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Kundenrezension

am 30. Juli 2010
Bevor ich mit meiner Rezension des SPIELES (!!) beginne, zunächst einmal ein paar Worte zum leidigen Thema der Blizzardschen firmenpolitik.

1. Das Spiel muss online registriert werden (unter Angabe diverser persönlicher Daten).
2. Zum spielen ist eine Anmeldung beim eigenen Batlle.net Account erforderlich, d.h. Onlinezugang ist zwingend erforderlich. Nach der Registrierung kann man die Singleplaye Kampagne mit kleinen Einschränkungen auch offline spielen.
3. Das Spiel wird an eben jenen Account gekoppelt. Jeder CD Key ist daher nur in Verbindung mit dem Account nutzbar. Weiterverkauf wird daher schwierig.
4. Ein LAN Modus fehlt (bisher... wer weiß...).
5. Das Spiel bietet NUR DIE TERRANER Kampagne. Es ist von Grund auf als Trilogie ausgelegt.

Soo. Das sind die gängigen Kritikpunkte der 1-Sterne Bewertungen. Wer mit diesen Fakten massive Probleme hat, muss die Finger vom Spiel lassen, ist leider so. Meiner Meinung nach wird hier wieder viel Lärm um wenig gemacht. Online Registrierung ist mittlerweile sehr weit verbreitet. Blizzard übertreibt es bei der Dateneinsammlung (Koppelung mit Facebook etc.) allerdings wirklich. Andererseits läufte heute jeder 2. mit zig Kundenkarten irgendwelcher Kaufhäuser herum und selbst die Deutsche Post sammelt Daten - willkommen in der mdoernen Welt. Schön ist das zweifelsohne nicht, damit leben muss man, fürchte ich so oder so. Wer all das nicht noch weiter unterstützen möchte: Finger weg von Starcraft 2!

Nun aber zum Spiel:

Das Spiel ist primär auf den Multiplayermodus ausgelegt und so konzipiert, dass eher kurzweilige, turnierfreundliche, schnelle Partien zustande kommen. Wer auf stundelange Bunkerschlachten steht, sollte besser auf Supreme Commander (1) zurückgreifen. Das Gameplay von Starcraft 2 ist allerdings bisher die Krone der RTS Schöpfung. Das Balancing ist schon jetzt beeindruckend gut, die taktische Tiefe ist enorm, und vor allen Dingen die Spielbarkeit und Bedienbarkeit des Spieles setzen meiner Meinung nach die neue Messlatte für die Konkurrenz. Es spielt sich einfach ungeheuer "flüssig" und das war auch schon der große, große Pluspunkt des Vorgängers. Im online Modus sind sowohl Spiele gegen automatisch gewählte Gegner (innerhalb der gleichen ladder) möglich, die auch gewertet werden und den Spieler so in der Rangliste platzieren, als auch eigens erstellte Spiele gegen ausgesuchte (oder willkürlich beitretende) Gegner die nicht für die Rangliste gewertet werden.
Chatrooms fehlen leider, wobei ich meine in einem Interview gelesen zu haben, dass diese nachgereicht werden sollen. Außerdem bietet das Spiel natürlich auch die Möglichkeit mit mehrern Spielern in Kooperation gegen die KI anzutreten.

Der Singleplayer Modus:
Der Einzelspielermodus bietet zum einen Gefechte auf Multiplayerkarten gegen KI, und zum anderen die Wings of Liberty Kampagne (und nur diese). Sie umfasst 26 (?) Missionen der Terraner, wobei vier davon als Protoss gespielt werden. Zwischen den einzelnen Missionen kann das Flagschiff des Spielers erforscht werden. Man kann mit verschiedenen Characteren reden und so die Story vertiefen, neue Technologien erforschen oder upgrades kaufen (mit Hilfe der in den Missionen gewonnenen credits und Forschungspunkte), oder schlicht und ergreifend ein ulkigs Arcade Spiel am Spielautomaten daddeln. Die Story ist wie von Blizzard gewohnt hervorragend erzählt und geht für ein RTS ungewöhlich stark in die Tiefe. Das Missionsdesign selbst ist hervorragend und ungeheuer vielseitig. Keine Mission gleicht der anderen. Mal werden Mineralien in Lavafeldern abgebaut, mal Züge überfallen, mal Zivilisten beschüttzt, mal Gefangene befreit etc. Zudem gibt es ein "achievement System", das für bestimmte Vorgehensweisen innerhalb der Missionen zusätzliche Trophäen verleiht, was durchaus den Sammelreiz weckt und damit auch einen gewissen Wiederspielwert vergangener Missionen mit sich bringt. Die KI ist, je nach gewählter Schwierigkeit durchaus nicht zu verachten. Ich habe das Spiel auf der zweithöchsten Schwierigkeit durchgespielt und es als anspruchsvoll, aber nicht frustrierend erlebt.
Unterm Strich haben wir es hier mit einer der stärksten Kampagnen zu tun, die das RTS Genre jemals angeboten hat.

Manche Leute mockieren sich über das fehlen der beiden weiteren Kampagnen. Die vorhandene ist dafür drei mal so lang. Davon abgesehen ist eine Addon Politik ja schon seit Jahren gängig. Frech wäre es allerdings, wenn Blizzard die beiden Folgeteilen zum Vollpreis auf den Markt bringen würde. Wir werden sehen.

Zuletzt ein paar Worte zum Thema Innovation:
Das Spiel ist Starcraft 1 in neuer (und das ist gut so). Wer etwas völlig neuartiges erwartet wird enttäuscht sein. Die Einheiten sind teils wohlbekannt, teils neu. Das Spielprinzip ist das gleiche geblieben und auch das Spielgefühl ist nahezu identisch. All das mag man als negativ, oder (so wie ich) positiv bewerten. Starcraft: Broodwar war bis vor kurzem das beste RTS aller Zeiten. Daran unnötig rumzudoktorn hätte ich für einen Frevel gehalten.

Technisch ist das Spiel in Ordnung. Die Grafik ist nicht up to date (auch das kennt man von Blizzard), meiner Meinung nach aber enorm zweckdienlich und übersichtlich und auch durchaus schick anzuschaun. Mein System (2 Ghz Intel Dual Core, Nvidia 8800, 2 GB Arbeitsspeicher) kann das Spiel auf maximalen Details in hoher Auflösung völlig flüssig darstellen. Allenfalls die Ladezeiten zwischen den Missionen sind relativ lang.

Fazit:
Die Firmenpolitik des Herstellers außenvorgelassen bleibt meiner Meinung nach das beste RTS seit langer, langer Zeit. Dieses Spiel ist für mich klar der Klassenprimus und der Maßstab für kommende Konkurrenzprodukte. Die Kampagne ist großartig und die Spielbarkeit ist einfach überragend. Esport Freunde (denn an die richtet sich Starcraft 2 primär) sollten das Spiel ohnehin auf ihrer Rechnung haben.

Ob die Anfangs genannten Punkte außreichen um das Spiel nicht zu kaufen muss letztlich jeder selbst entscheiden. Fakt ist, dass sie an der Klasse des Spiels meiner Meinung nach nichts ändern.
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