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Kundenrezension

Neil Young möchte mit einem von ihm selbst auf die Beine gestellten neuen Musikportal, das erstmalig digitale Dateien ohne jeglichen Verlust an Qualität und „Wärme“ präsentieren soll (wie viele Projekte zieht der Mann eigentlich noch gleichzeitig durch?) mal soeben die ganze Musikwelt revolutionieren, um dem Medium dadurch wieder mehr Stellenwert -und letztlich wieder mehr kommerziellen Erfolg- zu bescheren (näheres dazu: siehe sein aktuelles Buch).

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht er natürlich selbst ein vorbildhaftes Referenzprodukt - deswegen wurden die Sessions für „Psychedelic Pill“ auf seiner Ranch auch auf betagten, allerdings bekannt hochwertigen, analogen Bandmaschinen aufgenommen und behutsam digitalisiert. Die -in den letzten Jahren teilweise etwas vermisste- Sorgfalt kommt dem Album extrem zu Gute. Es klingt nicht „zu garagig“, nicht wie zufällig aufgezeichnete Jam-Sessions. Die Musik wirkt dadurch sofort ernsthafter und substanzieller.

Die Stücke sind allesamt „typische“ Crazy-Horse-Nummern, elektrifizierter Folk mit Hard Rock-Attitüde und hemmungslos ausufernden Solo-/Jam-Passagen. Der Meister präsentiert sein Songwriting auf durchgehend hohem Niveau – keiner der Titel fällt ab. Ich möchte sogar behaupten, dass einige der Nummern (z. B. „Walk like a Giant“) das Potenzial haben, sich in die Phalanx der unbestrittenen Klassiker vom Kaliber „Powderfinger“, „I'm the Ocean“, „Ordinary People“ etc. einzureihen – und die Kühnheit dieser Behauptung ist mir durchaus bewusst!

„Psychedelic Pill“ stellt zuallererst einmal ein „Baucherlebnis“ ersten Ranges dar - vor allem auch, weil der Sound -zumindest für mein Empfinden- wirklich erstklassig, warm und "livehaftig" rüber kommt. Der größte Verdienst der Scheibe(n) liegt darin, dass eine neue Hörer-Generation jetzt und heute „ihre“ aktuelle Crazy Horse-Platte erfahren und auf sich wirken lassen kann. Das heißt: Es pumpt, donnert, knurrt und kracht, dass es eine Freude ist. Neil Youngs typische archaische Gitarrenriffs, seine einzigartige Art des Solierens und -erstaunlich genug- seine immer noch frisch klingende hohe Stimme thronen über diesem mächtigen Sound-Fundament und vermitteln den Eindruck, die nächsten Jahrzehnte könnten der Truppe ebenso wenig anhaben wie die zurückgelegten. Und die Qualität der Songs lässt eben nicht nur den Eindruck gefälliger Selbstplagiate aufkommen – vielmehr stellen sie eigenständige, authentische und relevante Werke dar, deren Umsetzung im -seit Jahrzehnten als „Marke“ definierten- typischen Crazy-Horse-Stil hier die einzig richtige und stimmige Herangehensweise ist. Dadurch ergibt sich geradezu ein „Zeitmaschinen-Effekt“: Crazy Horse sind Vergangenheit, heute und Zukunft, sind „Cortez the Killer“ ebenso wie z. B. „She's always Dancing“ von der neuen Scheibe.

Hier bleibt kein schaler Beigeschmack – hier atmet und schnauft der Geist des zeitlosen, ewigen Rock 'n' Rolls, geschwängert mit der Weisheit von Jahrzehnten, aber immer noch mit ungebremstem jugendlichen Elan. Ich fühle heute den Spirit des „Summer of Love“ – und freue mich gleichzeitig, dass Neil Young daran arbeitet, ein Kulturgut schadlos in das Zeitalter (a)sozialer PC-Netzwerke zu transportieren. Danke für ein sagenhaftes Album – möge es noch lange so weitergehen!

Tipp für Skeptiker: Vielleicht nicht gerade mit dem ersten Track, dem 27-minütigen „Driftin' Back“ anfangen (der eher meditativ , über das Unterbewusstsein seine Wirkung entfaltet) - die beiden Versionen des Titeltracks -auf CD1 mit heftiger Flanger-Gitarre (Danke dem Kommentar von Thomas Glggler!), auf CD2 im altbekannten Soundgewand mit „normaler“ Verzerrung- sowie das monumentale „Walk like a Giant“ haben mir persönlich sehr gut den Weg in das Werk geebnet.

Gestattet sei noch eine Werbung: Allen Crazy Horse-Fans empfehle ich das formidable Album der Billy Talbot Band: "Alive in the Spirit World".
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