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Kundenrezension

am 23. April 2013
...und das aus vielerlei Gründen.

Zunächst, vor allem nach der Veröffentlichung des Films "Schiffbruch mit Tiger", das Wichtigste vorneweg:
Wer dieses erste Buch von Yann Martel geliebt hat aufgrund der vielen liebevollen Allegorien und phantastischen Gedanken, der sei vorsichtig mit diesem Buch. Er wird nicht das gleiche wiederfinden, er wird vielmehr verstört sein ob der teilweisen Brutalität, der Verwirrtheit, der auch gedanklichen Härte, die sich bis in die Gedankenspiele am Schluss zieht. Es ist kein Buch, das den Leser liebevoll lächelnd zurückläßt.

Die Sprache ist und bleibt genial. Yann Martel hat die Gabe, in wundervollen Gleichnissen zu schreiben, die manchmal zunächst verwirrend sind, doch dann wunderbar klar sich auflösen. In diesem Buch hat er es jedoch, für meinen Geschmack, manchmal übertrieben - er verlässt den Grat, in dem wundervolle Kunst zu Kunst der Kunst willen wird. Das ist schade und ist man von ihm so nicht gewohnt, es macht das Buch teilweise sehr mühsam. Und es wirkt teilweise sogar unpassend ob der andererseits gewählten Härte, mit der der Leser mit der Brutalität dieses Ereignisses konfrontiert wird.

Die Allegorie des Tierpräparators, bezogen auf den Holocaust, ist ergreifend und von unwahrscheinlicher Genialität. Vor allem noch dazu, da sie mehrere Wendungen erfährt. Teilweise glaubt man, den Sinn schon erfasst zu haben - und es kommt doch eine Kleinigkeit, die alles in anderem Licht erscheinen läßt.
Dies muss einem erst einmal einfallen und es so konsequent zu Ende zu denken, ist viel Respekt wert.

Doch es wird am Ende zuviel. Es wird zu hart. Es wird zu brutal. Man mag sagen, daß Bücher über dieses Thema nicht "sanft" zu schreiben sind und vielleicht sogar verstören MÜSSEN, um ihm gerecht zu werden. Dann ist das gelungen - aber es wirft den Leser doch sehr aus der Bahn und wird viele auch abschrecken. Die Botschaft höre ich wohl und ja, sie ist wichtig - ob man den Leser dafür so hart gegen die Wand laufen lassen muss, ist wohl Geschmacksache.

Fazit:
Ein Autor mit genialer Gabe für Gleichnisse, Parabeln und liebevolle Kleinigkeiten - in einem Buch und einem Thema, in dem diese Kunst verstörend wirkt. Definitiv Geschmacksache und für Leser von "Schiffbruch mit Tiger" sicher ein Stolperstein.
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