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Kundenrezension

46 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 16. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Tränen der Sonne [Director's Cut] (DVD)
Das Böse triumphiert dort, wo gute Menschen nichts unternehmen. Dieses Zitat Edmund Burkes ist sicherlich zitierenswert. Doch wie es sich mit klugen Thesen zu verhalten pflegt, wirft deren Erkenntnisgewinn meist neue Fragen auf. Im Falle obigen Zitates könnte eine bemerkenswert simpel sein: Wer kann wissen, ob er zu den Guten zählt oder der Böse ist ? Was, wenn das Böse denkt, gut zu sein ? Oder Das Gute, indem es triumphiert, böse wird ?
Philosophische Tiefenschärfe weist der Film „die tränen der sonne“ gewiss nicht auf, nimmt das aber auch nicht für sich in Anspruch. Der Plot ist klar: Eine militärische Elitetruppe hat den Auftrag, eine ihrer Staatsbürgerinnen aus einem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land zu evakuieren. Die Hauptfigur, dargestellt von Bruce Willis, erfüllt diesen Auftrag zunächst mit emotionsloser militärischer Effizienz, gerät aber angesichts der Gräuel in einen ethischen Konflikt und entscheidet sich dafür „das Richtige“ zu tun und greift ein – Im Wissen, sein Leben und das seiner Männer im Widerspruch zu seinen Befehlen für Hilflose aufs Spiel zu setzen.
Da der weitgehend gesichtlose Gegner entsetzliche Gräueltaten begeht, lässt das Drehbuch keinen Zweifel an der moralischen Überlegenheit der Truppe und heroisiert sie zunehmend im Verlaufe des Films. Dies mag undifferenziert sein - wer sich hingegen einmal näher mit dem Genozid in Ruanda beschäftigt hat, der weiß, dass die Zeichnung des fiktiven Gegners auf durchaus realen Alltäglichkeiten in Afrikas Krisengebieten beruht. Hier liegt nicht die Schwäche des Films sondern eher seine Stärke. Auf die Hölle, die sich zuweilen in den Bürgerkriegsregionen Afrikas auftut, kann nicht drastisch genug hingewiesen werden. Und sei es durch einen Hollywood- Film.
„Tränen der sonne“ tut dies in der Tat. Die Bildhaftigkeit orientiert sich auffällig an „black hawk down“ was durchaus als gute Entscheidung der Verantwortlichen zu werten ist.
Der unerträgliche Pathos insbesondere gegen Ende des Filmes, nimmt ihm allerdings jede Aussicht darauf, ein bedeutender Film zu sein, geschweige denn eine (erwähnenswerte) Aussage zu haben. Außer vielleicht, man liebäugelt mit folgendem Standpunkt: „wenn alle „guten“ Soldaten eines „guten“ Landes am richtigen Ort auf die „bösen“ Soldaten eines „bösen“ Landes schießen würden, wäre die Welt gerecht und gut.
Wenn die Welt doch nur so einfach wäre. Das zuweilen durchaus naive Selbstverständnis der betreffenden Nation, zu der die im Film agierende Eliteeinheit zugehörig ist, tritt im Film nicht nur in den Vordergrund, gegen Ende glaubt man, einen Propagandafilm gesehen zu haben.
Spätestens dann wendet man sich mit leicht angewidertem Stirnrunzeln ab.
Ein interessantes Thema, eine tolle Kameraführung und die bestechend gute Inszenierung des Grauens machen noch lange keinen guten Film.
3 Sterne für einen zwiespältigen Film, der zumindest sehenswert ist.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.09.2010, 23:53:22 GMT+2
Kai Wendel meint:
In einem Punkt muss ich voll zustimmen, es ist wichtig, dass man heutzutage auf die Probleme in Afrika hingewiesen wird. Dummerweise reden wir von allen möglichen Dingen, nur nicht über die Greul, die auf dem schwarzen Kontinent geschehen (auch 2010 nicht, habe mir den Film nach langer Zeit mal wieder angeschaut). Die Ambitioniertheit der Filmemacher in allen Ehren, aber mit ihrem "Werk" schaffen sie es nicht, unser Augenmerk in die richtige Richtung zu lenken, denn rein nüchtern betrachtet ist "Tränen der Sonne" schlussendlich nichts weiter als ein lieblos gemachter Hollywood-Actionstreifen (nach dem zweiten Mal auf jeden Fall), den man schnell wieder vergisst. Aber Antoine Fuqua hat mich persönlich lediglich in "The Replacement Killers" überzeugen können, alle anderen seiner Filme, die ich gesehen habe, waren alle eher Durchschnitt. Wo liegen denn die Problme.
