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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 6. November 2011
"Das ist natürlich eine ganz blöde Frage."
Thomas Bernhard

Entblößungen war die erste Zusammenstellung von Interviews des Journalisten André Müller, des bescheidenen, aber virtuosen Fragenstellers, der sich seinen Lebensunterhalt mit dem Ausquetschen von Künstlern und Personen des öffentlichen Lebens verdiente. Er konnte es gut, dass kann man ihm nicht nehmen, auch wenn dieser Band ja der erste, zahmste ist.

Alle hier enthaltenden Texte basieren auf Interviews, die Müller zwischen 1970-79 geführt hat. Einige sind nur zusammengestutzte Versionen, bei denen kein Dialog, sondern lediglich eine Zusammenfassung abgedruckt wurde. Aber die klassischen Interviews überwiegen doch.

Der Titel "Entblößungen" ist zwar nicht falsch, aber auch nicht wirklich trefflich, denn wirklich intime Heimlichkeiten werden hier selten ausgeplaudert. Aber Müller drängt schon auf den Kern der Person und es ist ungeheuer spannend und unterhaltsam, wenn man merkt, dass er einen interessanten Mensch interviewt. Es ist z.B. schon interessant, wenn einer wie Breker über seine Rolle in Nazi-Deutschland spricht oder Artmanns Schwanken zwischen Freude und Verzweiflung geschildert wird. Die besten Interviews sind echte Bekenntnisse der Befragten oder leuchten zumindest in ihr Denken hinein und Müller schafft es auch gelegentlich, dass sie etwas Verblüffendes oder Zentrales sagen.

"Im Menschen ist etwas Heiliges drin, etwas Phantastisches, Unerhörtes. Aber draußen ist kein Gott."
Ingmar Bergmann

"Ich bin gar nicht asozial. Ich gebe meinem Friseur das meiste Trinkgeld. [...] Alles was da geschrieben wird, ist Unsinn. Aber mir ist das egal, sollen sie schreiben. Mich interessiert nur -mein- Körper und -mein- Kopf und sonst gar nichts. Alles andere kommt sowieso von selber auf einen zu."
Thomas Bernhard

"Den Lebensüberdruss werde ich nie überwinden, ich weiß nur nicht, ob das einmal so stark wird, dass ich mich umbring'."
Rainer Werner Fassbinder

"Das einzige, wofür wir leben und unser Leben hingeben können, ist, den Menschen manchmal ein kleines Lächeln zu schenken. Was ist denn schon Freiheit? Hat denn irgendjemand bis jetzt herausgefunden, was ein freier Mensch ist?"
Jacques Tati

Inhalt (Interviews, die kürzer als 6 Seiten sind, sind mit einem * versehen; die wirklich gelungenen, sind mit einem + versehen):

Rosa Albach Retty* (Über ihre Memoiren/ nur Beschreibung des Interviewinhalts - 1978)
Edward Albee* (Über seine Stücke - 1972) +
H.C. Artmann (Über sein Leben, sein Verständnis von Dichtung/ Beschreibung, kein Dialog - 1978) +
Maria Becker (Über das Schauspielern - 1976)
Hans Beirer* (Über die Oper - 1970)
Ingmar Bergmann (Interview mit ihm, nach seiner Emigration aus Schweden; - 1976) +
Elisabeth Bergner (Über Verschiedenes - 1973)
Thomas Bernhard (Zwei Interviews, über das Schreiben, den Tod, seine Ästhetik - 1971, 1979) +
Arik Bauer (Über seine Kunst - 1979) +
Arno Brecker (Über seine Kunst und den Nationalsozialismus - 1979) +
Elias Canetti (Über seine Ästhetik und seine Bücher, sein Denken - 1971) ++
Geraldine Chaplin* (Ihre Filme - 1971)
Gottfried von Einem* (Über sich selbst)
Rainer Werner Fassbinder* (3 Interviews über verschiedene Projekte, seine Kunst, seine Ästhetik - 1971, 1973, 1976) +
Marieluise Fleißer* (Über das Alter und ihr Werk - 1971)
Elisabeth Flickenschildt (Über ihr Leben, die Arbeit - 1973)
Ernst Fuchs (Die Malerei und sein Privatleben - 1978)
Claire Goll* (Über ihre Liebschaften und ihr Werk - 1973) +
Hans Habe* (Kein richtiges Interview, mehr eine Betrachtung von Olympia in München - 1972)
Peter Handke (Drei Interviews, oft über die grad erschienen Bücher und seine Kunst allgemein - 1971, 1972, 1978) +
Hans Werner Henze* (Interview über die Oper - 1973)
Franz Xaver Kroetz (3 Interviews, über seine Stücke, sein Leben, seine Entwicklung - 1970, 1973, 1978)
Zarah Leander* (2 Interviews, Über ihr Auftreten und ihr Show-Business - 1970, 1975)
Sophia Loren (Über Film und Theater - 1979)
Will Quadflieg (Seine Memoiren, sein Theater - 1976)
Leonie Rysanek (Über ihre Opernkarriere und die Rollen - 1971)
Jacques Tati (Über seine Filme und die wahre Komik - 1972) +
Oscar Werner* (Übers Theater - 1975)
Paula Wesseley (Über ihre Leben, ihr Wesen - 1971)
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