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Kundenrezension

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bonjour tristesse, mon chère Zombi., 22. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Les Revenants (Audio CD)
Schon wieder eine neue Mogwai-Platte, wobei ich zugeben muß, daß ich die letzte Ladung Remixe (wie damals auch schon "Kicking A Dead Pig") links liegen gelassen habe. Hier handelt es sich um den Soundtrack zu einer französischen Untoten-Fernsehserie, die (der Cover- und Booklet-Bebilderung nach zu urteilen) vielleicht ein Gegenstück zu „The Walking Dead“ ist. Viel graublaugrün, schon gar keine leuchtenden Farben, bedrückend diesige, kontrastarme, fast monochrome Bilder. Bonjour tristesse, mon chère Zombi. Macht einen interessanten Eindruck und kommt hoffentlich auch hierzulande mal im Fernseh.
Die Musik auf diesem Album ist typisch Mogwai, wenn auch zurückgenommener - vor allem, was verzerrte Gitarren, ja überhaupt Gitarren angeht (Sie sind da, nur weniger prominent als sonst). Ambient-Indie, fast. Bei Stücken wie dem gemächlich mäandernden „Jaguar“ oder „Kill Jester“ dominiert vielmehr ein andächtig und sparsam angeschlagenes Piano, gern auch von einer gewissen Sonja Cromarty am Cello unterstützt. Und ein Fender Rhodes kommt reichlich zum Einsatz. Drummer Martin Bulloch hat auf „Les Revenants“ vergleichsweise wenig zu tun. Verglichen mit dem 2006 erschienen „Zidane“-Score zum gleichnamigen Film über die franzöische Kopfnuß-Fußballikone trägt dieses Album der allgemeinen Entwicklung im Mogwai-Sound Rechnung: Mehr Fokus, mehr Fluß, eine gewisse Glättung des Ensembleklangs und überschaubarere Dynamiksprünge. Die bereits angesprochene Zurückgenommenheit markiert den Unterschied zwischen einer tatsächlichen Soundtrack-Arbeit wie dieser Platte und den regulären Mogwai-Alben. Die Bilder im Kopf kommen ja automatisch, wenn man Mogwai hört. Da braucht es keinen Film. Man übersieht allerdings leicht, daß die visuelle Kraft so mancher Mogwai-Stücke oft viel zu mächtig ist, um z.B. irgendeine Hollywood-Schmonzette zu untermalen.
14 Einheiten hat's hier, alles aus einem Guß, alles gut. Ausgerechnet eine Nummer mit dem bei genauerer Betrachtung gar nicht mal so unlustigen Titel "Relative Hysteria" ist der reinste Wohlklang, mit diesen tröstenden, beruhigenden, Sicherheit und Hoffnung spendenden Harmonien, die Mogwai schon so oft verwendet haben, ohne daß es je langweilig wurde. DAZU würde ich nun wirklich gern mal die Bilder sehen. Moderat die Contenance verlierende Normalbürger angesichts plötzlich durch die Einkaufsstraße marodierender, stöhnender Wiedergänger?
Es fällt schwer, hier einzelne Tracks hervorzuheben. Es geht ja auch gar nicht so sehr um DAS BESTIMMTE MOGWAI-STÜCK. Aufs erste Hören mag das alles sogar etwas routiniert und zum allerersten Mal eine Nuance unspannender klingen als sonst, aber nach 2-3 Durchläufen fängt man schon wieder an, sich selbst zu verlieren in diesem traurig schönen Unwohlfühlsound. Aufmerken läßt ein Traditional namens "What Are They Doing In Heaven Today?", auf dem Stuart Braithwaite zur Abwechslung mal wieder so wunderbar summend und introvertiert singt, als würde er sich vergewissern, ob er den Text noch draufhat. Das wäre dann also der schottisch-kumpeligste Mogwai-Moment, den wir je erleben durften. Schunkeln with death. Klasse!
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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.02.2013, 19:35:31 GMT+1
test meint:
Ruhiges Album, gefällt mir immer besser, mit jedem Durchlauf!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.02.2013, 19:45:49 GMT+1
Steffen Frahm meint:
Ja, geht mir genauso. Ich glaube, nach etlichen Durchläufen würde ich jetzt sogar 5 Sternchen vergeben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.02.2013, 17:12:19 GMT+1
test meint:
Hatte dir doch zugesagt meine Nummer der Tobin Box zu posten: 2319

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.02.2013, 19:31:48 GMT+1
Steffen Frahm meint:
Da warst Du also 395 Exemplare früher dran als ich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.02.2013, 19:38:35 GMT+1
test meint:
Laut Angaben gibt es nur 4000St. davon weltweit, was ich aber nicht rausbekommen habe ob damit gemeint ist 4000 von der PAL Version und 4000 von der NTSV Version oder von beiden zusammen nur 4000.

