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Kundenrezension

am 27. März 2008
Dies war meine erste Platte, meine erste Erfahrung mit Van Der Graaf Generator. Ich bin ueber ein Rockmusiklexikon auf diese Band gestossen und war aufgrund der Besetzung mit dem Saxophon gespannt auf die Musik. Das Cover jener Platte hier sprach mich zudem an, sodass ich mir diese Scheibe zulegte. Anfangs war ich schwer enttauescht, da ich den Gesang einfach scheusslich fand. Ich fand, Hammill koennte ueberhaupt nicht singen. Spaeter sollte ich feststellen, dass es sich um einen der besten Saenger der Rockmusik handelt. Doch ist sein Gesang anfangs extrem gewoehnungsbeduerftig. Mal quaelend, mal aggresiv, mal beabsichtigt disharmonisch, mal sehr sanft und balladesk, mal fluesternd. Eine facettenreiche Stimme hat der Mann.

Wie allzuviele Progplatten beginnt dieses Album mit windgeraeuschen. Dazu duestere Klaenge, ein spannendes Schlagzeug und spannender Bass. Toll wie der chronoligische Einsatz der Instrumente aufgebaut ist. Erst Schlagzeug, dazu Bass, dazu das Klavier, welches teilweise das Bass-"Thema" mitspielt, dann die Orgel. Der ungerade Takt macht vor allem die grosse Spannung aus. Dann setzt auch schon der klagende Gesang ein. Alles von David Jacksons(er feierte hier seinen Einstieg) einzigartigem Saxophon umspielt. Im Gegensatz zu saemtlichen anderen Bands nutzen Van Der Graaf Generator das Saxophon nicht nur zum Solospiel, sondern als fuehrendes, staendig begleitendes Instrument ein. In der Mitte gibt es ein duesteren Instrumentalpart mit einer seltsam gespielten E-Gitarre, bei der ich anfangs dachte, es wuerde sich um Keyboards handeln. Dann kehrt das Stueck mit fast fluesterndem Gesang wieder zu seinem spannungsgeladenen Teil zurueck. Am Ende reizt Peter Hammill seine Stimme vollends aus, ehe wir uns in wilden, an den Nerven zerrenden Saxophoneinlagen befinden, die aber trotzdem sehr strukturiert und durchdacht aufgebaut sind. Am Ende wirds richtig quietschig-disharmonisch, bis alles in einem donnerartigen Drummgewitter untergeht. 'Darkness(11/11)', einer meiner Lieblingsstuecke der fruehen Van Der Graaf Generator.

'Refugees' stellt dann mit sanfter Floete und ruhigem, balladesken Gesang den Gegenpart dar. Allerdings hab ich mit Balladen der fruehen Van Der Graaf Generator so meine Probleme. Irgendwie gefaellt mir die Stimme da nicht so richtig. Auch wenn der Song schon eine Hymne ist, kann ich ihm doch nicht so viel abgewinnen. Irgendwie kommt er einfach nicht auf den Punkt. Mir gefallen jedoch die Melodieboegen der spaerlich eingesetzten E-Gitarre, sowie der mehrstimmige Gesang zum Ende. 'White Hammer' hat musikalisch etwas pastorales. Textlich geht es um Hexenverfolgung im Mittelalter. Genau genommen um den Hexenhammer, ein Buch, dass 1486 zum ersten mal erschien und bis ins 17. Jahrhundert 29 Auflagen ereichte. Darin wird u.a. die Inquisition gerechtfertigt. Die Band setzt das Thema gut um. Die letzten eineinhalb Minuten sind dann richtig schraeg.

Dann kommt auch schon mein 2. Lieblingssong der Platte. 'Whatever Would Robert Have Said?' ist vom Aufbau her richtig gut gemacht. Toll wie Orgeln, und Akkustikgitarre den Song - unterstuetzt von Saxophon - aufbauen, umspielt von hervorragenden Drums. Dazu etwas E-Gitarre und Hammils einzigartiger, klagender Gesang. Immer wieder werden mal krummtaktige Parts eingestreut, sowie leiste Parts - ledeglich mit Akkustikgitarre und Gesang. Die Gitarre uebernimmt sowgar teilweise eine fuehrende Rolle, was bei Van Der Graaf Generator eine Seltenheit ist, verzichteten sie spaeter doch quasi vollstaendig auf die E-Gitarre. Mir gefaellt der leicht traeumerische Saxophonpart bei Minute 3:10, ehe das Tempo zuugenommen wird und richtig geproggt wird. In einer Klimax meint man eigentlich, der Song waere gleich zu Ende, doch setzt noch ein Part mit sehr leisem, irgendwie ungewoehnlich hallendem Gesang ein. Ehe die E-Gitarre unterstuetzt von Drummgepollter das Thema wieder aufnimmt und den Song abschliesst.

Mit 'Out Of My Book' folgt die zweite "Ballade". Wieder mit Floete und lebendiger Orgel. Vor allem schoen der Gesang bei ca. 2:30 Minuten. Gefaellt mir insgesamt etwas besser als 'Refugees'. 'After The Flood' ist dann mit ueber 11 Minuten der Longtrack der Platte. Im Prinzip einige unterschiedliche Themen, die immer wiieder aufgegriffen werden. Im Prinzip sind es drei Stueck. Ein zuerueckhaltender Part mit Akkustikgitarre, ein Part mit pumpender Orgel und ein Part mit hymnischen Gesang. Zudem gibts einen Instrumentalpart, bei dem die Floete King Crimsons '21st Century Schizoid Man' zitiert. Abgekupfert oder eine gewollte Anspielung? Ein anderer Instrumentalpart wird von schraegen Orgel- und Saxophoneinlagen dominiert, bevor eine Akkustikgitarre einsetzt und das Stueck wieder beruhigt. Es folgt noch einmal der hymnische Part - spaetestens hier nervt mich dieses staendig wiederholte 'And When The Water Falls Again' - der in instrumentaler Version das Stueck beendet. Kein grosser Wurf, aber stellenweise schon interessant.

Die fruehen Van Der Graaf Generator sind noch duesterer, unstrukturierter. Und fuer mich einfach noch nicht ganz gereift. Das erste Album, was mich komplett ueberzeugt war, ist das nach der zwischenzeitlichen Wiedervereinigung 1975 erschienene Godbluff. 'The Least We Can Do Is Wave To Each Other' ist jedoch der beste Einstieg. um die freuhen Van Der Graaf Generator kennenzulernen. Der Nachfolger 'H To He...' und vor allem 'Pawn Hearts' sind da schon schwieriger.
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