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Kundenrezension

27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Miss Croft schwingt Thors Hammer, 5. Juli 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tomb Raider: Underworld - [PC] (Computerspiel)
Nach "Legend" und "Anniversary" kam nun das dritte (bzw. insgesamt betrachtet das neunte (!) Abenteuer unserer wohlbekannten und -proportionierten Grabräuberin auf meine Festplatte. Die ersten beiden Spiele der Spieleschmiede Crystal Dynamics hatten schon für viel Laune und Spaß gesorgt, waren technisch absolut top und konnten in ihrer Spielbarkeit mehr als überzeugen. Das vorerst letzte Kapitel der Lara Croft trägt nun den geheimnisumwobenen Untertitel "Underworld", was zunächst auf dunkle Katakomben, Verliese oder allgemein in Dunkelheit gehüllte Ortschaften schließen lässt. Größtenteils deckt sich auch diese vage Vorahnung mit den Tatsachen.
Vor dem eigentlichen Spiel bekommt man noch ein wunderschön gerendertes Intro-Video serviert, dass einen zunächst mit einem dicken Knall überrascht, denn Croft Manor steht nach einer gewaltigen Explosionen in Flammen. Warum und mit welchen Hintergrund, das erfährt man im Laufe der Spielhandlung. Nach gefühlten 15 Stunden Spielzeit kann ich sagen:
"Tomb Raider - Underworld" erfüllt alle Mindestvorgaben eines typischen Lara Croft - Abenteuers, schafft es in der eigenen Reihe jedoch wegen kleinerer, jedoch nicht unrelevanter Mängel nicht an die Spitze. Welche Mängel das sind, erkläre ich weiter unten.

Thema Story:
"Underworld" ist die direkte Fortsetzung von "Legend", in der Lara Croft nach wie vor nach ihrer verschollenen Mutter sucht. Während sie hierzu nach Artefakten der nordischen Mythologie forscht, die ihr bei der Suche weiterhelfen könnten, stösst sie wiederholt auf ihre alten Wiedersacherinnen Amanda (aus "Legend") und Natla (aus "Anniversary").
Als ich den Namen "Natla" das erste Mal hier hörte, wurde ich sehr stutzig. Natla ist die Schurkin aus dem Remake "Anniversary", welches widerum auf das Ur-Spiel von 1996 basiert. Ich fragte mich da ernsthaft, wie die Spieleentwickler diese Figur in das jetzige Spiel schlüssig einbauen wollten, denn schon die Idee dahinter klang aus meiner Sicht arg konstruiert. Wie überhaupt Amanda und Natla als "Schurken-Dreamteam" zusammengekommen sind, wird weder ausreichend erklärt noch wird der Versuch unternommen, es auch nur ein bischen plausibler zu machen. Je weiter ich jedoch in das Spiel eintauchte, verschwanden diese Fragen mehr und mehr in den Hintergrund, da die sonstige Handlung recht spannend und kurzweilig ist.
So kann man sagen, dass die Story nicht die Stärkste ist, aber auch nicht die Allerschlechteste. Als logische Trilogie funktionieren die Spiele "Legend", "Anniversary" und "Underworld" aber nicht.

Thema Technik:
War man schon von den optischen Finessen aus "Legend" und "Anniversary" entzückt, so kann man bei "Underworld" fast nur jubeln. Die Designer haben tatsächlich noch mal eine ordentliche Schippe draufgelegt und die Grafik unglaublich stark aufgewertet. Der Detailreichtum ist schier überwältigend; gestochen scharfe Texturen, Tiefenschärfe und feinste Effekte zieren Gebäude, Objekte und Vegetation. Anhand der Architektur der vielen Ruinen, gigantischen Maschinen und Mechanismen kann sich der Spieler nur zu gut vorstellen, was für einen Aufwand die Grafiker hier zu meistern hatten.
Auch mit anderen optischen Spielereien wurde nicht gegeizt:Unschärfe-Effekte, difuses Licht, abperlende Wassertropfen, voluminöser Rauch / Nebel, Hitzeflimmern, tolles Licht/Schatten-Spiel, usw... Mehr als genug Futter für die Grafikkarte, die ihre Muskeln spielen lassen kann.
Auch Miss Croft ist - was anderes war auch nicht zu erwarten - ein echter Hingucker. Sehr plastisch, sehr athletisch und mit wechselbarem Outfit immer schön anzusehen. Besondere Beachtung hat man der Mimik der holden Maid geschenkt: Noch nie war Laras Gesicht ausdrucksstärker wie in "Underworld". Jede emotionale Regung, von Angst über Trauer bis zur totalen Wut, man kann ihren Gemütszustand jederzeit erkennen. Und sogar die eine oder andere Sorgen-/Denkerfalte (!) taucht öfters auf. Klasse !!!