1. die gesamte Story ist spätestens nach der Hubschrauberszene, wo die Flüchtlinge hoffnungslos zurück bleiben, sowas von fürchterlich unlogisch und pathetisch überzogen, dass man nur den Kopf schütteln muss (was der Rezensent ja schon richtig festgestellt hat).
2. erstaunlicherweise funktionieren die Bösewichter wie auch in diesem Movie immer gleich, sie sind dumbe Befehlsempfänger, die nicht schiessen können, sie treten zahlenmässig überlegen in Horden auf (kennt man ja von Rambo und Braddok), sind strategisch aber sowas von blöd, dass eine Handvoll Seals ganze Kriege entscheiden kann. Und aus der Luft greifen immer nur die Amerikaner an. Womit wir beim Navy-Werbefilmchen wären, nur funktioniert das mit der Willis-Truppe auch nicht zu 100%. Die Burschen sind nicht wirklich cool, lassen sich keine echten Rambo-Mätzchen wie schlimme Pfeilfallen und ähnliche geniale Sachen einfallen, tragen die falschen Uhren (keine Luminox) und reden nicht mal wie Seals oder Marines (kein einziges "Semper Fi" und keine Dienstgrade, z.B. Gunny, mal abgesehen vom Lieutenant). Ein ganz klein wenig Recherche hätte da wohl Not getan.
3. die Hauptdarsteller überzeugen nicht wirklich, Belucci nervt, Bruce ist routiniert wie McLane. Und auf Seite der Afrikaner fehlt eine charismatische Person wie Djimon Hounsou in "Blood Diamond".
4. war unser Regisseur kein echter Perfektionist. Monica Belucci sieht immer top geschminkt und fast wie aus dem Ei gepellt aus - hallo Leute, sie ist auf der Flucht durch den Dschungel! Bruce Willis leidet unter unchronologischem Haarwuchs am Kopf und ist in der einen Szene frisch geduscht, in der nächsten in Tarnfarben. Wenigstens die Narbe am Kopf wandert nicht nennenswert.
Fazit des Ganze: drei Sterne sind wirklich geschmeichelt.
Zum Schluss doch noch was Positives: Die Landschaftaufnahmen sind teilweise grandios.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2010, 10:52:44 GMT+2
BlackBull33 meint:
Kleinigkeiten!
Es ist immer einfach an Dingen einzelne Sachen zu finden, die fehlen, anstatt zu bewerten, was vorhanden ist.
Die USA wird hier nicht ins positive Licht gerückt, entscheidet die Truppe ja auf eigene Faust und handelt mit Befehlsverweigerung, was sie erst zu den moralischen Helden macht. Desweiteren redet hier jemand von unlogischen Handlungsverläufen und kritisiert, dass sie keine Fallen wie Rambo aufstellen ... entscheiden wir uns bitte mal , was für einen Film wir hier uns zurechtlegen wollen? Zur Hälfte sagst du, der Film wäre nicht authentisch udn schlecht recherchiert, auf der anderen Seite fehlen jedoch Coolness und "Rambo-Mätzchen" (?).
Jetzt komm noch die dumpfen Bösewichte ins Spiel, die nichts können und auch kein Gefühl für Kriegsführung zeigen. Warum ist das so? Hmm vielleicht weils der Realität entspricht?! Schonmal nachgeguckt, was das US Militär jährlich an Geldern verbraucht? Es wäre ja eine Schande, wenn die Soldaten dann nich wenigstens in der Lage wären ein paar Dschungelkämpfer auszuschalten, die nebenbei bemerkt mit alten, ungepflegten Billigwaffen kämpfen und bestimmt von ihren Clanführern keine Theoriestunde zum Thema "Wie-töte-ich-Amis" erhalten haben.
Die Massen an Soldaten entspricht der Logik bei Kampfszenen wie in Rush Hour oder diversen Jet Li/Jackie Chan FIlmen: Dort wird der Protagonist meist von 20 Leuten umzingelt, die aber nur zu 2. oder 3. auf ein mal angreifen und nicht als geschlossene Masse. Warum ist das so? Weil ein FIlm unterhalten soll und keiner will sehn wie Jet Li 2 Stunden auf denselben Typen einprügelt. Es ist dabei von Nöten eine nicht alltägliche Situation zu erschaffen, die der Held meistern muss. Wenn sie alltäglich wär bzw. in dem Fall einer gewöhnlichen Schlägerei gleichen würde, wäre er kein Held und die Funktion eines Protagonisten geht nicht mehr auf. Man muss als Filmheld halt mehr bewältigen als jeder andere. Deshalb ist der Feidn meist zahlenmäßig überlegen. (greift aber nicht geschlossen an, da eine Bewältigung dessen physisch nicht möglich wäre!)
