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Kundenrezension

am 14. Dezember 2011
Nach 3 Jahren erschien ende Oktober endlich das neue ASP Album "fremd". Das ist nun schon ein wenig her, ich kann das Album also - theoretisch - ein wenig abseits der anfänglichen Euphorie betrachten. Die ganze Wahrheit ist aber: Ich bin noch immer begeistert, zumal das Album wie ein Wein reift.

Die optische Aufmachung ist dabei sdchon das erste Schmankerl. Die Limited Edition präsentiert sich im edlen Buchformat, die normale Version als genauso edles Digibook, von außen schön gestaltet mit einer fühlbaren Schmetterlingsflügelstruktur, die man bereits von der Wechselbalg-Single kennt. Das Cover trifft ansonsten sehr meinen Geschmack, es ist sehr schlicht gestaltet, der Schmetterling ist dennoch ein Hingucker. Im Booklet gibt es sehr viel zu entdecken. Neben den Texten und sehr gelungenen Fotografien befinden sich dort einige Details, die man erst im rechten Licht richtig betrachten kann. Ich wünsche da viel spaß beim suchen ;)

Zu den Songs:
1. A Prayer for Sanctuary
... stellt so etwas wie das Intro des Albums da. Beginnend mit schaurigen Pianoklängen steigert sich das Lied immer weiter, bis es zum Schluss in einer Gitarrenwand seinen Höhepunkt findet. Asps Stimme wirkt dabei wie ein okkulter Chor, was unheimlich viel Eindruck macht.

2. Wechselbalg
... kennt man ja nun schon von der Single und stimmt auf die Thematik des Albums ein. Ich werde da nicht mehr viel zu sagen, der Song ist sehr gut, allerdings empfinde ich ihn irgendwie als den schwächsten Song des Albums ein, was jetzt schon viel über den Rest des Albums sagt.

3. Eisige Wirklichkeit
Dies ist einer der Songs, der wie ein Wein reifen. Beim ersten hören gefiel er mir noch nicht so, aber mit jedem Hören gefällt er besser. Das Synthie-Intro hat irgendwie unheimlichen Stil, mit Einsatz der Gitarren haben die Synthies gar etwas piratiges. Die Strophen haben etwas sehr rhytmisches, der Refrain wirkt kraftvoll. Allerdings muss ich sagen, dass der Text der ersten strophe irgendwie gezwungen wirkt, die zweite ist da wesentlich stärker, u8nd auch der Refrain. wirklich interessant ist dabei Asps Art zu Reimen, die nicht nur bei diesem, auch bei anderen songs auffällig und sehr geschickt ist.

4. The Mysterious Vanishing of the Foremar Family (A real gothic Tale)
Wohl einer der längsten Songtitel überhaupt* und eins der Stimmungsvollsten Intros der Musikgeschichte. Zu düsteren Gitarrenklängen stimmt Asp im Sprechgesang auf die Geschichte des mysteriösen Verschwindens einer Familie ein. Diese wird in dem Song erzählt, dabei entsteht ein starker Kontrast, da die Strophen wirklich sehr stimmungsbvoll und düster sind, wohingegen der Refrain sehr poppig wirkt. Das kann gefallen, es gelingt ASP auch wirklich, aber ich schätze, das wird nicht jedem gefallen.

5. Rücken an Rücken
... beginnt mit einem gesprochenen Intro, bei der ersten Zeile denkt man noch irgendwie an Rammstein ("Liebende Kinder, gebt fein acht..."), aber in den folgenden lässt man das hinter sich. Der Song prangert die Beziehungsfeindliche Welt an, in der man es schwer hat, zueinander zu stehen. Die Grundthematik erinnert dabei leicht an Biotopia. Die gesamte Metaphorik ist dabei jedoch eine andere, es wird deutlich gemacht, dass, trotz der ferne, eine Art Verbindung besteht, und die Sehnsucht, alle Widrigkeiten hinbter sich zu lassen und sich einfach nahe zu sein.
Bei diesem Lied fragt man sich aber unmittelbar, inwieweit die Trennung von Gitarrist, Produzent und Freund Matthias Ambre da mithineinspielte. ("Und, solang man kann, vergeben und dann gehen, aus freien Stücken")

