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Kundenrezension

am 8. September 2006
Wer nach der langen Pause von Bob Dylan ein hochpolitisches Album erwartet hat, wird hier sicher enttäuscht. Aber warum sollte man Leute wie Dylan unbedingt in eine Schublade stecken? Uns erwartet eine Platte, die zwar nicht unpolitisch ist, sich aber tendentiell mehr mit Frauen als mit Gesellschaftskritik beschäftigt. Trotzdem ist "Modern Times" ein außergewöhnlich gutes Album, eines von der Sorte, wie man es heutzutage nur noch selten zu hören bekommt.

Musikalisch ist das neue Werk mit dem Titel "Modern Times" wohl eher ein Kontrapunkt zur zeitgenössischen Popkultur. Dylan schrieb nach eigenen Angaben alle Songs selbst (bei Rollin' And Tumblin' sind sicher Zweifel angebracht); produzierte unter dem Pseudonym Jack Frost und spielte Piano und Gitarre selbst, von der typischen Dylan-Harmonika ist jedoch nicht mehr viel zu hören. Mit dieser Machart sticht die Platte aus den meisten anderen Scheiben, die man heute zu hören bekommt, sicher positiv heraus.

Stylistisch macht Dylan an die "Modern Times" auch nicht viele Zugeständnisse, es handelt sich um einen Mix aus Country, Folk, Blues, Alternative Country/Americana und ab und zu einer Priese Western Swing. Was Dylan aus seiner kaputten Stimme herausholt und wie er mit ihr gestaltet, ist bemerkenswert.

Manche Songs erinnern an Cashs American Recordings Series ("Thunder On The Mountain", "When The Deal Goes Down" und "The Levee's Gonna Break"), auch wenn sie sicher nicht so spartanisch arrangiert sind wie es Rick Rubin getan hätte; die Gitarre erinnert ab und zu an Willie Nelson ("Spirit On The Water") und andere Songs klingen völlig unverkennbar nach Dylan ("Workingman's Blues #2", "Nettie Moore" und die tolle Ballade "Ain't Talkin'"). Es gibt bluesige ("Rollin' And Tumblin'", "Someday Baby" und ein wenig "The Levee's Gonna Break"), melancholisch-erzählerische Songs ("Workingman's Blues #2", "Nettie Moore" und "Ain't Talkin") sowie soft-jazzigen, z.T. fröhlichen Western Swing ("Spirit On The Water", "When The Deal Goes Down" und "Beyond The Horizon").

Insgesamt ein sehr solides Album, dass trotz seiner nur 10 Songs eine gute Stunde füllt, da die Lieder oft lang, aber nicht langweilig sind, und den Kauf durchaus lohnen.
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