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Kundenrezension

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vernünftig und erhellend, 3. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ bin: Bericht und Argumentation (Gebundene Ausgabe)
Für alle, die an einer vernunftorientierten Begründung und Hinterfragung ihres christlichen Glaubens interessiert sind, legt der große Philosophiehistoriker ein lesenswertes und weitgehend überzeugendes Buch vor.
Dabei setzt er sich mit den Kernpunkten des christlichen, vor allem katholischen Glaubensbekenntnisses auseinander und kommt mit seiner historisch-kritischen Textanalyse vereinfacht zu folgenden plausiblen, sprich rational nachvollziehbaren Ergebnissen:

1. Die Bibel ist ein in sich widersprüchliches Konglomerat von unterschiedlichsten historisch entstandenen Texten,
nicht Gottes Wort, sondern menschliche Literatur.

2. Das Gottes- und Menschenbild, insbesondere des Alten Testaments, trägt über weite Strecken inhumane, zuweilen sadistische Züge und muss
von einem aufgeklärten Menschen abgelehnt werden.

3. Der Erlösungsgedanke beruht auf einem pessimistischen Menschenbild, das gerade Augustinus mit seiner Prädestinationslehre auf eine absurde Spitz getrieben
hat.

4. Die Wundergeschichten und im Kern auch das Auferstehungswunder entbehren einer historisch-faktischen Grundlage, sie können anhand der Texte nicht hinreichend
begründet werden.

5. Ein allgütiger, -wissender und -mächtiger Gott kann angesichts des Bösen in der Welt nicht überzeugend legitimiert werden (Theodizee-Problem).

6. Die Annahme eines substanziellen Weiterlebens nach dem Tod (leiblich und/oder seelisch) hat sich im Christentum zu einer spezifischen Himmel- und
Hölle-Theologie entwickelt mit all ihren fatalen Begleiterscheinungen.

7. Auch die christliche Moral ist in sich widersprüchlich. In Teilen ist sie überholt (Teile der 10 Gebote), in Teilen überfordert sie den Menschen
(Feindesliebe) und in ihren positiven Aspekten (Nächstenliebe, Goldene Regel) ist sie nicht unbedingt genuin christlich, weil aus anderen Weltanschauungen
(z. B. Stoa) adaptiert.

Kurt Flasch breitet seine sehr persönliche Analyse ohne absoluten Wahrheitsanspruch aus, weitgehend ruhig und sachlich im Stil, nur zuweilen ironisch pointiert.
Es ist kein atheistisches Bekenntnisbuch, sondern das überzeugenden Resümee eines Mannes, der sich ein Leben lang mit der Geschichte des christlichen Denkens auseinandergesetzt hat.
Auch wenn Christen noch ganz andere Zugänge zum Glauben haben (ob emotional, rituell oder traditionell) und sich gerade der Kernpunkte ihres Bekenntnisses oft nicht mehr bewusst sind, sollten sie dieses Buch lesen.
Für Nicht-Christen liefert Flasch ein erhellendes Werk über die Grundlagen unserer Kulturgeschichte.
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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.12.2013, 13:40:07 GMT+1
flimnap meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.12.2013, 15:35:46 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 09.12.2013, 16:52:38 GMT+1
Klaus Zott meint:
Mein Beitrag ist für (mögliche) Leser gedacht, die sich von Flasch's Einschätzung des Christentums selbst
ein Bild machen wollen.
Für die Auseinandersetzung mit einem fundamentalistischen (Besser-)Wisser und Ironiker, der sich hier
(und bei Uwe Lehnert) unter dem Pseudonym "Flimnap" ausbreitet, ist mein Glaube an ein ewiges Leben
doch so schwach, dass ich die mir verbleibende Zeit für Wichtigeres nütze.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.12.2013, 15:47:10 GMT+1
flimnap meint:
Das ist Ihr gutes Recht.

Herzliche Grüße
Flimnap

Veröffentlicht am 20.12.2013, 08:29:08 GMT+1
listener meint:
"Die Annahme eines substanziellen Weiterlebens nach dem Tod (leiblich und/oder seelisch) hat sich im Christentum zu einer spezifischen Himmel- und
Hölle-Theologie entwickelt mit all ihren fatalen Begleiterscheinungen."
Bei welcher monotheistischen Religion ist das denn anders?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.12.2013, 08:51:59 GMT+1
Klaus Zott meint:
Zum Beispiel im Buddhismus, sofern man diesen als Religion bezeichnen will.

