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Kundenrezension

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haihappen Uhaha!!!! (Einfach schwimmen-schwimmen-schwimmen), 6. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Findet Nemo (Special Collection) [2 DVDs] (DVD)
Manchmal gehört ja fast Mut dazu, als Erwachsene allen Ernstes einen Disney zu favorisieren. Disney steht doch für jeden halbwegs Intellellen für Kitsch, Bonbonfarben, süßliche Stories, heile-heile-Welt-Animationen und schmalzige Songs... also, geht ja alles gar nicht!
Als Jugendliche traute ich mich nur in einen Disney-Trickfilm, wenn ich meine kleine Schwester als Alibi dabei hatte (die ich dann mit PopCorn bestechen mußte). Und amüsierte mich heimlich in der Dunkelheit des Kinosaales über Aladin und die Schöne und das Biest... und ärgerte mich über Geschichtsverfälschungen wie beim "Dschungelbuch" oder bei Arielle...

Und dann kam NEMO. Das kleine Clownfischchen sah und siegte! Das ist einer der Trickfilme, bei denen für meinen Geschmack alles richtig gemacht wurde! Voller Phantasie, Humor, Einfühlsamkeit, Lebensfreude und Abenteuerlust!

Der kleine Nemo wächst bei seinem alleinerziehenden Papi als Einzelkind auf. Eigentlich hätte er knapp 400 Geschwister und eine liebevolle Mami haben sollen... Aber kurz vor Nemos Schlüpfung kam ein Raubfisch des Wasserweges, und der erschütterte Papa blieb mit dem letzten Fischei allein zurück...
Dieser Vorspann ist eigentlich nichts für zarte Kindergemüter, aber immerhin erklärt er, wieso der Papa nun so paranoid auf Sicherheit bedacht ist und seinen kleinen Nemo am liebsten vor ALLEM total beschützen will. Als Nemo endlich zur Schule darf, gehts mit dem ängstlichen Papa durch: Vor allen anderen Fischkindern stellt er, verrückt vor Sorge, seinen Sohn als unfähigen, schwachen Schwimmer und Nichts-Allein-Könner bloß. Der gedemütigte Nemo schwimmt nun erst recht voller Trotz "in den Abgrund" und auf ein Boot zu. - Da passiert es: ein Taucher fängt den Kleinen ein und nimmt ihn mit auf das Boot.

Der Papa folgt verzweifelt dem Boot. Er trifft auf Dorey, eine blauen Fischin mit Gedächtnisschwund, die ihn nun begleitet. Gemeinsam raufen sie sich zusammen, obwohl Doreys Unbekümmertheit den besorgt-schwermütigen Clownfisch zuweilen fast in den Wahnsinn treibt. -
Nemo hingegen findet sich in einem Aquarium bei einem Zahnarzt wieder. Liebevoll nehmen die Aquarium-Fische den kleinen "Wildfang" bei sich auf. Entsetzt hören sie, daß der Zahnarzt Nemo als Geschenk für seine kleine Nichte Dahla geplant hat. Dieses Schreckensgör ist eine erfahrene Fischmörderin, die schon beim letzten Geburtstag ihr Fischgeschenk im Plastebeutel so lange schüttelte, bis der kleine "Gluckser" mit dem Bauch nach oben schwamm und durch den Porzellan-Express (= Klo) mußte...

Die Aquarium-Gemeinschaft ersinnt einen irrwitzigen Plan zur Rettung Nemos, der nebenbei auch den anderen Fischen die Flucht ins freie Meer ermöglichen soll.

Inzwischen preschen Papa und Dorey gen Sidney (auf einer gefundenen Taucherbrille stand die Adresse der Bootsbesitzer, und Dorey kann lesen...) Sie meistern auf urkomische Art etliche abenteuerliche und abstruse Situationen. So verschlägt es sie z.B. in eine Hai-Selbsthilfegruppe, in der drei Haie ihr unsympathisches Immage ändern wollen, indem sie Vegetarier werden. Den Psycho-Slang haben sie meisterlich drauf, und als Haie finde ich Erkan und Stefan zum Brüllen komisch! (Sonst eher nicht...)

Auch eine giftige Quallensiedlung muß überwunden, Tiefsee-Raubfische ausgeknockt und der australische Express (mit Schildkröten und Strudeln) geschafft werden. Und dann sind da auch noch die gefräßigen Möwen und Pelikane...

