flip flip Hier klicken Jetzt informieren Spring Deal Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho BundesligaLive

Kundenrezension

am 16. September 2010
George Barr hat mit seinem Buch versucht, die Fotografie von der künstlerischen Seite anzugehen. Das fängt schon beim 1. Kapital "Wie liest man ein Bild" an. Dabei bringt er viele sensationelle Fotos in schwarz-weiß und in Farbe als Beispiele. Er geht auch gleich der Frage nach, was ein Bild ausmacht. An treffenden Einzelbeispielen, die er auf bis zu 1 Text-Seite pro Bild erläutert, werden die Kenntnisse dazu näher gebracht.

Auffällig bei vielen seiner Aufnahmen und den Beschreibungen ist dabei die Abstraktheit der Motive. Befasst man sich dabei auch näher mit dem jeweiligen Foto, versteht man recht schnell, warum das Bild so gut wirkt. Es gelingt ihm immer wieder, den Unterschied zwischen einem "ganz normalen" Bild und einer "guten" Aufnahme zu vermitteln.

Im 2. Kapital geht er mit dem Leser auf Motivsuche, um dort Szenen zu erarbeiten. Am praktischen Beispiel von fotografiertem Schlamm (ja, das sind tolle Fotos!) sehen wir, wie wichtig es ist, die Aufteilung des Bildes ggf. auch durch Ausschnittvergrößerung oder banalem Wegschneiden zu verbessern. Er fordert auch ein Umkreisen bestimmter Motive, um dabei den bestmöglichsten Standort für ein Foto zu finden.

Mit dem Anfang des 3. Kapital habe ich mich etwas schwerer getan, weil George Barr hier empfiehlt Fotografien zu skizzieren. Er bringt dazu gute Beispiele, aber für mich persönlich käme dieser zusätzliche Aufwand nicht in Frage. Auch jetzt kommen wir erneut zum wichtigen Thema des Beschnittes in Höhe/und oder Breite und zu Formaten, die einfach automatisch zu einer anderen Sichtweise führen. Sehr interessant fand ich auch die Ausführungen zu der Arbeit an Bildkanten und Ecken. Diese werden fast immer vernachlässigt, tragen aber massiv zur Gesamtkomposition bei.

Im 4. Kapitel wird sehr ausführlich auf die Bildbeurteilung eingegangen. Das fängt mit der Enttäuschung an, wenn wir ein toll empfundenes Motiv hinterher auf dem Monitor sehen und dabei den Eindruck haben, das wir eigentlich was Anderes aufnehmen wollten. Natürlich ist das nur der Appetizer, weil dann auf verschiedene Bildauswahl-Kriterien eingegangen wird. Barr empfiehlt dabei, unsere Bilder in 4 Kategorien aufzuteilen. Aber auch die Bildfehler kommen nicht zu kurz, denn der Autor nennt die 10 wichtigsten Gründe, warum misslungene Bilder entstanden sind.

Mit dem vorletzten, dem 5. Kapital, geht er auf Gedankenspiele ein: Wie man aus festgefahrenen Wegen herauskommt, Durchhänger vermeidet und Auswege aus diesem Dilemma findet. Im Extremfall wird sogar eine schöpferische Pause empfohlen, bis man es nicht mehr aushält, wieder fotografieren zu können. Besonders hat mir auch der Abschnitt zum Thema Beruf, Familie und Fotografie gefallen. Hier wird man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, aber neue Sichtweisen und Umsetzungs-Ideen werden aufgezeigt, so dass man auch in diesem Spannungsverhältnis Familie und Fotografie durchaus gute Fotos machen kann.

Im 6. und zugleich letzten Kapital geht es um den berühmten Schritt vorwärts: Hier geht es um die eigene Niveaubestimmung (technisch/ästethisch)und um Feedback-Möglichkeiten. Interessant dabei ist, wie der Autor sehr detailliert die unterschiedlichsten Stufen definiert. Beim Lesen ertappt man sich bereits mit eigenen Gedanken, auf welchem Level man sich selbst befindet.

Und erst ganz am Schluss nennt G. Barr auf 2 Seiten seine eigene Ausrüstung und die Programme, mit denen er arbeitet.

Obwohl ich das Buch recht zügig gelesen habe, nehme ich es immer wieder zur Hand, um darin zu blättern. Erstens sind die Fotos wirklich toll (bereits eingangs von mir erwähnt) und zweitens bleibt man immer wieder bei einer Überschrift hängen und fängt erneut an zu lesen.

Die sehr gute Printqualität des im dpunkt-Verlag erschienenen Buches ist ebenfalls nennenswert.
16 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.


Produktdetails

4,3 von 5 Sternen
27
36,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime