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Kundenrezension

am 28. August 2006
So etwas hat es in der Geschichte der Maiden-Studioalben sicherlich noch nicht gegeben: Eine Platte, bei der die einzelnen Lieder zunächst einmal wenig spektakulär sind. Genießt man den Silberling jedoch am Stück, so offenbart sich, dass Iron Maiden hier tatsächlich und ohne wenn und aber das beste Album seit "Seventh Son of a Seventh Son" auf die Reihe bekommen haben. Wie ist das erklärbar? Das Album enthält unheimlich viele Tempowechsel, Stimmungswechsel und ist sehr sehr verspielt. Viele Details, ein seit "Seventh Son..." nicht mehr da gewesenes Level der Progressivität und enige wirklich Maiden- untypische Einsprengselt machen die Platte -im wahrsten Sinne des Wortes- von vorne bis hinten zum Hochgenuss. An sich ist der flotte Opener beispielsweise eine ziemlich typische Uptempo-Geschichte, doch er eröffnet eine Platte voller Überraschungen. "These Colours DonŽt Run" klingt zunächst wie eine graue Maiden- Maus, offenbart sich jedoch im Mittelteil als fantastisch vorgetragene Metal-Spielerei. Weniger ist mehr, denn die Gesamtanzahl solcher Höhepunkte während der 72 Minuten hält sich in Grenzen. Und da ist auch schon der Hauptunterschied zu den beiden Vorgängeralben: "Brave New World" war in der "ersten Reunionwut" geschrieben und ein Volltreffer, "Dance of Death" wollte zu viel auf einmal und wirkte bisweilen arg überfrachtet. Doch "AMOLAD" ist ausgewogen und frisch komponiert. "Brighter Than A Thousand Suns" erweist sich als sperriger Rocker, "The Pilgrim" enthält unübertrieben sowohl Elemente, die an "Rime Of The Ancient Mariner" erinnern (diese unnachahmlichen Ram ta ta tam- Gitarren...), als auch Teile, die durchaus auf "Seventh Son..." hätten vorkommen können. "The Longest Day" erstrahlt mit einem hymnischen, nachdenklichen Chorus. "Out of The Shadows" steht in bester Tradition von "Wasting Love" oder "Tears of the Dragon" aus der Dickinson Solo-Phase. Wer Benjamin Breeg ist, wollen Maiden uns nicht verraten, aber im Song über seine Wiedergeburt dominiert unbarmherzig ein für Maiden völlig untypisches, deutliches Riff. Beim folgenden Song "Lord Of Light" gibt es kiruoserweise zwei gleichwertige Refrains, während die Strophen sich lässigen Durchschnitt gönnen können. "For The Greater Good of God" ist ebenfalls eine schöne, nachdenkliche Sache. Den Vogel schießt "The Legacy" ab, ungelogen eines der allerbesten Stücke der gesamten Maiden-Geschichte, irgendwo knapp hinter "Where Eagles Dare", aber Längen vor "Iron Maiden"- und es enthält tatsächliche Elemente beider Songs. Im letzten Stück der 2006er Platte versteckt gibt es eine Zeitreise zur "Piece Of Mind"!!! Unfassbar, auf welchem Level Maiden mittlerweile agieren. Manchmal vielleicht zu viel Maiden-Flickenteppich willkürlich aneinandergereihter Passagen, aber alles in allem eine Platte, die aufatmen lässt und mit der Maiden den echten Nachfolger ihres 88er Progressive-Schlachtschiffes geliefert haben. Auffallend noch zwei Dinge: Das Drumming, das sich arg unspektakulär im Hintergrund hält und verdammt songdienlich ausfällt, beim zweiten Hinhören allerdings Weltklasse ist. Dickinsons Stimme ist in Höchstform. Die "Triple Axe Attack" ist auch für Nichtkenner endlich mal hör- und spürbar.

"A Matter Of Life And Death" ist ein Album des "zweiten Eindrucks", des mehrmaligen Hörens und des Genießens im Gesamtzusammenhang, der vielen, vielen Details.

Mein höchst subjektives Fazit: Das beste Album seit der legendären Achtzigerphase mit Martin Birch, kein Witz. UP THE IRONS!
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