests, neue interessante Waffen oder besondere Feinde.
Dieser Faktor weckt bei mir den Eindruck dass man sich bereits zu Beginn der Entwicklungsarbeiten übernommen hat und den Qualitätsstandard der Hauptquest einfach nicht über die volle Distanz halten konnte, die Karte einfach zu groß war um sie interessant zu füllen. Möglicherweise musste man auch schnell fertig werden und hat aus diesem Grund einfach noch einige alibiartige Locations auf der Karte verteilt, ab und zu einen Händler (der immer das gleiche erzählt und wirklich nie brauchbare Gegenstände oder Geld bei sich hat) oder einen 08/15 Dungeon ohne nennenswerten Inhalt. Auch musste ich feststellen dass sich die Dungeons teilweise äußerst stark ähneln und sich Ermüdungserscheinungen beim Erkunden breitmachen. Diese immer gleichen Innenräume bieten meistens auch immer die gleichen Gegnertypen, praktisch nie brauchbare Gegenstände oder Waffen und auch sonst nichts was einen beim Verlassen des gesäuberten Bereichs sagen lässt: Das war es wert.
Einer der großen Kritikpunkte am Spiel ist meiner Meinung nach eben diese Ähnlichkeit der Locations, es macht einfach irgendwann keinen Spaß mehr immer und immer wieder gleich aussehende Industrieanlagen, Raiderbehausungen und U-Bahn-Stationen zu durchstreifen. Gerade letztere gibt es in Fallout 3 derartig viele dass man fast gezwungen ist einen Vergleich mit dem unglaublich zähen Hellgate London anzustellen, auch während der Hauptquest kommt man nicht daran vorbei. Nicht daran vorbei trifft den Nagel übrigens auf den Kopf, denn in den Stadtbereichen kommt man leider dank unsinniger Begrenzungen nur per U-Bahn-Stationen von A nach B. Wie gesagt gibt es davon unsagbar viele die bis auf Minimaländerungen gleich aussehen, und die Orientierung fällt schwer.

Als ich erfahren habe dass Fallout 3 auf der Engine von Oblivion basiert hatte ich die Befürchtung dass die Gegner in Fallout 3 ebenfalls unsinnig mit der Hauptfigur mitleveln, das war der Grund warum ich weder Oblivion noch eines der Addons durchgespielt habe, obwohl ich alle besitze. Für mich war das ein absolutes K.O.-Kriterium und ein echtes Armutszeugnis für die Entwickler, die ganz offensichtlich nicht fähig waren ein Rollenspiel richtig zu balancieren, es daher auch gar nicht versucht haben. Der Spaßfaktor ist dabei mit einem Rennspiel zu vergleichen bei dem die Computerfahrer einem immer eine Armlänge auf der Stoßstange kleben, egal ob man Vollgas fährt oder Schritttempo. Unglaublich.

Im Nachhinein betrachtet liefert sich Fallout 3 aber leider einen fast ebenso schlimmen Fauxpas, denn die Spielfigur kann leider nicht höher aufsteigen als bis Level 20. Level 20 ist sehr schnell erreicht, und ab dann geht die Motivationskurve sehr steil nach unten und es fällt einem aufgrund der bereits oben angesprochenen Punkte schwer sich zum Weiterspielen zu motivieren. Selbst wenn es noch viele gute Quests geben würde würde man dafür keine Erfahrungspunkte mehr bekommen, was aber auch sinnlos wäre da die Spielfigur ohnehin schon so mächtig ist dass man kaum noch aufzuhalten ist. Zu finden gibt es ebenfalls nichts, das einzig Brauchbare das in den vielen gleichen Dungeons auf einen wartet sind Zeitschriften und Wackelkopffiguren zum erhöhen der Charakterwerte, die aber erstens bereits fast oder wirklich auf dem Maximum sind, und die Spielfigur ohnehin schon viel zu stark und gut bewaffnet ist.
Peinlich finde ich auch die Spezialwaffen die man gelegentlich findet. Nicht einmal hier hat man sich noch viel Mühe gemacht, ich habe beispielsweise einen Kampfhandschuh, eine Schrotflinte, eine Maschinenpistole und ein Scharfschützengewehr gefunden die außer eines anderen Namens und besserer Werte genau wie ihre schwächeren Pendants aussehen. Es ist daher nicht ersichtlich welche Waffe man gerade in der Hand hat, das finde ich sehr enttäuschend.
Die Beschränkung auf 20 Levels fällt einem beim ersten normalen Durchspielen natürlich nicht sofort auf, da Fallout 3 außerordentlich kurz ist und es mir sicher möglich gewesen wäre es auch mit weniger als 13 Levels durch zuspielen. Ich bin mir daher sicher dass dieser Kritikpunkt den Spielern erst nach längerer Zeit auffällt und zunehmend den Gesamteindruck des Spiels stören wird, wie es bei mir der Fall war.
Kurz gesagt hat Fallout 3 ein ganz massives Problem mit dem Balancing, wie es auch schon Oblivion hatte, jedoch auf andere Weise.

