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Customer Review

on February 23, 2005
Die beiden Stuttgarter Duptribe haben nach dem Erfolg ihres Nr.1 - Club-Hits "SOS" den Schritt weg von der Tanzfläche in Richtung Lounge gewagt.
Die Rhythmen sind insgesamt relaxter, die Harmonik und Melodieführung vielschichtiger und doppelbödiger als der Erstling, welcher ja für die Clubs gedacht und somit absichtlich tanzbar gehalten wurde.
Natürlich brechen auf dieser 13 Titel umfassenden CD Uptempo-Remineszenzen durch, so z.B. bei "Would U" oder dem bezeichnenden „Don't slow down"; allerdings hält sich dies in bartauglichem Rahmen - Duptribe sprechen eben doch das sitzende Publikum der Bars an. Recht schnell wird klar, daß Beats und Elektronik zwar als zwingend empfunden werden, jedoch immer im Hintergrund einer Aussage stehen. Bei Duptribe sind es vor allem Collagen verschiedenster z.B. indischer („Girl from Mogadishou") oder afro-amerikanischer („Negra Samba") Herkunft, die den roten Faden für eigentlich traditionelles Songwriting bilden. Und hier liegt die große Stärke der CD: wo durch elektronisches Werkzeug der Rahmen gebildet wird, drängen sich auf angenehme Weise fast schon klassische Motive auf, die wie in einer guten Ausstellung von hier nach da führen, Anregungen geben, konfrontieren, aber nie ins Plakative abdriften.
Natürlich ist Jazz („Grahams Limit") dabei, sogar punkige Anleihen („Tasmanian Tiger") geben sich mit astreinen Electro-Analog-Sounds die Hand - modern ist diese CD allemal. Darüberhinaus ist das bekannte „SOS" auf dem Silberling zu finden, ebenso wie der augenzwinkernden Remix der Titelmelodie des Louis des Funes-Klassikers „Le soup aux choux".
Absoluter Höhepunkt der CD ist jedoch der Titel „Girl from Mogadishou", welcher nach einer Gesamtspielzeit von 68:35 auch den Abschluß einer CD bildet, die dem unüberschaubaren elektronischen Musikmarkt den Weg in eine Richtung weist, von der aus er sich einst gelangweilt auf die große Reise gemacht hat: das einfache, konservative, traditionelle Songwriting. Genau, richtig gelesen: Gesang, Strophe, Refrain, Gitarre - auch wenn es eine Sitar ist...
Girl from Mogadishou vereint die Extreme scheinbar unvereinbarer Musikrichtungen und beweist, daß musikalische Progressivität Hand in Hand mit klassischen Konzepten gehen kann, wenn mans - wie im Fall Duptribe - richtig macht und in den Vordergrund stellt, was in den Vordergrund gehört.
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