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Kundenrezension

am 2. Dezember 2010
Was Genesis angeht, gehöre ich ja eher zu den Fans der Gabriel-Phase. Und ich wurde auch nie ein wirklicher Phil Collins Fan, weil ich halt Pop weniger mag als Rock. Trotzdem finde ich es lächerlich - wie es manche sogenannte Fans immer noch tun - Phil Collins als den schnulzensingenden Gottseibeiuns darzustellen, der Gabriel aus Genesis rausgemobbt hat und mit dem es bei Genesis nur mehr bergab ging. Dagegen sprechen folgende belegbare Tatsachen: 1) Collins hat auf mehreren Alben von PG mitgewirkt und der stilbildende Schlagzeugsound der Achziger von PG III ist in Wahrheit ein Collins-Sound. 2) Einmal (Stichwort Womad) hat Collins PG den A. gerettet! Sie also immer gegeneinander auszuspielen ist wider die Tatsachen und obsolet. 3) Collins war unter Kennern und Wissern allseits anerkannt ab 1971 der mit Abstand beste Musiker (als Schlagzeuger) unter allen Genesis-Mitgliedern, ein begnadeter Background-Sänger auf den Alben bis Lamb und auch ein ausserhalb von Genesis auf sehr vielen unterschiedlichen "Hochzeiten" gefragter Sessionmusiker. Kein anderes Genesismitglied hat und hatte annähernd eine solche Bandbreite zu bieten. Und schliesslich gab es auch nach dem Abschied von PG noch 3-4 grenzgeniale Genesis-Alben! 4) Genesis haben sich nicht wegen Collins dem Mainstream zugewandt, sondern weil Prog Ende der 70er einfach tödter als tot war. 5) Zurück zu Gabriel und Collins: Es gibt unzählige Parallelen zwischen den Erstlingssolowerken der beiden: Kein roter Faden aber eine riesige Bandbreite an Ideen, nicht jedes Stück ein Volltreffer aber welch sprühende Kreativität!, die Alben sind nicht typisch für den jeweiligen späteren Stil der beiden aber auch viel weniger eindimensional und langweilig als spätere Werke. 6) Und was unterscheidet die beiden Alben? PG I war ein Versprechen für Großtaten, die noch kommen sollten. Face Value war ein unvergleichlicher Geniestreich eines hochtalentierten Musikers, als dieser noch unbeschwert von einem schielenden Seitenblick auf Charts sich von der Seele sang und spielte, was ihm gerade in den Sinn kam. Diese Leistung konnte schon deshalb nie mehr überboten werden, weil es eines der besten Alben aller Zeiten ist.

Nachtrag 2010: Welch ein "Zufall", beide bringen fast gleichzeitig ein Coveralbum heraus - ich liebes das von PG heiß, das von PC schätze ich, jedoch gebe ich gerne zu: Mit welcher unkomplizierten Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit tut PC nichts besonderes und erreicht mit seinem Talent doch ein besonderes Ergebnis. Hingegen merkt man dem Scratch-Projekt von PG den Schweiß, das Kopfweh, banal gesagt die Arbeit ganz deutlich an. Irgendwie war es auch bei den Erstlingswerken vor 30 Jahren schon so. PC küsst die Muse eben im Vorbeigehen!
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Produktdetails

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