6. Angstkathedrale
Vergesst alles dagewesene. Dieser Song ist unglaublich beeindruckend. Man ist ja in diesem Sinne viel von ASp gewohnt, aber "Angstkathedrale" schlägt sogar "Die Ruhe vor dem Sturm".
ASP zeigen hierbei das gesamte können. Asps selbst zeigt hierbei sein gesamtes gesangliches Können, beginnend mit dem unheimlich (dies ist zu betonen) schweren Gesang in der ersten hälte, über die schwungvollen Parts, den mehrstimmigen Chorpart bis hin zum recht hohen, stimmungsvollen Schluss. Der Text selbst hat Ecken und Nischen wie eine große Kathedrale, die Zeilen brennen sich ins Bewusstsein ein, die Metaphorik überzeugt. Dies schlägt sich auch im Songaufbau nieder, hier passt alles zusammen. Insgesamt fühlt sich der Song wie Flucht und Gefangenschaft gleichermaßen an, er ist wie eine Flut, mitreissend, überwältigend. In sich selbst ein Meisterwerk, meiner Meinung nach eines der grandiosesten Musikstücke aller Zeiten. Allein dafür hätte das Album 6 Sterne verdient. Allerdings muss man zugeben, dass man die erste Hälfte auch erstmal überleben muss, aber es lohnt sich, den nur so entfaltet sich die ganze Wirkung.

7. Schön, schön, schön
...erinnert vom Text her irgendwie an "Teach me war", ist aber anders eingefärbt, eher kritisierend. Der Klang ist irgendwie für ASP ein wenig ungewöhnlich, das pendelt sich aber ein. Seinen Höhepunkt findet der Song in der dritten Strophe, man muss ihn aber auch erstmal verstehen. Dafür muss man, so denke ich, allerdings erst bestimmte Erfahrungen machen, die wünsch ich aber niemanden. Niemand ist gerne ein Spielzeug.

8. FremdkörPerson, erstens
Sehen wir von dem ungewöhnlichen Titel mal ab. Das Intro kling Folkig-Melancholisch, wer hier aber eine ballade vermutet, liegt falsch. Hier wartet einer der Energiegelandensten Songs von ASP überhaupt, "FremdkörPerson" steckt sogar "Werben" in die Tasche. Der Text beschreibt das Fremd sein wunderbar und in kluger Metaphorik und ist rundum gelungen. Die Instrumentalisierung des Refrains hat dabei was von einem B-Moviesoundtrack, im positiven Sinne. Oh, und da der Song "erstens" heißt, freue ich mich schon auf "FremdkörPerson, zweitens".

9. Unverwandt
Der neunte und letzte Song des Albums ist die Antithese zu "Angstkathedrale", nicht die Flut, sondern sanfter Regen. Er erweckt den Eindruck eines emotionalen Nachbebens, und beschreibt sich durchaus selbst: "Hör nur, wie es klingt, als hätte man die Einsamkeit vertont" Ein textliches Highlight ist der Song allemal, und musikalisch wird man von melancholischen Gitarren und einer wunderbaren Geigenmelodie (gespielt von Ally) erobert. Große Klasse.

Bonussong: Wouldn't it be good
Ein Coversong, von dem ich zuerst dachte, ich würde ihn nicht kennen., Dies stellte sich als falsch heraus. Ich dachte "Wie? ASP covern einen Song, der so ohne weiteres iom Radio gespielt wird?! Wirklich?!". Das ist allerdings ganz gut so, da man so mal dazu kommt, sich mit so einem Song näher zu befassen. Wenn man das tut, fällt einem auf, das der Text gar nicht mal so ungut ist, und die ASP Fassung überzeugt alle mal.

Summa Summarum ein unheimlich gelungenes Album, wirklich ein Meisterwerk, das mit starken Texten und gefühlvollen wie kräftigen Songs überzeugt. Absolute Kaufempfehlung, ohne Wenn und Aber.

*Aber zugegebener Maßen weit hintr "Ich werde mein Leben lang üben, dich so zu lieben, wie ich dich lieben will, wenn du gehst" von Wir sind Helden...
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