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Kundenrezension

am 27. September 2008
"Immer wieder, denn wir sind nicht mehr die, die wir gestern waren."

Vor 120 Jahren wurde Fernando Pessoa (1888-1935) in Lissabon geboren. "O Lissabon, du meine Heimstatt" (S.46) zeigt einzig, wo er sich geborgen fühlt. Seine Gedanken, Reflexion dagegen sind von so einer Unentschiedenheit, dass das Suchen des Ganzen ihnen immanent ist. "Ach, dass ich nicht alle Menschen bin und von allem ein Teil" (S.17) zeigt diese Ambivalenz und auch die Frage, wo bin ich mehr. Der Abgrund ist die Blindheit des Sehens, sagt er und darin kann die Idee des Sich-Selbst-Verlierens liegen, um sich zu finden. "Von den Gespenstern des Glaubens überzulaufen zu den Gespenstern der Vernunft ist nur ein Gefängnistausch", nur wer sich von Altem befreit, kann auf Neues mit gleichen Ideen verzichten. Darum denkt Pessoa in Aphorismen, die kurz nur zeigen, was bewegt: Verwirklichung. "Wir verwirklichen uns nie. Wir sind zwei Abgründe - ein Brunnen, der in den Himmel schaut". Ein Landvermesser, der das Schoss sieht und seine Unerreichbarkeit. "Schluss mit den Halb-Göttern" dieser Welt, den Götzen, denen wir dienen, "wo sind Menschen", so sein vehementes Auftreten für das Eigentliche, dem Wahren, um doch wieder zu suchen nach Schutz, sich "an den Schreibtisch zu lehnen wie an ein Bollwerk gegen das Leben".

Das Spannungsfeld zwischen Vernunft und Gefühl, Rationalität und Metaphysik ist für Pessoa ein Feld der Reflexionen. Dieser Dualismus der Menschen hält ihn gespalten und doch ist Pessoas Streben, eine Einheit herzustellen, wenn auch nur durch gegenseitigen Respekt. "Wenn das Herz denken könnte, stünde es still" sind mahnende Worte genug, sich nicht auf das Eine zu verlassen, sondern beides ins Leben zu integrieren. "Im Traum gelingt alles mühelos." (S.37) So wird Pessoa ein stiller und wichtiger Taschenbegleiter in Buchform.

Was seine Liebe zu Lissabon angeht, kann der Rezensent nur zustimmen, gerade im September. Eine Stadt am Meer und am Fluss ist immer etwas besonderes. Belém, der Ausgangspunkt der Entdecker, Fado, der Gesang der Sehnsucht zur Ferne wie zur Heimat. Sintra, eine Stadt im schönsten Garten, angrenzend an den westlichsten Punkt des kontinentalen Europas. Englische Romanciers, die im Reisen vor dem Weltschmerz (Saudade)Frieden finden Byron / Childe Harold wie portugiesische Könige wussten wo das Paradies ist.
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