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Kundenrezension

am 15. Februar 2013
Im Film SHAKESPEARE IN LOVE wurde sinngemäß die Frage gestellt, ob man in einem Theaterstück die wahre Liebe zeigen kann. KÜSS MICH ist zwar ein Film und kein Theaterstück, aber dennoch beantworten Ruth Vega Fernandez (als Mia) und Liv Mjönes (als Frida) diese Frage mit einem mehr als deutlichen Ja!
Ich habe schon sehr viele Filme gesehen, darunter so manchen Liebesfilm, aber in keinem haben die Protagonisten die Liebe, die sie füreinander im Film empfinden, so authentisch gespielt. Ruth Vega Fernandez und Liv Mönjes müssen einen Heidenspaß gehabt haben, ein Liebespaar zu spielen. In nahezu jeder Szene, in der sie zusammen auftreten, knistert es gewaltig.

In den ersten 25 Minuten plätschert der Film noch etwas vor sich hin und man vermutet eher ein Familiendrama, denn eine Liebesgeschichte. Doch wie aus dem Nichts küssen sich Mia und Frida zum ersten Mal. Es symbolisiert, wie urplötzlich die Liebe, die sie angefangen haben für einander zu empfinden, mit aller Macht aus ihnen herausbricht und zu einem unglaublich sinnlichen und intensiven Kuss führt. Doch das ist nur der Anfang eines Feuerwerks der Gefühle, die sie erleben werden. Und als Zuschauer ist man mit einem Male mittendrin. Man sitzt von nun an nur noch gebannt vor dem Bildschirm und taucht ein in diese Gefühlswelt und empfindet in jeder Situation mit ihnen.
Doch nicht nur die beiden Protagonistinnen glänzen in ihren Rollen. Überhaupt ist jede Rolle nicht nur mit dem passenden Schauspieler besetzt, jeder spielt seinen Part traumhaft gut. Selten habe ich so gute Schauspielerleistungen wie in diesem Film gesehen! Hinzu kommt eine hervorragende Kameraarbeit und über weite Strecken eine gute Regie. Auch gibt es genügend Humor und Situationskomik. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen runden das weitestgehend positive Gesamtbild ab.

Zu jedem Film gehört auch eine Geschichte. Das mag bei Liebesfilmen vielleicht nicht ganz so wichtig sein, da hier ja "nur" die Frage beantwortet werden muss: Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Für KÜSS MICH hat sich die Drehbuchautorin und Regisseurin Alexandra-Therese Keining allerdings eine interessante Konstellation ausgedacht.
Mia (Mitte 30, Architektin) und Frida (Anfang 30, Musiklehrerin) lernen sich auf der Geburtstagsfeier von Mia's Vater Lasse kennen. Anfänglich scheint Mia nicht viel Sympathie für Frida zu empfinden, zumal sie vermutet, dass Frida ein Verhältnis mit ihrem Bruder Oskar hat, was ihr nicht gefällt. So nimmt sie auch nur widerwillig an einem mehrtägigen Ausflug mit Frida und deren Mutter Elisabeth auf eine Insel teil, wo sie im Haus von Frida's Mutter wohnen. Doch mit der Zeit klären sich die Missverständnisse auf. Bei einem gemeinsamen Spaziergang überkommt Mia plötzlich das Bedürfnis Frida zu küssen. Frida erwidert diesen sehr innigen Kuss, den Mia plötzlich abbricht und alleine zum Haus zurückkehrt. Denn sie weiß, dass sie etwas getan hat, was sie nicht tun sollte und wollte. Und damit löst sie nicht nur bei sich ein Gefühlschaos aus. Denn so einfach ist es für die beiden Frauen nicht, eine Beziehung miteinander zu beginnen. Beide sind gebunden. Frida lebt seit ein paar Jahren mit Erin zusammen und Mia ist seit sieben Jahren nicht nur mit Tim (ebenfalls Mitte 30, Architekt) liiert, sie sind frisch verlobt und werden in 3 Monaten heiraten. Zudem haben sie sich auch eine gemeinsame berufliche Zukunft aufgebaut. Doch damit noch nicht genug sind Mia's Vater und Frida's Mutter ein Paar und die Geburtstagsfeier war zugleich auch deren Verlobungsfeier.

