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Kundenrezension

am 19. April 2006
Wissenschaftler haben die Aufgabe, wissenschaftliche Erkenntnisse aus ihrer Arbeit in populärer Form in die Gesellschaft weiterzugeben (in der Wissenschaftstheorie nennt man das Dissemination oder Diffussion). Dies ist eine verantwortliche Aufgabe. Es sind dabei auf jeden Fall wissenschaftliche Standards einzuhalten, um sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit nicht fehlinformiert oder manipuliert wird (wegen der Arbeitsteilung können sich die Nichtwissenschaftler ja nicht selbst aus den Originalquellen informieren).

Was Prof. Engdahl hier betreibt, ist eindeutig Verschwörungstheorie und Desinformation mit dem Ziel, die Leser einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Um dies zu erkennen, genügt ein Blick auf die Methode seiner Darlegungen. Drei Beispiele, die das Buch als unwissenschaftlich erweisen:

1. Das Post-hoc-ergo-propter-Prinzip: Engdahl stellt historische Ereignisse in der Zeitachse dar und suggeriert -oft mit mit dunklen Andeutungen-, dass das spätere Ereignis (post hoc) wegen des zeitlich vorhergehenden (propter hoc) eingetreten sei. Das ist aber Unfug, weil zu einem Ursache-Wirkungs-Zusammenhang viel mehr gehört als nur das zeitliche Vorher-Nachher.

2. Vermischung von Hörensagen und Tatsachenbehauptung: Es wird irgendein Journalist (z.B. Seymour Hersh) zitiert, der irgendwo etwas behauptet hat, ohne dass diese Behauptung kritisch hinterfragt würde (kann das zutreffen, welche Interessen verfolgt der Autor usw.). Ein Absatz später verkauft Engdahl diese journalistische Meinung als Tatsache, die felsenfest im Meer der bösartigen Mächte steht.

3. Keine Widerlegung des "Verdachts": Da bei Engdahl alles geheim und ferngesteuert ("Clique") abläuft, ist eine Beweisführung mitunter schwierig. Aber er konstruiert dann zumindest einen "Verdacht", der aus seiner Sicht "bis heute nicht ausgeräumt" ist. Ich bin immer davon ausgegangen, dass ein Verdacht bewiesen werden muss, und nicht, dass ein Verdacht widerlegt werden muss. Wenn Leute wie Engdahl an die Macht kommen sollten, werden wir die Verdächte wieder ausräumen müssen (wie bei den Hexenprozessen). Dann: Gute Nacht!

Summa summarum: Engdahls Buch verfolgt nicht das Ziel der Aufklärung. Um Öl, Rohstoffe und Märkte sind schon immer Kriege geführt worden - traurig aber wahr und vor allem bekannt. Die USA sind nicht auf dem Weg zur alleinigen Supermacht - seit 1990 sind sie dort angekommen. Der Energiehunger der Industriestaaten wird durch jeden Leser dieses Buches mit angefacht - Konsequenz: weg vom Öl, aber schnell!
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