Kritik am Film: ja
Wie oben angeführt: nein
Fazit: versucht nicht jeden einzelnen Scheiß rauszuziehn, konzentriert euch auf schauspielerisches Talent, Aufmachung und Drehbuch!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2010, 12:46:58 GMT+2
Kai Wendel meint:
Also: das Drehbuch ist einfach schwach auf der Brust.
1. Das US-Militär wird ausnahmsweise mal ins gute, moralisch Licht gerückt, auch wenn am Anfang alles ziemlich böse aussieht, denn
2. Die Sondereinheit entdeckt erst ziemlich spät ihr Herz, verweigert den Befehl und rettet die Flüchtlinge doch noch. Zum Schluss haut man vom Flugzeugträger aus die Abtrünnigen Seals mit massiver Feuerkraft dann doch raus und es wird von denen, die übrig bleiben, keiner standrechtlich wegen der Befehlsverweigerung erschossen, sondern alles ist gut. Hoch leben die Helden und der neue König. Schlussendlich lautet die Message: Die US-Boys sind vielleicht manchmal zu gehorsam, aber am Ende besinnen sie sich auf ihre Humanität und bleiben die Retter der Welt.
3. Die Elitetruppe um Bruce gehört zu den Navy Seals, der angeblich besten Spezialeinheit der Welt. Dafür haben die Burschen aber wenig Tricks drauf und rennen teilweise planlos wie Schiessbudenfiguren durch die Landschaft.
Also mal ehrlich: Die USA verbraten zwar Milliarden für ihre Kriegsmaschinerie (richtig festgestellt), bekommen aber Krisenherde wie Afganisthan oder Irak nicht in den Griff, wo sie es nicht mal mit regulären Militärs zu tun haben, sondern mit Taliban, Terroristen etc. Wo wir zu
4. kommen. Die bösen Putschisten und Völkermörder (ein paar schlaffe Dschungelkämpfer mit ungepflegten, billigen alten Waffen, wahrscheinlich Vorderlader und keine AK-47 mit massiver Feuerkraft, harrgh, harrgh) gehören natürlich nicht den regulären Regierungstruppen an, die natürlich auch niemals eine militärische Ausbildung genossen haben. Klar, mit solchen Statisten wird man locker aus der Hüfte schiessend fertig. Absolut glaubwürdig. Das Filme übertreiben ist schon klar, aber wenn man eine Botschaft rüberbringen will, sollte alles etwas glaubwürdiger sein.
Das schauspielerische Talent der Protagonisten hält sich Grenzen. Bruce Willis ist nicht wirklich gefordert, Monica Belucci ist eine Nervensäge, die nix begreift. Alle anderen sind farblos, der verlorene Königssohn erreicht in keinem Moment die Klasse von Djimon Hounsou in "Blood Diamond", der da scheinbar die gesamte Last Afrikas auf seinen Schultern trägt.
Ok, die Aufmachung des Film ist ok, man hat halbwegs passablen Aufwand betrieben, dass es optisch nicht langweilig wird. Aber der wiegt die maue Story und die billige Propaganda nicht auf, dass man von einem gelungenen Film reden kann.

Veröffentlicht am 11.03.2014, 20:38:41 GMT+1
Z-W-E-I meint:
Nun ja.... im Gegensatz zu vielen (fast allen) amerikanischen Filmen sieht man die US-Flagge nur einmal am Ende des Filmes (ich glaube sogar nur als Spiegelbild). An und für sich eine passende Rezension. Außer die Anspielung auf einen "Propagandafilm" kann ich nicht unterschreiben. Für mich äußert sich hier unterschwelliger Antiamerikanismus. Ohne Norbi etwas unterstellen zu wollen.

Danke für die gute Rezi.

Veröffentlicht am 10.05.2014, 13:11:04 GMT+2
Dennis Pollok meint:
Kai Wendel@
Standrechtlich erschossen wegen Befehlsverweigerung? Wir leben im 21. Jahrhundert und nicht in den 40ern. Nicht dass es heutzutage keine “standrechtlichen“ Erschießungen wegen Befehlsverweigerung mehr gibt. In demokratischen Ländern gibt's das ME aber nicht mehr.
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