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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 15. Juni 2013
Was war ich gespannt auf diesen Film, nachdem ich Steve Jablonskys treibenden und stimmigen Soundtrack gehört hatte. Doch Ruben Fleischer, der mit "Zombieland" einst einen Riesen-Hit landete, zeigt mit "Gangster Squad" eine derbe Enttäuschung in fast allen Richtungen...

Die Story spielt im Los Angeles der 40er Jahre, in denen der Mafiaboss Mickey Cohen sein Imperium aufbauen will. Eine Einheit von Polizisten, die undercover arbeiten, soll den Krieg gegen Cohen starten, in dem sie seine Geschäfte zerstören und somit seinen Einfluss einschränken. Doch St. John O' Mara, Anführer des sogenannten "Gangster Squad's", muss schnell erfahren, dass dieser Krieg viele Opfer fordert...

Die Story bietet viel Potential und besonders der Trailer versprach ein mitreißendes und spannendes Werk zu werden. Doch es ist einfach unglaublich, wie typisch und fast schon selbstverständlich sich "Gangster Squad" an die Regeln des 0 8 15-Actionkinos hält.
Eindimensionale Charaktere, vorhersehbare Entwicklungen, berechenbare Twists und ein viel zu seichtes Finale.

Der Cast war vielversprechend, ich meine allein Sean Penn als Mickey Cohen war sehr interessant. Und zugegeben, manche Szenen sind wirklich gut, er hat sowieso den spannendsten Charakter in diesem Film. Das gezeichnete Gesicht, die verkrampften Bewegungen, sehr schön, leider wird seine Figur durch das Drehbuch viel zu berechenbar. Sobald einer seiner Handlanger Mist baut, ist sofort klar: Der wird nicht mehr lange leben. Und zack, schon erfüllt sich diese Vermutung und wir sehen mehrere weniger kreative Tötungsmethoden, die natürlich sehr gewalttätig in Szene gesetzt werden, um den "Wahnsinn" der Figur zu untermalen. Doch so wirkt Cohen wie der typische Mafiosi, der einfach seine Leute ohne wirklichen Grund in die Hölle schickt. Nehmen wir hier als Gegenbeispiel den Joker aus "The Dark Knight": Seine Motive waren irrwitzig, aber auch irgendwie nachvollziehbar, weil er nicht nur als Figur zu 100 % hinter seinen Entscheidungen stand, sondern weil der Film sich auch stark auf diese Aspekte konzentrierte und dem Zuschauer die Chance gab, selbst eine Meinung dazu zu bilden. "Gangster Squad" legt gleich zu Beginn fest, wer der "Böse" und wer der "Gute" ist, dabei darf man aber nicht mit atemberaubenden Charaktertwists rechnen, wie zum Beispiel in Scorseses Meisterwerk "Departed".
Josh Brolin ist der typische Polizeiheld, mit schwangerer Powerfrau, die ihm fast ohne Gegenwehr gestattet den Krieg gegen Cohen aufzunehmen. Ryan Gosling spielt wie immer: Cool, witzig und mit wenig Tiefgang. Emma Stone als seine Ex-Partnerin aus "Crazy Stupid Love" ist dabei genauso "spannend", was sowohl ihr Spiel, als auch ihre Rolle in der Geschichte anbelangt. Generell hat man das Gefühl, dass die Schauspieler hier kaum Möglichkeiten hatten zu zeigen, was sie können und wirken vielleicht auch deswegen etwas lustlos. Und das ist echt schade, weil man bis in die kleineren Nebenrollen sehr gute Besetzungen gefunden hat, zum Beispiel Robert Patrick, Nick Nolte und Giovanni Ribisi. Weder die witzigen, noch die emotionaleren Momente funktionieren und mit so einem Cast, ist das echt eine Schande!

Technisch ist der Film in Ordnung, die Bilder sind eindrucksvoll, das Noir-angehauchte Los Angeles mit den vereinzelt impulsiven Slow-Motion-Einstellungen ist sehr schön anzusehen, jedoch wirken einige Ballerorgien, besonders gegen Ende, irgendwie unkoordiniert, lahm und ohne Pepp.

Das wirklich Einzige, was mit auch nach wie vor gefällt, ist der tolle Score von Steve Jablonsky! Dazu stimmige und zeitgenössische Songs der 40er.

Fazit: Große Enttäuschung, die größte dieses Jahr, nach "Spring Breakers". Wer ein intelligentes und mitreißendes Gangsterdrama erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden, wer simple und optisch nette Action will, der wird auf seine Kosten kommen, doch für mich ist "Gangster Squad" ein hohler Blockbuster, ohne Anspruch!
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