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Kundenrezension

am 18. November 2012
Der Film „Jackie Brown“ hat eine Vorgeschichte:
Hollywoods „Sadist vom Dienst“ :-) Quentin Tarantino wurde von der US-Black Community vorgeworfen in seinen Filmen häufig rassistische Stereotype zu transportieren.

Dieser Vorwurf traf den Regisseur, Schauspieler, Produzenten und Drehbuchautor in seiner Ehre und er beschloss einer schwarzen Ikone der 1970er Jahre ein filmisches Denkmal zu setzen.

Filme des Black Hollywood der frühen Siebziger Jahre (u.a. Shaft, Superfly, Black Caesar, Trouble Man, Claudine, Pipe Dreams u.v.a.) brachten auch das Genre des sog. Blaxploitation Films hervor, in denen schwarze Darsteller, als „wild um sich ballernde“ Kämpfer für das Gute, im Mittelpunkt standen.

Die schwarze Schauspielerin PAM GRIER spielte in ‚Foxy Brown’ und ähnlichen Filmen der 1970er Jahre eine dieser schwarzen Superheldinnen, die mit Feuerkraft und Sex Gangster zur Strecke brachte.

Quentin Tarantino ist mit Jackie Brown eine großartige Hommage an PAM GRIER und an ein, fast vergessenes, Filmgenre gelungen.

Inhalt des Films:
In Los Angeles bessert sich die, schon etwas "in die Jahre gekommene", Jackie Brown (Stewardess bei einer miesen kleinen mexikanischen Fluglinie) ihr mickriges Gehalt mit dem Schmuggel von Geldern aus Mexiko in die USA auf. Diese Gelder stammen aus illegalen Waffen- und Drogengeschäften des Kriminellen Ordell Robbie, der Jackie als Geldkurier benutzt.

Als sie vom FBI unter Druck gesetzt wird, ihren Auftraggeber (beängstigend brutal und kaltblütig gespielt von Samuel L. Jackson), in eine Falle zu locken, weiß sie, dass der sie eher umbringen wird, als sich von ihr ans Messer liefern zu lassen.

In dem (weißen) Kautionsagenten Max (Robert Forster), der sich ein wenig in diese, immer noch schöne, schwarze Frau verliebt hat, findet sie einen subtil agierenden Verbündeten im Kampf gegen Gangster und FBI.

Es macht mir unheimlich viel Spaß zu verfolgen, wie Jackie Brown (Pam Grier) beide Seiten an der Nase herumführt und in ihrem lebensgefährlichen Doppelspiel nur haarscharf an der eigenen Ermordung bzw. Verhaftung vorbeischrammt (eine meiner Lieblingsszene ist die in der Kaufhaus Umkleidekabine, wenn Jackie alle, die sie beobachten, bei der Geldübergabe völlig konfus macht …).

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber man gönnt es Jackie Brown, wenn sie mit Verstand und Sex, als ebenbürtige Mitspielerin in dem verwirrenden Plot den Männern zeigt, dass sie nicht nur Körper, sondern auch Köpfchen hat …

Der Film Jackie Brown ist bis in die Nebenrollen erstklassig besetzt. Es ist mir eine wahre Freude Schauspielern, wie Robert De Niro, Bridget Fonda, Michael Keaton, Robert Forster, Samuel L. Jackson u.a. zuzusehen.

Zur Filmmusik
In den Black Hollywood Filmen der Siebziger Jahre spielte die schwarze Soul Musik jener Zeit immer eine wichtige Rolle und so ist es auch bei Jackie Brown. Wir hören Songs von Bobby Womack, Randy Crawford, Bill Withers, The Delfonics, Minni Ripperton, Brothers Johnson u.a. sowie eine hinreißende (leider viel zu kurze) Performance des Supremes Hits “Baby Love”

Meine Beurteilung
Der Film wärmt das Herz (in diesen grauen Novembertagen), er beschäftigt ebenso das Hirn (schön aufpassen bei der Geldübergabe im Kaufhaus, sonst verpasst man etwas :-) ) und der Kauf der DVD ist eine gute Investition, denn Bild- und Tonqualität sind ebenfalls in Ordnung. Außerdem erhält man mit Jackie Brown einen absoluten Kultfilm (hier ist der, leicht überstrapazierte, Begriff angebracht).

Fußnote:
Als der Kautionsagent Max erstmals in der Wohnung von Jackie Brown Musik der DELFONICS hört, ist er hingerissen und kauft sich auf dem Heimweg eine Musicassette der Gruppe für sein Autoradio. Ähnlich dürfte es vielen Kinobesuchern gegangen sein, die damals durch den Film auf diese (fast vergessene) schwarze Vocalgroup aufmerksam wurden. (siehe in diesem Zusammenhang auch meine Rezension der Doppel-CD „The Very Best Of The Delfonics“)

Meine persönliche Empfehlung weiterer Soundtracks auf CD:

"SHAFT Deluxe-Edition", Isaac Hayes (CD Universal/Stax Records STX-31751)
"Super Fly", Curtis Mayfield (CD RHINO R2 75803) - siehe meine Rezension "Best in Sound ..."
"The Payback", James Brown (CD Polydor 314 517 137-2, USA-Import)
"The Secret Life Of Plants", Stevie Wonder (Double-CD MOTOWN 3746 36127 2)
"Black Caesar", James Brown (CD Polydor 314 51 136-2, USA-Import)
"Trouble Man", Marvin Gaye (CD MOTOWN 530 097-2, USA-Import)
"Claudine", Gladys Knight & The Pips (CD Buddah 22DN-100, Japan-Import)
"Blade Runner", The New American Orchestra (CD FULL MOON/WEA Records 250 002-2)
"Mahogany", Diana Ross u.a. (CD MOTOWN 530 277-2. USA-Import)
"Taxi Driver", Bernard Herrmann (CD ARISTA Records, 32RD-23, Japan-Import)
"Pipe Dreams", Gladys Knight & The Pips (CD Buddah 22DN-102, Japan-Import)
und natürlich
“Jackie Brown” (CD Warner Brothers Records) - hier bei Amazon erhältlich -
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