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Kundenrezension

am 12. Februar 2012
nie schrieb ich eine buchrezension; und davor, eine solche im internet zu veröffentlichen, verspürte ich auch immer eine gewissen abneigung. was nun aber in den früheren kommentaren hier zu lesen ist, lässt mich daran zweifeln, warum menschen überhaupt lesen. wie kann man durch dieses buch kommen, wenn man nichts anderes in ihm erkennt, als eine (verzeihung: billige) abrechnung mit kleinstädten und -bürgern respektive österreich oder der ganzen welt? wenn es nur das wäre, ich hätte das buch nicht lesen können, denn auf diese gedanken wäre ich auch ohne das zu tun gekommen (bzw. hätte ein zweiseitiger aufsatz genug raum für diese gedanken gegeben). vielmehr legt dieses buch den charakter des misanthropischen menschen frei. um bernhardisch zu sprechen: der welthass des erzählers ist nicht "naturgemäß", sondern aufgesetzt, krankhaft eingeredet. warum sonst gibt er zu, dass das schönste für ihn die übertreibung ist oder, an späterer stelle, dass er selbst eigentlich der charakterlose sei, weil er, um seine mitmenschen zu erniedrigen, diese lächerlichen fotographien benötigt. könnte er nicht über die ganze welt herziehen, er wäre nicht überlebensfähig. oft genug sagt er doch, dass er gambetti nicht die welt darstellt, wie sie objektiv ist, sondern so, wie sie in seiner wahrnehmung ist. sogar sein gehirnwäscheopfer gambetti bemerkt dies - ihm gegenüber durch sein lachen.

der zweite punkt, der mich ärgert, ist, dass ständig alle davon schreiben, dass BERNHARD in diesem buch mit österreich abrechne. woher wissen wir das denn bitte? über bernhard erfahren wir - nichts! wir erfahren nur etwas über murau. ein fehlschluss vom erzähler auf den autor.

um jetzt gleich mir selbst widersprechend zu handeln, möchte ich dazu noch anmerken, dass ich bernhards höchsteigenen welthass nicht für ernst, sondern entweder für ein riesengroßes schauspiel oder selbst eingeredet halte; das dachte ich schon vor der lektüre dieses buches, die genau diese psychologische eigenschaft zumindest bei murau freilegt.

also noch einmal: wie kann man 650 seiten lesen, wenn man nicht mehr erkennt als eine abgeschmackte abrechnung mit österreich?! man sollte heute wieder weniger, dafür sorgsamer lesen.
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