Fallout 3 bietet also eigentlich wirklich nur genug Stoff für ein- oder zweimaliges Durchspielen ohne sich besonders um Nebenquests zu kümmern. 20 Stunden Spielzeit (Spielspaß) sind wirklich nicht schlecht, jedoch ist das hier ein Rollenspiel und Vertreter einer Serie die für praktisch zeitlich unbegrenzten Spielspaß steht. Für Fallout 3 würde der Slogan 'Spielspaß begrenzt auf 20 Levels' wie die Faust aufs Auge passen.
Ich habe, ganz nebenbei bemerkt, versucht das System auszutricksen indem ich mir den PERK 'Here and Now' beim Erreichen der 20. Stufe nehme, dieser führt normalerweise zu einem sofortigen weiteren Levelaufstieg. Das war leider nicht möglich, weswegen ich mir den PERK 'Explorer' ausgesucht habe, der mir alle Locations auf der Karte anzeigt.

Ich möchte noch betonen dass ich Fallout 3 nach wie vor für ein wirklich sehr gutes Spiel halte das extrem viel richtig macht, möglicherweise ist es für mich immer noch Spiel des Jahres und mit Sicherheit ist es einen Kauf wert. Von Perfektion ist es aber weit entfernt, leider.
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.12.2008 12:37:56 GMT+01:00
Heiko Kiehne meint:
Danke für diese ausgezeichnete Rezension, viele Kritikpunkte sind absolut nachvollziehbar. Ich selbst habe ebenfalls angefangen das Spiel ein zweites Mal anzuspielen und sehe mich in vielen, angesprochenen Punkten bestätigt. Die Entdeckung von Ödland habe ich ebenfalls sehr schnell aufgegeben, da es mit der Zeit zu "Ödland" wurde.
Ich denke dennoch, dass das Spiel viel Potenzial hat im Hinblick auf Addons etc. Allein die Tatsache ein Spiel ein zweites Mal durchspielen zu "müssen", ist heutzutage nicht Selbstverständlich. Ich denke hierbei insbesondere daran beim zweiten Mal einen völlig anderen Charakter der Spielfigur auszutesten ( Ich wollte unbedingt Megaton atomisieren:-)) )
Mein Fazit ist hier: Das Spiel bietet in jedem Fall potenzial für zweimaliges durchzocken, die Nebenquests sin in der Tat zu dröge. Alle anderen Kritikpunkte der Rezension sind in jedem Fall gegeben.

Veröffentlicht am 22.12.2008 12:44:44 GMT+01:00
Tom De Roeck meint:
Kann auch viele punkte nachvollziehen, allerdings gibt es eine sachen zu bemerken: während der Hauptquest, wird man "bloßgestellt" an verschiedene einflüße die, außer man hat null lust auf abenteuer, zum explorieren bringen. Es gibt zum beispiel eine quest die dazu führt dass man für's explorieren geld kriegt, was zumindestens bei mir den drang ausgelöst hat, da ich ständig geld-probleme hatte, mit meinen "auf frieden" ausgelegten charakter.
Sonst verstehe ich die negativ punkte, da mir auch die quests gefehlt haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.01.2009 13:43:24 GMT+01:00
simpson77 meint:
Was ist das denn für ein Satzbau?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2009 11:55:47 GMT+01:00
Prof.Dr.X meint:
Gute Rezension, vielen Dank!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2009 23:32:54 GMT+01:00
Alan Kempa meint:
Wer sich bei einem Spiel wie Fallout 3 über die Levelbegrenzung beschwert, hat sich meiner Meinung nach das falsche spiel zugelegt. Wie wäre es mit Sacred 2 (geht bis Level 200)?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.01.2009 20:45:03 GMT+01:00
Kompott meint:
@ Alan Kempa:
Es geht doch darum, dass Fallout 3 einerseits ein riesiges Areal zum Erforschen bietet, der Spieler andererseits aber nach etwa der Hälfte, vielleicht auch nur einem Drittel, des erforschten Gebietes, den Charakter nicht mehr, bzw. kaum noch weiterentwickeln kann. Damit geht dank einiger guter Quest zwar nicht jeglicher Spaß verloren, trotzdem verliert ein RPG, in dem man nicht mehr besser werden kann, einfach ein wenig an Reiz.

Veröffentlicht am 16.01.2009 16:43:36 GMT+01:00
SirSims meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.02.2009 22:27:42 GMT+01:00
dimon-dmx meint:
@SirSims
Ist die richtige Rezension für dich wenn ein Spiel (oder Film etc.) in himmel gelobt wird.
Hier werden wenigsten viele(nicht alle) Kritikpunkte angesprochen und so vielleicht einen frustrierten Käufer weniger gibt.
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