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Kundenrezension

am 1. September 2013
"Five Miles Out" ist vor allem wegen des vorwärtstreibend-optimischen, rock-orientierten und trotzdem herrlich durchkomponierten Werks "Taurus 2" und der thematisch verwandten Single "Five Miles Out" sehr zu empfehlen. Die Deluxe-Version bietet ein tolles Preis-Leistungsverhälnis: einmal das, durch 2 Bonustracks erweiterte und klanglich verfeienerte Originalalbum, dann ein Live-Album zur damaligen Tour und drittens eine DVD mit dem 5.1-Mix, alles vom Meister persönlich fetiggestellt.
Die Studio-CD ist ebenso druckvoll und prägnant wie klar und brillant geraten. Ein Plus im Verhältnis zum Original sind die organischen Übergänge, damals hatte man die Schnittstellen doch sehr deutlich herausgehört. Als Bonus gibt's die "Five-Miles-Out"-Singlerückseite "Waldberg (The Peak)" und eine Demo-Version von "Five Miles Out", bei der Maggie Riley fast alle Stimmen singt. Das Demo zeigt den Diamanten im Rohzustand, der Schliff fehlt noch. Interessant für alle, die glauben, das Genies nie mit Wasser kochen: Hier kann man sehen, wie durch das Umarrangieren, die Verteilung des Gesangs auf mehrere Stimmen und die Wahl der Effekte eine gute Idee zum Meisterwerk umgestaltet werden kann.
Die Live-CD bringt viel Freude: Das Konzert (übrigens aus Köln) beinhaltet zunächst den ersten Teil von "Tubular Bells", an einigen Stellen deutlich-rockorientierter umarrangiert. Beim (zu schnellen) Anfang gibt es noch Probleme, ein wenig schwankt das Tempo hin und her, bis die Band sich eingegroovet hat, aber schnell findet man zusammen und hat Spaß. Leider sind gleich drei der damals beteiligten Musiker inzwischen schon verstorben: Keyboarder Tim Cross, auch bei vorherigen Touren schon eine echte Stütze für Oldfield, Schlagzeuger Morris Pert und der Ausnahme-Perkussionist Pierre Moerlen (Gong). Ausgezeichnet geraten auch die Live-Versionen von "Family Man" und "Guilty" (die Diskonummer wird hier durch eine unglaublich groovende funky guitar deutlich aufgewertet). Höhepunkt aber ist "Taurus 2", die Energie dieses Stückes schreit aber auch geradezu nach einer Live-Performance. Alle Musiker begeben sich volle Kraft hinein, so dass unterm Strich die Studioversion überboten wird. Vor allem Maggie Riley zeigt hier Vielseitigkeit, singt auch mal rau und dreckig. Zum Weinen schön der "Lullaby" in der Mitte des Stückes - das zarte Schlaflied mit der betörenden Melodie wird von ihr knapp über der Hörbarkeitsgrenze gesungen, teilweise geht sie in Sprechgesang über und steigert sich mit dem kraftvollen Schluss in den folgenden Rockteil bravourös hinein.
Zur DVD kann ich nichts sagen, da ich nich über eine 5.1-Anlage verfüge, der Mix soll aber deutlich gitarrenlastig ausgefallen sein und damit den echten Rocker begeistern.
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Produktdetails

4,1 von 5 Sternen
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