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Kundenrezension

am 4. April 2012
Um es zusammenzufassen: Das erste Buch ist wirklich gut, mit einer kreativen Hintergrundgeschichte und dem fesselnden Erzählstil. Das zweite und dritte Buch wiederholen zu viele Ideen des ersten Buches und die Story wurde mir mehr und mehr egal und ich hoffte irgendwann einfach, dass es bald vorbei war. Die Story versinkt in einen einzigen Horrortrip. Tatsächlich hatte ich nach dem dritten Buch das Gefühl aus einem Albtraum erwacht zu sein.
Mit der Hunger Spielen Trilogie würde ich es halten wie mit der Matrix Trilogie: Kauft 'The Hunger Games' (The Hunger Games (Hunger Games (Quality))) einzeln und vergesst, dass es je einen zweiten und dritten Teil gegeben hat.

Nun eine genauere Beschreibung warum ich den zweiten und dritten Teil so schlimm fand. Vorsicht SPOILERS!
- Am Anfang des zweiten Teils passiert fast nichts. Nach dem spannungsgeladenen ersten Teil der perfekte Antiklimax. Aber immerhin gab es Potential - Katniss als Rebellenführerin (mit Peter als Sprachrohr), Hunger Games aus der Perspektive eines Mentors. Die Bücher hätten eine gute Wendung nehmen können. Aber dann kam
- Die zweite Arena. Ich war felsenfest überzeugt, dass Katniss nie die Arena betreten wird. Dass die Revolution vorher alles aus den Fugen wirft. Dass sie selbst irgendeinen Ausweg findet. Denn sicherlich würden wir nicht schon wieder die gleiche Idee neu aufgekocht bekommen. Pustekuchen. Durch das exotische Setting wirkt alles entrückt. Während die erste Arena durch ihre erbarmungslose, aber doch (größtenteils) reale Natur 'glänzt', wirkt die zweite einfach nur noch künstlich.
- Die persönliche Konkurrenz zwischen Snow und Katniss finde ich unglaubwürdig und irgendwann einfach nur noch nervig. Erstens: Wenn Snow so ein kalter Analytiker ist, wie er im persönlichen Gespräch mit Katniss am Anfang von Catching Fire dargestellt wird, sollte er über so einer sinnlosen persönlichen Vendetta gegen ein (eigentlich unbedeutendes) Mädchen irgendwo im nirgendwo erhaben sein. Die Energie und Ressourcen, die er in ihren Psychokrieg steckt, werden irgendwann nur noch lächerlich. Zweitens: Alles Böse wird in einer einzigen Person vereint. Dabei muss es rund um ihn herum einen ganzen Terrorapparat geben um alles zu organisieren, auf den sich Katniss Hass viel besser hätte verteilen können. Generell frage ich mich, was für eine Regierungsform sich die Autorin vorgestellt hat, in der der Diktator die Zeit findet jeden noch so kleinen Faden in der Hand zu halten.
- Glaubwürdigkeit der Story: Während der erste Teil gut die problematischen Aspekte in der Hintergrundgeschichte verdeckt, kommen sie jetzt zur vollen Wirkung. Größte Lücke sind die Ressourcen die immer wieder verschossen werden. Wir sind in einer Gesellschaft, in der es anscheinend glaubwürdige Zweifel gibt, dass die Menschheit überlebt, wenn zu viele im Krieg sterben. Trotzdem kriegt es das Kapitol hin riesige Arenen zu bauen, persönliche genmanipulierte Monster (Echsen-Menschen die 'Katniss' wispern) zu züchten und Angst einflößenden Chemie Waffen zu bauen. Mit den Arenen könnte ich mich abfinden (ganz im Sinne von Brot und Spiele werden aberwitzige Mittel zur Bespaßung organisiert um das Volk bei Laune zu halten), aber warum ist die Stadt mit Fleisch fressenden Ratten Nestern, Meatgrindern oder Teergas ausgestattet, anstatt genauso tödlichen konventionellen Mienen. Selbst in einer 80 Millionen Gesellschaft wie Deutschland kann ich mir kaum vorstellen die notwendige Forschung und Technologien zu stemmen um alles das zu entwickeln, was in den Büchern direkt erwähnt wird. Und dabei ist nicht ein Großteil der Bevölkerung damit beschäftigt mit vollkommen ineffizienten Mitteln grundlegendste Rohstoffe zu ernten. (Und nein, dass können nicht alles Überbleibsel einer vergangenen Kultur sein. Von der Hälfte der Sachen wird explizit erwähnt, dass sie von Kapitol entwickelt wurden (Tracker Jacker, Jabber Jays) oder es ist klar das sie speziell für diesen Einsatzzweck entwickelt wurden (Wölfe mit den Augen der Verstorbenen Tribute bspw.)) Als weiteres Beispiel sei Katniss Bogen genannt. Er soll ernsthaft besser sein als alle anderen Flugabwehr Geschütze, die die Rebellen in die Hand bekommen können (ich beziehe mich auf die Szene bei der Verteidigung des Krankenlagers in Katniss erster Außenmission). Alle genialen Techniken hätten ebenso gut in verlässlicheres Hightech Equipment eingebaut werden können.
- Einfallslosigkeit in der Erzählung: Die zweite Arena hatte ich ja schon erwähnt. Aber es geht weiter mit den Wiederholungen. Warum wird Peter mit Tracker Jacker Gift gehirgewaschen anstatt spezialisierten Chemikalien? Warum muss die Stadt eine dritte Arena sein und sich alles immer darauf reduzieren?
- Und last but not least ein absolut sinnlos brutales und depressives Ende. Alles stirbt. Überall Leid. Personalisierte Monster in der Kanalisation. Intrige links und rechts. Menschen, die auf absoluten moralischen Tiefpunkten angekommen sind ("Lass uns diese Gruppe von Kindern umbringen, damit wir eine politisch gefährliche Person psychisch zerstören können."). Ich habe grundsätzlich nichts gegen eine dunkle, blutige, harte Story, aber dann muss irgendwas dabei raus kommen, etwas erzählt werden, was sonst nicht möglich wäre. So habe ich dass Gefühl, wir wurden selbst zu Zuschauern der Arena, die sich an dem Gemetzel an den Protagonisten ergötzen. Nur das ich keinen Gefallen an der Gewalt finde.

Jetzt bin ich froh, dass die unaufhörliche Serie von Cliffhängern ein Ende hat, und ich mit der Serie abschließen kann, nachdem die (durchaus schöne) Box im Regal verschwinden wird.
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