Die Geschichte von Nemo und dem alle Meere durchsuchenden Papi geht wie ein Lauffeuer durch die Wasserwelt, und bald erfährt auch ein Pelikan davon, der zuweilen das Aquarium beim Sidney-Zahnarzt besucht, um zusammen mit den schon bestens geschulten Aquarium-Fischen die neuesten dentologischen Behandlungsmethoden zu beobachten und zu diskutieren. - Er hinterbringt Nemo den heldenhaften Kampf seines Vaters durch den Ozean, und das beglückte Clownfischkind wächst nunmehr auch über sich hinaus...

Mir gefällt, daß es in diesem Film nicht den "klassischen Bösen" gibt. Nemo, Papa und Dorey sind zwar des Öfteren in Lebensgefahr, aber durchaus realistisch durch ganz natürliche Feinde. Daß das eben so ist, wird durch die sich völlig gegen ihre Natur verhaltenden Haie ("Immer vegetarisch denken! Fische sind Freunde, kein Futter!") herrlich ad absurdum geführt. Und Menschen haben nun mal Aquarien und fangen Fische. - Der finale Kampf gegen die 8jährige Dahla, den Schrecken der Fische, ist auch eher komisch als Gut gegen Böse, und man gönnt diesem Blag seine Schreckmomente von Herzen!

Auch die Sorge des Vaters wird einfühlsam deutlich, aber auch die Genervtheit des Sohnes. Der Vater hat, als er seine Frau und 399 Kinder verlor, dem letzten Sohn geschworen, daß er aufpassen werde, daß ihm nie etwas passiert. Dorey sagt später dazu, dieses Versprechen wäre aber sehr merkwürdig... dann passiere dem Kleinen doch nie etwas...

Und der Vater lernt, auch mal Anderen zu vertrauen, nicht nur seinen Weg als richtig durchzusetzen... und loszulassen. (Herrlich die Episode im Wal, der überraschend rettet...)

Diese humorvollen, hintergründigen Dialoge! Und die lustvolle Synchronisation, selbst von TV-Promis wie eben Erkan und Stefan und auch Anke Engelke, die nun auch nicht immer mein Fall ist. Aber als vergeßlich-verspielt-naive Dorey hat sie eine Situationskomik vom Feinsten! Ihr Wal-isch hat Kultcharakter!

Gut, ganz kann auch dieser Disney seine amerikanische Kitsch-Gewohnheit nicht abstreifen. Daß Papa und Sohn sich lieben, wird eigentlich durch die ganze Story selbst klar. Aber es gehört wohl zum Film der unbegrenzten Möglichkeiten, daß es zum Ende hin immer nochmal mehrfach in Worte gefaßt wird. Aber geschenkt!

Dieser Film geht liebevoll selbst mit Nebenfiguren um (Möwen, Krabben, Mini-Fische, Delphine). Und hat lauter schöne Botschaften, die so herrlich leicht präsentiert werden: der Umgang des Schildkrötenpapas mit seinem Sohn zum Beispiel. Er läßt zur Verblüffung des Clownfischpapas seinen Kleinen auch gefährliche Übungen erstmal machen und schaut, ob er es auch alleine schafft... Oder als Papa Clownfisch seinen Nemo zur Schule bringt und gleich seine "Behinderung" (zu kleine rechte Seitenflosse) betont - und die anderen Fischkinder dem peinlich berührten Nemo IHRE "Schwachstellen" ganz natürlich zeigen.

Also - für mich ist das einer der Filme, bei dem alles richtig gemacht wurde! Tscha, und dies ist ein Disney! - Aber heute kann ich dazu stehen! Auch dazu, daß ich nicht IMMER vegetarisch denke und Fische für mich nicht nur Freunde sind, sondern auch... ähm... Leckerlis...

(PS: Nach Filmstart gabs mal wieder Kritiken, weil natürlich wieder irgendwelche bekloppten Eltern ihren Kindern Clownfische schenkten, obwohl Salzwasserfische besonderes Know-How für Aquarien verlangen. Und die Film-Aussage, daß alle Leitungen ins Meer führen, hat danach wohl leider manchem Fisch ein unschönes Ende in der Kanalisation verschafft. - Aber so ein bissel Eigenverantwortung hat das Publikum nun wirklich auch! Oder sollte man nun Besen verdammen, weil kleine Kinder nach Bibi Blocksberg denken könnten, es wären Flugobjekte...)
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