Musik und Sound lassen ebenfalls keine Wünsche offen.
Die Klangkulisse passt stets zum Ort des Geschehens: Ein Dschungel hört sich auch wie ein Solcher an, im verschneiten Norden kann man den wehenden Schnee glasklar heraushören, und an Bord eines sinkenden Frachters schrillen ohrenbetäubende Alarmsignale um einem herum. Alles sehr authentisch, wuchtig und sehr basshaltig.
Die Musik selbst ist wie bei den Vorgänger-Spielen ein wahrer Ohrenschmaus, sehr orchestral und mit vielen eingängigen Melodien absolut Film-tauglich.

Thema Spielmechanik:
Als ob sie nicht schon gelenkig genug wäre, hat Lara abermals neue Bewegungsarten spendiert bekommen. Ein Balance-Akt auf einer schmalen Längssäule ? Kein Problem. Ein paar Hieb- und Kick-Manöver ? Sind drin. Ein Wandsprung zum Erreichen hochliegender Kanten und Spalten ? Auch das beherrscht unsere Hobby-Archeologin.
Überhaupt alle Fähigkeiten aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen, es gibt fast nichts, was die gute Frau nicht kann. Ein richtiges Allround-Talent.

Doch bei all den technischen Fortschritten und Erweiterungen im Spielinhalt haben sich leider auch einige unschöne "Nebenwirkungen" mit eingeschlichen, die mit besserem Feintuning hätten vermieden werden können.
- Die 3rd-Person-Ansicht war in den älteren Spielen immer schon ein kleines Ärgernis gewesen, doch so störrisch und nervend wie in "Underworld" war sie noch nie. Gerade in brenzligen Situationen lässt uns die Kamera in unvorteilhaften Perspektiven blind kämpfen, hangeln oder springen, was meist den virtuellen Tod und die darauffolgende Wiederholung des letzten Abschnitts zur Folge hat.
- Miss Croft zappelt unruhig auf der Stelle, wenn sie in eine kleine Spalte oder zwischen kleinen Felsen landet. Sie dann aus dieser Situation wieder zu befreien ist manchmal ein kleiner Akt für Geduld und Nerven.
- Das gezielte Abspringen vom Seil in Kombination mit der bereits erähnten "Kamera-Störung" gestaltet sich oft als sehr ungenau, oftmals landet man dort, wo man nicht hin will, nämlich Richtung Abgrund.

Diese Bugs trüben den ingesamten Spielspaß ein wenig, was dem Spiel am Ende auch ein Amazon-Stern kostet.

Allgemein zum Spiel lässt sich noch sagen, dass die Levels in ihrer Anzahl reduziert wurden. Dafür aber sind die sehr weitläufig und üppig umgesetzt, so dass man im Schnitt locker 2 Stunden zum Abschluss eines Levels benötigt. Levels wie der thailändische Dschungel oder die mexikanischen Ruinen sind gute Beispiele dafür, und eben Diese profitieren von ihrer Größe.

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist "Tomb Raider - Underworld" leider nicht die neue Nummer Eins in der hauseigenen Marke. Technisch zwar auf höchstem Niveau, stolpert es über oben genannte Fehler im Detail. Auch kann es nicht mit der Rätsel-Klasse und der genialen klaustrophobischen Stimmung von "Anniversary" mithalten. So bleibt am Ende ein verdienter 2. Platz, direkt neben "Legend".
Doch wer ein Freund des Action-Adventure ist, der kauft sich am besten alle drei Titel. Jeder Einzelne ist sein Geld (und günstig sind die Spiele ohnehin schon) mehr als wert.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.12.2015 08:34:50 GMT+01:00
Karoletti meint:
Gute Rezension. Das kann ich 1:1 unterschreiben.
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