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Kundenrezension

4.0 von 5 Sternen Episches Album mit gehobenem Anspruch, 26. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Limited Mediabook + Bonus CD) (Audio CD)
Wenn eines im Hause Xandria in den letzten Jahren konstant war, dann die Unkonstante. Spitz formuliert könnte man sagen, dass der Posten am Mikrofon bei den Bielefelder (Ex-)Gothic Metallern einer Drehtür gleicht, die seit dem Ausstieg von Ur-Sängerin Lisa Middelhauve kräftig am Rotieren ist. Auf "Sacrificium" ist es nun an Dianne van Giersbergen (nicht verwandt mit der niederländischen Ausnahmesängerin Anneke van Giesbergen), der Band eine Stimme und ein Gesicht zu geben.

Dieses hat sich seit dem Vorgänger "Neverworld's End" auch musikalisch ziemlich gewandelt. Für die Scheibe nahm man sich nicht nur ordentlich Zeit, sondern auch die einst sehr gotisch dominierte Ausrichtung wurde korrigiert und unüberhörbar in Richtung Symphonic Metal verschoben. Eine Entwicklung, die nun konsequent weiter verfolgt wird. 2014 stehen Xandria somit vor allem für Riffs und Bombast und weniger für dunkle Tanztempel. Man könnte auch von Xandria 2.0 sprechen, wobei natürlich weder orchestrale Breitseiten, noch zackige Riffs grundsätzlich neu im Sound der Ostwestfalen sind. Eine ratternde Double-Base und furiose Soli ("Betrayer") waren früher hingegen nie ausgesprochene Merkmale der Band um Gitarrist und Sprachrohr Marco Heubaum. Hinzu kommt noch eine gewisse Zuneigung zum Progressive Metal, die besonders der Opener "Sacrificium" mit seinen über zehn Minuten deutlich macht. Schaut man sich auf dem Lohnzettel des Labels Napalm Records um, so könnte man die These aufstellen, dass Xandria mit dem frisch erschienenen Dreher auch ein Stück weit eine Zielgruppe bedienen, die etwa den Kollegen von Visions of Atlantis vor Jahren abhanden gekommen ist. Wesentlichen Beitrag an diesem Eindruck hat Sopranistin Dianne, die sich überwiegend im hohen Bereich ihres Stimmvolumens austobt (Stichwort "Tarja-Schule"), dies aber durchaus ansprechend tut. Als besonderes Highlight soll "Nightfall" erwähnt werden, dessen mächtiger Chorus schon eine ziemliche Harke ist. In eine andere Richtung geht die bombastische Ballade "The undiscovered Land", amtliche siebeneinhalb Minuten lang und mit einem gewissen Hang zum Kitsch, der in diesem Genre allerdings durchaus Usus ist. Überraschender ist da schon die mittelalterlich anmutende Folklore-Melodie, die bei "Temple of Hate" als roter Faden herhält und immer mal wieder in der einen oder anderen Form auftaucht.

Unter Umständen lässt sich darüber diskutieren, ob es Xandria hier und da vielleicht etwas mit den Chören und dem Sopran übertrieben haben, allerdings kann man im gleichen Atemzug argumentieren, dass man angesichts der mächtigen Bombast-Soundlandschaft mit all zu dünnen Gesangslinien womöglich grandios gescheitert wäre. So entschied man sich dazu im Zweifelsfall lieber von allem ein Schippchen mehr drauf zu legen und fährt damit in der Gesamtbetrachtung letztlich ziemlich gut. Bis diese Erkenntnis reift, muss man als Zuhörer und auch als Fan jedoch erst mal ein bisschen Zeit investieren, denn mit knapp 70 Minuten ist "Sacrificium" kein musikalisches Fastfood. Damit ist man genau da angekommen, wo man hin wollte - auf Terrain mit gehobenem Anspruch.
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