Veröffentlicht am 08.03.2013, 18:42:50 GMT+1
test meint:
Hallo Steven,

Melde mich mal wieder! Hast du schon mal in die Atoms For Peace reingehört? Bei mir läuft die fast täglich. Sehr gute CD! Vor allem durch Flea doch recht funky!

Kleine Empfehlung von mir, Hör mal in die HOw To Destroy Angels rein! Auch sehr fein!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.03.2013, 12:38:09 GMT+1
Steffen Frahm meint:
Muß gestehen, daß ich mich um AFP noch gar nicht gekümmert habe. Bringe dafür z.Zt. kein Interesse auf. Das ging mir bei "The Eraser" aber auch beim letzten RADIOHEAD-Album (das ich am Ende aber doch ziemlich klasse fand) genauso. Bei aller Unkonventionalität hat diese Musik, maßgeblich durch Thom Yorkes Gesang, doch auch etwas Berechenbares und für mich zeitweilig Nervendes. Fleas Anwesenheit ist für mich eher ein abschreckendes Kriterium, weil ich auf RHCP-Funkiness nicht gerade stehe. Aber wie gesagt: Das posaune ich hier heraus, ohne das Album gehört zu haben. Ich befasse mich bestimmt irgendwann mal damit. Im Augenblick kann ich gut damit leben, daß es an meinem Radar vorbeigeht.

HTDA? Kenne ich noch gar nicht. Klingt nach Postrock. Ich riskiere mal'n Ohr...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2013, 09:17:35 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 17.03.2013, 09:17:52 GMT+1
test meint:
Hey, man muß ja nicht alles gut finden oder gar kaufen. dachte eben da du auch Radiohead gut findes das dies dein Intresse wecken könnte! Was Flea angeht, die RHCP mag ich schon lange nicht mehr, macht er im Soundgefüge dieses Albums eine gute Figur m.M. nach.

Bei HTDA weiß ich nicht ob man das Postrock nennen soll/kann, in vielen Foren, draußen im Internet, wird sogar diskutiert ob diese Art von Musik ein neues Genre sei. Sei es darum, ich finde die Musik toll.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2013, 11:59:21 GMT+1
Steffen Frahm meint:
HOW TO DESTROY ANGELS: Respekt, das ist mir mal eine klaustrophobische und beunruhigende Musik...wobei, na, es gibt offenbar auch ein zerbrechliches Element (Ich schreibe, während die 30-Sekunden-Schnipsel an mir vorbeizappen)...Oh, hier ist etwas, das klingt fast wie Elektro-Gospel...Erstaunliche Mischung, ein Crossover aus so Laptop-Elektro-Glitsch-Geräuschen, Massive-Attack'scher Schlechtwetterstimmung (durch diese Tür kommt tatsächlich auch was Postgerocktes mit rein) und so einer leicht persönlichkeitsgestörten Laszivität wie bei Emika. Ich weiß nicht, ob ich's kaufen würde, aber es ist auf jeden Fall außergewöhnlich und gut. Merk ich mir mal vorsichtshalber.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2013, 19:42:40 GMT+1
test meint:
Mist, kannst du dir vorstellen, dass ich ein Prog-Rock Album gut finde? Ich konnte mir das eigentlich nicht mehr vorstellen. Jetzt ist es also passiert. Ich habe mir The Raven That Refused to Sing (Limited Edition) gekauft und finde es auch noch gut.

Hau mich mal virtuell, denn ich glaube ich bin verrückt! Was mir auf dem Album besonders zusagt ist das Bassspiel. Manchmal funky wie im Eröffnungsstück Luminol und auch manchmal so Yes-Basslinien. Dieser Nick Beggs ist wirklich ein Meister auf dem Teil. Ich denke gerade wieder darüber nach das der früher mal ein Teenystar war und bei Kajagoogoo spielte. Was für eine Entwicklung.

Wenn du mal Lust dazu verspüren solltest, riskier mal ein Ohr!
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