Ansonsten sind natürlich die drei großen Buch-Religionen mit ihrem jenseitigen Gerechtigkeitsszenario prinzipiell vergleichbar.
Die Höllendrohungen haben allerdings im historischen Christentum eine besonders exzessive Qualität entwickelt.
Diese geistig-psychische Dispositionen waren nicht nur im Sinne der Herrschaftsausübung funktional, sondern haben vielfach eine
rationale Diesseitsbewältigung erschwert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.12.2013, 16:17:51 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 22.12.2013, 16:20:37 GMT+1
flimnap meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2014, 01:33:12 GMT+1
GJWD meint:
flimnap kann durchaus schärfer werden.
Das Folgende schrieb er (sie?) im November 2013 als Kommentar zu einer Rezension von Bernhard, die sich auf Uwe Lehnerts Buch "Warum ich kein Christ sein will" bezog:
"flimnap meint:
Noch eine kurze Klarstellung bez. Feindesliebe in der Katholischen Kirche, da Kirchengeschichte ja nicht zu Ihren starken Seiten gehört.
Feinde sind Menschen, die etwas Böses TUN. Sie muß man lieben, erleiden und ihnen verzeihen, denn sie wissen im Grunde nicht, was sie tun. (Das Recht auf Selbstverteidigung bleibt davon unberührt - wer es in Anspruchnehmen möchte, darf das tun).
Ketzer sind Menschen, die sich an der WAHRHEIT vergreifen, indem sie entweder behaupten, der Mensch sei ein Gott oder ein Tier und nicht - wie es den Tatsachen entspricht - eine Mischung aus beidem. Diese Leute bekämpfen wir mit allen legalen Mitteln ständig, überall und ohne Unterlaß. Wenn Verbrennen eine erlaubte Sanktion ist, verbrennen wir sie, andernfalls geben wir uns zähneknirschend mit weniger harten Strafen zufrieden. Hauptsache, die jeweils verfügbare Höchststrafe wird verhängt, bis diese entsetzlichen Ketzereien ausgerottet sind!
Wir akzeptieren in dieser Hinsicht keine Pluralität und nicht die Spur von Toleranz. Das hat dazu geführt, dass wir im Laufe der Jahrtausende mit vielen fundamental divergierenden Weltanschauungsgemeinschaften in Konflikt kamen. Keine davon hat überlebt. Wir sind die effektivste Kampforganisation dieses Planeten.
Wir MACHEN Evolution, statt nur davon zu reden! Noch Fragen?
Herzliche Grüße
Flimnap"
Und so jemand hat Schreiben und Lesen gelernt, wie mein Vater zu sagen pflegte.
Georg J. W. Dorn

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2014, 02:33:02 GMT+1
flimnap meint:
Lieber Herr Dorn!

Vielen Dank für das Zitat! Herr Zott kauft mir noch immer nicht ab, dass ich ein Fundamentalist bin - vielleicht ändert er nun ja seine Meinung.

Was das Schreiben und Lesen betrifft: Warum sollte ich darauf verzichten?

Schließlich haben es unsere Vorväter in Klosterschulen von Mönchen gelernt - von Menschen also, die genau so dachten wie ich ...

Herzliche Grüße
Flimnap

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014, 11:57:07 GMT+1
Klaus Zott meint:
Sehr geehrter Herr Dorn,

danke für Ihren Hinweis.
Ich habe "flimnap" inzwischen zur Genüge "genossen". Den Mann (Frau?) sollte man nicht allzu ernst nehmen, der zieht zur rechten Zeit alle Register. Wären Äußerungen (wie oben) ernst gemeint, müsste man ihn als üblen Zyniker bezeichnen. Wenn er sich sachlicher gibt, dann kommen als letztes Argument gegen eine kritische Sicht des christlichen Weltbildes bzw. seiner Theologie oft alberne Gleichsetzungen zur Moderne:
Höllentheologie oder Zombiefilme (siehe oben) - (an anderer Stelle) Kanonische Exegese oder moderne Naturwissenschaft - alles letztendlich das Gleiche.
Da fehlt es an einem Minimalverständnis für historische Prozesse und Wissenschaftsentwicklung. Ob er nun nur Leute unterhalten (sprich irritieren, provozieren) will oder tatsächlich so denkt, ist mir ziemlich egal. Es lohnt die Energie und Zeit nicht.

Herzliche Grüße

Klaus Zott

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014, 12:56:12 GMT+1
GJWD meint:
Sehr geehrter Herr Zott,

Sie haben vermutlich recht.

Allerdings könnte eine Stelle wie diese:

"Ketzer sind Menschen, die sich an der WAHRHEIT vergreifen, indem sie entweder behaupten, der Mensch sei ein Gott oder ein Tier und nicht - wie es den Tatsachen entspricht - eine Mischung aus beidem. Diese Leute bekämpfen wir mit allen legalen Mitteln ständig, überall und ohne Unterlaß. Wenn Verbrennen eine erlaubte Sanktion ist, verbrennen wir sie, andernfalls geben wir uns zähneknirschend mit weniger harten Strafen zufrieden. Hauptsache, die jeweils verfügbare Höchststrafe wird verhängt, bis diese entsetzlichen Ketzereien ausgerottet sind!
Wir akzeptieren in dieser Hinsicht keine Pluralität und nicht die Spur von Toleranz. Das hat dazu geführt, dass wir im Laufe der Jahrtausende mit vielen fundamental divergierenden Weltanschauungsgemeinschaften in Konflikt kamen. Keine davon hat überlebt. Wir sind die effektivste Kampforganisation dieses Planeten.
Wir MACHEN Evolution, statt nur davon zu reden! Noch Fragen?"

aus einer höchst kirchenkritischen Kabarettszene etwa Hagen Rethers stammen. Auch das Pseudonym 'flimnap' erscheint mir unstimmig. Aber vielleicht erinnere ich mich falsch an die entsprechende Romanfigur; ich habe "Gullivers Reisen" seit Jahrzehnten nicht mehr gelesen.

Ich werde mal flimnap selber fragen. Vielleicht gibt er sogar eine ernsthafte Antwort.

Mit herzlichen Grüßen von Salzburg nach Oberbaiern,
Georg Dorn
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