Also genug Zutaten für ein interessantes Liebesdrama. Doch dieses Potenzial ruft der Film nur teilweise ab. Schnell wird deutlich, dass die Drehbuchautorin sehr viel Wert auf Harmonie legt. Sicherlich gibt es den einen oder anderen Konflikt, doch kaum ist einer entstanden, ist er auch wieder beendet. Dieses Harmoniebedürfnis wird besonders an der Person von Mia deutlich. Zum einen muss sie sich zu keinem Zeitpunkt Frida ausführlich erklären, warum sie sich schwer tut, mit ihr eine Beziehung zu beginnen, zum anderen warum sie sich für wen am Ende entschieden hat. Hier geht Frau Keining leider einen zu einfachen Weg. Sicherlich mag das insoweit nachvollziehbar sein, dass der Zuschauer ungestört die Gefühlswelt genießen kann, doch bleibt dadurch die wichtigste Antwort des Films leider aus. Denn gerade Mia's Situation ist brenzlig. Entscheidet sie sich gegen Tim, muss sie sich eine neue berufliche Existenz aufbauen und hinterlässt gleichzeitig einen Scherbenhaufen, nicht nur wegen des zu brechenden Heiratsversprechens.

Fast bis zum Ende sind die einzelnen Szenen gut aufeinander aufgebaut. Mit der Zeit lernt man dadurch immer etwas mehr über die einzelnen Charaktere kennen, die keinesfalls oberflächlich dargestellt werden, auch wenn man sich manches Mal längere Dialoge gewünscht hätte. Vor allem bei Mia und Frida wechseln die Gesprächsthemen etwas zu schnell.

Mit dem Finale geht die Nachvollziehbarkeit einzelner Szenen leider verloren. So ist Mia's Vater, eben noch zu Hause in der Nähe von Malmö, plötzlich in Stockholm, wo Mia und Tim wohnen, und wartet in einem Hausflur auf seine Tochter. Am nächsten Morgen ist Mia in Malmö, weil sie eine Information benötigt. Diese bekommt sie dort nicht, so fährt sie zum Anwesen des Vaters, wo sie die Information erhält. Hier fragt man sich unweigerlich, wo hat Mia die zurückliegende Nacht verbracht? Sicherlich im Hause des Vaters, weil am sinnvollsten. Nur warum fragt sie dort nicht direkt, um die Information zu erhalten? So fährt sie erst nach Malmö, dann wieder zurück, um danach wieder nach Malmö zu fahren. Noch mehr fragt man sich aber als Zuschauer, warum Mia im Mobilfunkzeitalter nicht einfach das Handy benutzt.
Und am Ende findet Mia sogar die Stecknadel im Heuhaufen.
Dadurch wirkt diese Phase irgendwie konstruiert und künstlich dramatisiert, was der Film überhaupt nicht nötig hat. Schade, dass kein besseres Ende gefunden wurde.

Doch bei aller Kritik am Finale des Films, so muss ich dann auch wiederum die letzte Szene sehr positiv hervorheben. Im Gegensatz zu den allermeisten Liebesfilmen ist diese kein bisschen kitschig. Im Gegenteil, Regie, Kamera und die beteiligten Schauspieler zeigen noch einmal ihr ganzes Können!

Fazit: Auch wenn man kein Freund von Liebesfilmen ist, sollte man sich diesen Film wegen der überragenden Schauspielerleistungen nicht entgehen lassen. Denn genau deshalb ist KÜSS MICH ein absolutes MUSS!
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