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Kundenrezension

7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Experiment nicht gezündet, 15. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist (Einzel-DVD) (DVD)
12 Jahre nach seinem Erscheinen habe ich es nun endlich geschafft, dieses angebliche "Meisterwerk" anzuschauen. Über all die Jahre haben sich meine Erwartungen geschürt und ich habe DEN Holocaustfilm erwartet. Was diese Erwartung bedeutet?: Ein Film der über seine authentische Darstellung von Aktionen und Reaktionen die uns innewohnenden Emotionen weckt, den Schrecken, die Angst und die Grausamkeit dieser Zeit spürbar macht und uns dadurch lehrt, wozu der Mensch in der Lage ist, welche Fehler man in der Zukunft vermeiden sollte und was es heißt Mensch zu sein. Polanski wählt allerdings eine eher experimentelle Herangehensweise an das Thema, welche bei mir nicht gezündet hat. Während die Gräueltaten weitestgehend authentisch gezeigt werden, sind die Reaktionen der Menschen eher nüchtern, starr und unemotional. So lassen sich die Figuren zu Anfang bspw. kaum in ihren Diskussionen dadurch stören, dass draußen die Bomben einschlagen. Dies ist aber nur ein Beispiel.
Emotionale Reaktionen der Menschen weitestgehend zu vermeiden, ist, so glaube ich, allerdings eine bewusste Entscheidung Polanskis, bloß bleibt mir der Sinn dieses Experiments verborgen. Was soll man daraus lernen? Was will er uns damit sagen? (Antworten erbeten)
Ich will nicht abstreiten, dass der Film an einigen Stellen berührt, aber hier wäre mehr drin gewesen. Den Verzicht auf Musik zur emotionalen Untermalung finde ich gut, aber dies erklärt natürlich nicht die fehlende emotionale Antwort meinerseits. Wer bspw. einen Film wie "Funny Games" von Haneke gesehen hat, weiß dass man auch ohne Musik Szenen inszenieren kann, welche durch Mark und Bein gehen.
Die Herangehensweise Polanskis hat natürlich seine Daseinsberechtigung, aber ob dieser Ansatz wirklich oscarwürdig ist, sei dahingestellt.
Wer einige Filme mit Adrien Brody gesehen hat, weiß zudem dass er hier nur seine "übliche Rolle" spielt, was meiner Ansicht nach auch keine besondere Auszeichnung rechtfertigt.
Da wirklich authentische, belehrende Filme über diese Zeit meiner Meinung nach nur von Menschen gemacht werden können, die sie auch miterlebt haben, ist die Wahrscheinlichkeit in Zukunft DEN Film über das Thema zu sehen, wohl eher sinkend. Polanski wäre daher der optimale Regisseur dafür gewesen, da er die Gräuel selbst miterlebt hat. Leider hat er es meiner Meinung nach mit diesem Film nicht geschafft.
Auch der Schnitt des Films scheint teilweise eher wahllos. Hier hätte man die Story noch mehr strukturieren und die Intensität steigern können. Trotzdem war es ein guter Film, dessen Handlung mich nie gelangweilt hat. Er war aber bei weitem kein "Meisterwerk" für mich und kam stellenweise eher wie eine TV-Produktion daher.

P.S.: An die Leute die sich an der Gewaltdarstellung des Films stören: Was erwartet ihr eigentlich von einem Holocaust-Film? Einen schönen "Sonntagnachmittags-Film"???
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.03.2014, 00:49:34 GMT+1
Mentor54 meint:
Sie sollten mal Ihre überzogenen Erwartungshaltungen überdenken. Da ist die Enttäuschung ja förmlich vorprogrammiert.

Veröffentlicht am 07.05.2014, 02:17:22 GMT+2
Alan Crane meint:
Stimme zu 100 % zu, mit Schindlers Liste kann der Film nicht annähernd mithalten.

Er ist gut. Aber er hat die Chance, dem Zuschauer ein Nachempfinden zu ermöglichen, völlig verpasst.

Veröffentlicht am 14.12.2014, 20:29:05 GMT+1
Norbert Carls meint:
Haben Sie denn die Zeit miterlebt? Ihrer Logik zufolge kann eigentlich auch nur ein Zeitzeuge wirklich beurteilen, ob der Film gelungen ist. Ich denke hingegen, dass die Fakten zu dieser Zeit hinreichend belegt sind, darüber, dass diese extrem grausam war, gibt es wohl nicht viel zui diskutieren, oder? Mir erscheint der Film sehr realistisch, und das "Starre" ist genau das, was Wirklichkeit schafft.

Veröffentlicht am 21.02.2015, 17:56:08 GMT+1
zsuzsa vaczi meint:
In erster Linie ist der Film biographisch, dienten doch die Memoiren von W.Szpilman als Vorlage. Es geht darum, wie jemand unter extremen Umständen überlebt. Alles, was um Szpilman herum geschieht, sehen wir aus seiner Sicht. Also, ist der Film nur in zweiter Linie ein Holocaust Film.

Vielleicht wären Sie nicht so enttäuscht gewesen, wenn Ihnen dies bewusst gewesen wäre.

Haneke´s Film kenne ich nicht, so kann ich zu dem Vergleicht nichts sagen. Aber Schindlers Liste kenne ich, finde ihn ebenfall sehr gut: Nur einen Vergleich würde ich nicht ziehen. Dort geht es darum, Menschen zu retten, das Überleben so vieler Menschen wie nur möglich zu sichern. Hier sehen wir den Kampf eines Einzelnen, seine Helfer, die Schwierigkeiten und die Wunder.

Veröffentlicht am 26.03.2015, 09:17:22 GMT+1
Monty Burns meint:
Ich denke, dass Polanski den Film so nüchtern gemacht hat, gerade weil er die Zeit unmittelbar miterlebt hat. Die Emotionen, die dieser Film beim Zuschauer auslöst entstehen ausschließlich durch die Handlung und die schauspielerischen Leistungen, nicht durch gefühlige Tünche oder sentimentale Musik. Die Wirkung ist, so empfinde ich das zumindest, viel tiefgehender und nachhaltiger, weil es authentischer, wirklicher wirkt. An in der Nähe einschlagende Bomben tritt irgendwann eine gewisse Gewöhnung ein; das kann man von Zeitzeugen immer wieder hören, auch z.B. von Flüchtlingen aus dem heutigen Syrien. Auch diese Routine des alltäglichen nahen Todes so nüchtern und unkommentiert darzustellen verfehlt, denke ich, seine Wirkung nicht, gerade weil es dem Zuschauer, der sowas noch nicht selbst erlebt hat, als ungewöhnlich, vielleicht sogar unglaublich, erscheinen muss. Das ist einfach psychologisch stimmig und ermöglicht insofern auch eine größere Identifikation mit den Figuren und den Ereignissen, als die üblichen melodramatischen Überhöhungen, die immer einen Nachgeschmack der Manipulation und Künstlichkeit hinterlassen.
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