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Kundenrezension

Elvis Presley war zweifellos ein herausragender Sänger und Entertainer, auch ungeachtet des Mythos und der kommerziellen Ikonisierung, die ihn insbesondere nach seinem Tod zu einer lukrativen, überlebensgroßen Legende gemacht hat; die aber mehr und mehr droht das Wesentliche, nämlich die Musik, zweitrangig werden zu lassen. Abgesehen von den 10-20 ganz großen Hits, die auf unzähligen Best ofs geradezu exzesshaft immer und immer wieder zusammengerührt veröffentlicht werden und anscheinend nur noch zur akustischen Am-Leben-Erhaltung der profitablen Artikel-aller-Art-Marke "Elvis - The King" herhalten müssen, ist Elvis Presley für die meisten Menschen nur ein tausendmal gesehenes Gesicht, eine markante Silhouette; eine Lifestyle-Aussage, wie eben auch Che Guevara oder Albert Einstein (und ich fürchte es gibt inzwischen etliche, die nicht einmal wissen, dass Elvis deutlich mehr weltweite Nr.1 Hits hatte als die beiden anderen zusammen).

Und doch war Elvis Presley weit mehr als "Hound dog", "Love me tender", "In the Ghetto" oder "Suspicious minds". Die gut 50 Alben, die er zwischen 1956 und 1977 veröffentlichte, lassen sich grob in drei Karriere-Phasen einteilen: Da sind die frühen, klar definierten Rock'n'Roll-Alben bis etwa 1960/61. Und zum andern, die finalen Jahre ab 1968, stilistisch sehr anders, mit großen Band-Besetzungen, in der aufwendige Pop/Rock/Balladen-Alben entstanden und in denen er die größte Bühnenpräsenz hatte. Welche dieser beiden Perioden in Presleys Schaffen die bessere war, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, bedeutend und prägend waren beide. Dazwischen aber, da dürfte gemeinhin Einigkeit herrschen, lag gewiss die schwächste Phase in Presleys Lebenswerk. Die sogenannte "Film-Phase", in der er gar keine Konzerte gab und Filme wie am Fließband drehte. Und zu den Filmen ebenso die Soundtrack-Alben aufnahm.

An sich eine völlig normale Arbeitsweise in der Popmusik der 60er Jahre; auch die Beatles drehten Filme und erledigten die Musik dazu natürlich selbst ("Help!" und "A hard days night" waren beispielsweise Alben, die vollständig in Filmen gleichen Titels zu hören waren), nur stand da die Musik im Mittelpunkt und die Songs wurden nicht um ein Drehbuch herum geschrieben! Cliff Richard arbeitete auch unter Zuhilfenahme des Vehikels Film, doch auch er nicht annähernd so ausufernd wie Elvis Presley.
Etwa 30 Filme drehte Elvis von 1957 bis 1968 und lieferte dazu 17 komplette Soundtrack-Alben ab (zwischen 1962 und 1969 veröffentlichte er, abgesehen von einem Gospel-Album, überhaupt kein "normales" Studio-Album, was nicht der Appendix irgendeines Films war); zu einigen wurden auch nur EP's herausgebracht (sogenannte Mini-Alben mit meist 6 Titeln), die in die hier veröffentlichte Box teils zu einer CD zusammengefasst, teils mit Bonusstücken zum vollwertigen Alben aufgepumpt ebenfalls mit integriert wurden; zuletzt gab es zu den Filmen aufgrund des kaum mehr wahrnehmbaren Erfolges (Kinobesucher wie Plattenverkäufe) dann meist gar kein Album mehr.

Die Filme waren weitgehend leichte Kost und die Alben, bis auf ein paar Ausnahmen, ebenfalls meist reichlich unnötig. Ging man anfangs noch recht ambitioniert zu werke, verkam auch die musikalische Ausstaffierung mehr und mehr zum routinierten Herstellen von Meterware. Allzu oft kippten die Songs ins schlagerhafte und waren belangloser Füllstoff, Klangtapete für naive, bunte Leinwand-Bilder. Doch eben nicht alle! Auf jedem dieser Alben, findet man (mal ein paar mehr, oft sicher nur wenige) echte Songperlen.
Diese 20 Alben zum Einzelpreis von 7-8 oder mehr Euro zu kaufen, setzte leidenschaftliches Fantum und prinzipielle Begeisterungsfähigkeit, vielleicht auch Schmerzunempfindlichkeit, für einfach alles voraus, was irgendwie mit Elvis zu tun hat. Ansonsten wäre davon abzuraten und deutlich auf die Jahre davor und danach zu verweisen. Zumal etwa die Hälfte der hier komplett versammelten 20 Film-Alben seit Jahren vergriffen und kaum unter 25 Euro pro CD zu bekommen waren.

Vor allem darum, trotz der Gebrechlichkeit in der künstlerischen Substanz der meisten Alben in dieser Box, überzeugte Höchstwertung. Denn beim Stückpreis von nur etwa 1,60 pro Album (zum Zeitpunkt des Verfassens der Rezension kostetet die Box 31,99) lohnt die Entdeckung allemal! Weil eben doch einige, oft auch völlig untypische Songs auf jeder dieser Scheiben zu finden sind, die einem nicht entgehen sollten - Grundsätzliche Begeisterung für die Musik Elvis Presleys natürlich vorausgesetzt.

Trotz des äußerst geringen Preises, ist die Gestaltung der Box wertig und liebevoll. Die Alben stecken in stabilen Card-Sleeves im originalen LP-Design und werden ergänzt durch ein etwa 40seitiges Booklet mit allen relevanten Informationen zu jedem der Alben; alles zusammen in einem festen Karton mit abnehmbaren Deckel - gestalterisch und haptisch also identisch mit der im August 2012 veröffentlichten Box "20 Original Albums", die eine lose Auswahl von 20 regulären Studio- und Live-Alben beinhaltete. Konzeptionell mach diese neue "The Perfect Elvis Presley Soundtrack Collection" deutlich mehr Sinn, weil sie alle Alben eines Themas vereint. Die zwei noch nach dieser hier abgebildeten Periode erschienenen und in vielen Diskografien als Soundtrack deklarierten Alben, waren zum einen ein Live-Album zum TV-Special ("Elvis: NBC-Special", 1968), womit Presley ein sagenhaftes Comeback einleutete; und ein im Grunde reguläres Studio-Album ("That's the way it is", 1970) zu dem zeitgleich ein ebenso benannter Doku-Film erschien, in dem das Album natürlich eine zentrale Rolle spielt. Soundtracks zu Kinofilmen, wie alle hier in der Box, waren sie nicht und fehlen also zurecht.
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