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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 20. März 2006
Vorweg: ein toller Film mit eindringlicher Präsenz des sich zum Charaktermimen mausernden Joaquin Phoenix und einer überraschend souveränen, natürlich aufspielenden, sympathischen und knuffigen Reese Witherspoon, die ihr niedliches Meg-Ryan-Lookalike Image aus den unsäglichen NATÜRLICH BLOND Streifen auf einen Schlag vergessen macht. Die Oscar-Weihen wurden ihr absolut zu Recht zuteil. Außerdem zu erwähnen der in einer Nebenrolle und als alternder Patriarch beinahe zur Unkenntlichkeit vermake-upte Robert Patrick (zur Erinnerung: Arnolds Widersacher in TERMINATOR 2), der dem verbitterten Vater anrührend Leben einhaucht.
Der Anfang des Films entwickelt sich zwar auf den ersten Eindruck etwas zäh und unschlüssig, auch angesichts diverser Parallelen zur Ray Charles Biographie (beispielsweise genannt sei der Tod des Bruders). Der Knoten platzt allerdings beim Vorspielen Cashs bei Sam Phillips (kleine, aber feine Nebenrolle, Darsteller leider - noch - unbekannt, vermittelt sofort einen kompetenten und musikleidenschaftlichen Eindruck), wo Phoenix sich in minutenlanger Großaufnahme in seinen Song hineinsteigert. Von da ab erhält man Zugang zu seinem kontrolliert verhaltenen Spiel, in dem er permanent zwischen Unsicherheit, unterdrückten Emotionen und Ausbrüchen jugendlicher Verliebtheit schwankt (klingt vielleicht unverständlich, ist auch schwer zu vermitteln). Auf jeden Fall kann man vermuten - sollte die Interpretation Cashs halbwegs stimmig sein -, dass er auf den ersten Blick kein Sympathieträger war und erst eine starke Frau wie June Carter benötigte, um den verletzlichen Menschen hinter der vermeintlich harten, teils machohaften Schale zu enthüllen. Und diese Jahre andauernde liebevolle (und später Liebes-) Beziehung zwischen der mehrfach geschiedenen Mutter June und dem unglücklich verheirateten Johnny - undankbare, aber bravourös von Ginnifer Goodwin gemeisterte Nebenrolle als erste Ehefrau - bringt einen neuen, interessanten und vor allem menschlich nachvollziehbaren Aspekt in dieses Biopic, das sich dadurch aus der Masse vergleichbarer Künstlerbiographien der Vergangenheit abhebt.
Denn als Vielseher ähnlicher Filme und besonders im direkten Vergleich der im Jahresabstand veröffentlichen Streifen RAY und WALK THE LINE kann ich inzwischen ein Handbuch mit den wiederkehrend verwendeten Standards für Musikerbiographien verfassen: Epilog Kindheit (meistens unglücklich), brotlose Anfangsjahre, plötzliche Entdeckung und Durchbruch, Größenwahn, katastrophale Ehe, Drogensucht sowie ferner die technischen Aspekte der oft ähnlich abgefilmten Konzertsequenzen, vorzugsweise mit wirbelnder Kamera um den/die Sänger/Band herum. Wobei die Zahl der Nahaufnahmen in diesem Fall verhältnismäßig hoch ist und dadurch Joaquin Phoenix konzentriertes Spiel nebst unheimlichen stimmlichen Talents bestens zur Geltung kommen. Überhaupt gefällt mir die Neuinterpretation der Songs teilweise besser als das Original, da die Songtexte viel besser verständlich scheinen als Cashs originaler Nuschelgesang. Auch Reese Witherspoons Sangesqualitäten sind ähnlich überraschend wie seinerzeit vielleicht Nicole Kidman in MOULIN ROUGE.
Alles in allem ein mehr als kurzweiliger, stimmiger und am Ende versöhnlicher Streifen über den Man in Black, bei dem es hoffentlich vielen Zuschauern wie mir ergehen könnte: dann nämlich, wenn man Johnny Cash von grundauf neu kennen- und den Hintergrund seiner größtenteils biographischen Songs erstmals verstehen lernt. Schönes Kino.
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