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Kundenrezension

am 12. April 2013
Sachbücher lese ich ja gerne, „Der Weg zum Social Business“ aber hat aus der Masse wirklich herausgestochen. Wenn auch ein anspruchsvoller Preis, aber das sollte es Betroffenen Wert sein.

Bekommen habe ich es vom Autor Peter Schütt während eines Panels auf der CeBIT. Peter Schütt liefert auf den 144 Seiten einen Leitfaden, wie man es als Unternehmer schafft, von „normalen“ zum Social Business zu werden.

Die Lektüre beginnt dabei nicht beim Urknall, sondern sofort beim derzeitigen Umbruch. Sie skizziert, wie sich die Rahmenbedingungen geändert haben und wie man sich daraus konkret einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Das Buch geht also von Anfang an stark in den „How-To“-Bereich und sieht sich als praktischer Ratgeber. Dabei gibt es allerdings nicht nur Tipps, sondern auch fundiertes Hintergrundwissen aus Studien und gründlicher Recherche. Dass sich der Autor einige Mühe damit gemacht hat, sein fundiertes Praxiswissen auszubereiten, merkt man beim Lesen.

Das Kapitel 4 von „Der Weg zum Social Business“ kann man allerdings getrost überspringen: Hier werden die verschiedenen Social Media Tools erklärt. Nein, auf keinen Fall überspringen! schreit an dieser Stelle der aufmerksame Leser.

Denn was sich als schnöde Erklärung der ohnehin bekannten Dienste tarnt, hat seine Berechtigung und bietet Neues. Peter Schütt erklärt an dieser Stelle, wie Wiki, Microblog und Co in Unternehmen genutzt sinnvoll werden können: „Durch die intrinsische Aufräumfunktion eignet sich ein Blog hervorragend für die Übermittlung von Neuigkeiten und allen Arten von Informationen, die relativ schnell veralten oder an Bedeutung verlieren“, steht da beispielsweise auf Seite 39.

Damit gibt Peter Schütt für Führungskräfte eine Hilfestellung zur Auswahl. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Social-Media-Plattform einzuführen, kann sich hier darüber klar werden, welche Funktionen für sein eigenes Unternehmen und seine Zwecke von Bedeutung sind.

Danach skizziert Peter Schütt die persönliche Mediennutzung, um zur Mediennutzung im Team überzugehen. „The social us“nennt er das und stellt die Frage nach Veränderungen im Mitarbeiterklima, die mit der Umsetzung des Social Business einhergehen.

Dann geht es um die Communities: Wie erstelle und finde ich im Netz Teams, bei denen die User voneinander profitieren? Ellenbogen-Technik bei manchen Nutzern führt oft dazu, dass sich intelligente Mitglieder herausgedrängt fühlen, Machtpositionen entwickeln sich und die Mächtigen wollen ihre Macht mit aller Macht behalten.

Solche Herausforderungen können in der Praxis ja mitunter entstehen, doch Peter Schütt bietet Hilfe: Hier sind die Führungskräfte wieder am Zug. Sie dürfen den Netzwerken nicht so viel Bedeutung beimessen, dass sich Mitarbeiter nur noch um ihre Stellung dort kümmern, anstatt sich produktiver Arbeit zu widmen.

Anschließend folgt ein Kapitel, das auf Unbeliebtes eingeht: Prozesse. Werden Arbeitsabläufe starr und streng immer wieder wiederholt, kehrt bald Langeweile und Frustration ein. Auf den folgenden Seiten erklärt der Autor, wie man diese Prozesse optimieren kann und mit Hilfe von Social Media möglichst viele Mitarbeiter einbinden kann. Dabei geht Peter Schütt auf viele bereits vorhandene Studien und Lösungsansätze ein. Einer davon ist die Idee von Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi. „Man drehe das Modell quasi um 90 Grad und bilde entlang des gesamten, bisherigen Wasserfalls funktionsübergreifende Teams, die die nächste Phase im Entwicklungsprozess immer zusammen erledigen. Das Team erledigt in selbstorganisierter Weise alles von der Planung bis zum Test, durchgängig ohne Wartezeiten. Dabei wird fast fortlaufend auch bereits getestet, sodass Fehler schon sehr früh auffallen und leicht behoben werden können“, erklärt Peter Schütt auf Seite 74.

Das Beste kommt zum Schluss. Die letzten zwei Kapitel beschäftigen sich mit Social Leadership und einer konkreten Einführungsstrategie, was für mich besonders spannend zu lesen war, da es ja zu meinen Lieblingsthemen gehört.

Gleich zu Beginn kommt eine Beschreibung des lange Jahre normalen Arbeitsplatzes, die mich zum Schmunzeln brachte. Da ist die Rede von der Versoldatung und Kaiserzeiten, der Chef kommandiert und die Untergebenen machen einfach, hinterfragen unerwünscht.

Dann machen wir einen Ausflug auf den Fußballplatz, der als Vergleich für die veränderte Managergewalt dient. Peter Schütt zeigt hier, dass Web 2.0 nicht bedeutet, dass die Führungskräfte nun nichts mehr zu sagen haben, sondern dass sie statt das Wissen zu managen, nun die Aufgabe haben, die Mitarbeiter zu managen, die das Wissen haben. Sie entscheiden auch weiterhin die generelle Strategie und die Mannschaftsaufstellung, die Ziele und Regeln. Ein Vergleich, den ich als ehemaliger Fussballtrainer der New York Cosmopolitan League auch gerne in meinen Führungsseminaren nutze.

Es bleibt auch bei dem Fußball-Vergleich, und Peter Schütt erklärt, was Manager von Trainern lernen können und geht mit Hilfe von Bayern München und dem 1.FC Kaiserslautern auf ein mögliches Erfolgsrezept ein, das nicht immer einfach zu erkennen ist.

Zum Schluss gibt Peter Schütt einen klaren Leitfaden, wie man nun konkret zum Social Business wird. Dabei stellt er mehrere Möglichkeiten und Schritte vor, wie das Cynefin Sense Making Modell oder das 3-D KM Modell. Besonders interessant war für mich das Vorgehensmodell, das in drei Phasen umgesetzt wird. In der ersten werden organisatorische Vorarbeiten durgeführt, in der zweiten sind die technischen Vorarbeiten an der Reihe sowie das Schaffen der Governance-Strukturen. In der dritten Phase kommt es zur Inbetriebnahme und zu Schulungen. Das Programmmanagement hat in diesen drei Schritten zahlreiche Aufgaben zu bewältigen: Dazu zählen das Aufsetzen des Sounding Boards, die Organisation des Steuerkreises, die Ist- und Bedarsanalyse sowie Aufsetzen eines Change Management-Programmes. Peter Schütt skizziert hier vor allem die Wichtigkeit, alle mitzunehmen: Vom Mitarbeiter bis hin zum Stakeholder. Vor allem die Stakeholder sollte man zu Beginn der Transformation an einen Tisch bekommen und vom Konzept überzeugen. Sie müssen wissen, wo ihre Kompetenzen sind, was sie denn eigentlich machen sollen und wie sie die Einführung unterstützen können.
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