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Kundenrezension

am 29. April 2011
Seien wir doch mal ehrlich: Wenn eine Rock Band die letzten Jahrzehnte überlebt hat, dann sind die Erwartungen an neue Taten eher niedrig. Einige gute Songs vielleicht; gar einer oder zwei die an die Klassiker der Band erinnern.
Aber ein echtes Meisterwerk? Wohl eher nicht.

Und doch kommen die britischen Haudegen von Uriah Heep bzw. die Formation seit '86 um Gründungsmitglied Mick Box mit "Into the wild" knapp 3 Jahre nach dem ebenfalls sehr guten "Wake the sleeper" mit einem Paukenschlag um die Ecke. Um es gleich vorwegzunehmen: Mit "Into the wild" haben die Heepies eine Scheibe geschaffen, die man ohne rot zu werden auf eine Stufe mit den Bandklassikern "Look at yourself" oder "Salesbury" stellen kann. (Ohne bös klingen zu wollen: Bei vielen Momenten auf dieser Platte fragt man sich, warum es eigentlich Deep Purple heute nicht mehr ebenso gut hinbekommen).

Dabei beginnt das Album mit "Nail on the head" (einem stampfenden Mid-Tempo-Rocker) noch recht durchschnittlich, doch ab "I can see you" (Song 2) wird die Geschwindigkeit angezogen, der Refrain steckt an und schon nach dem ersten Durchlauf, will man den Song nochmal hören. Doch schon mit dem nächsten Song "Into the wild" schaltet die Band in den 5. Gang und liefert einen Rocker par excellance (inkl. hymnischem Refrain) ab. Auch das an AC/DC erinnernde "Money talks" drosselt das Tempo nicht. "I'm ready" begeistert schließlich mit abwechslungsreichem Orgel/Gitarrespiel, dass dem guten Rocker den letzten Kick gibt.

Bei "Trail of diamonds" denkt man zunächst, dass Heep nun ihre Autobahn verlassen um gemäßigtere Töne für staubige Landstraßen zu haben. Doch weit gefehlt. Nach einem ruhigen, stimmungsvollen Anfang, blitzt nach zwo Minuten purer Rock n Roll auf, nur um hymnisch zu enden. Eines ihrer mehrteiligen Werke, bei denen man sich an "Demons and Wizards" oder "The Magician's Birthday" (speziell den Titeltrack) erinnert fühlt. Mit "Southern Star" kann Phil Lanzon als Songwriter und Organist punkten, ehe "Believe" ein weiterer melodischer Rocker ist.

Mit "Lost" gibt es die einzige Komposition von Bassist Trevor Bolder auf dem Album, dass durch seinen orientalischen Flair (ein wenig wie Rainbow's "Gates of Babylon") in eine andere Welt entführt und gleichzeitig den Bassisten als Sänger offenbart. Ein weiterer Höhepunkt der Platte.

"T-Bird-Angel" ist dann ein Song von Urvater Mick Box, ein geradliniger Rocker mit glänzendem Gitarrensolo.

Und dann, als man ohnehin schon restlos begeistert ist, spendieren uns Uriah Heep und Phil Lanzon das Meisterstück: "Kiss of freedome", eine Hymne die man auf jedes noch so kurze Best-of-Album packen könnte, ohne dass sie fehlplatziert wirken würde. Ganz großes Rockkino.

Fazit: "Into the wild" begeistert restlos und ist zusammen mit "Sea of Light" (1995) und "Wake the sleeper" (2008) das Beste ist, was die Band seit ihrem "Magician's Birthday" Album veröffentlicht hat - und das ist immerhin über 35 Jahre her. Was mir besonders gut gefällt ist die warme, trockene und druckvolle Produktion. Das ganze klingt nicht abgeschliffen, aber auch nicht ungehobelt. Ein weiterer Pluspunkt stellt das Spiel von Phil Lanzon (Orgel) und Mick Box (Gitarre) dar, die durch Soli's, Spielereien, Fill-ins (wie immer man es nennen möchte) vielen ohnehin guten Stücken den letzten Kick geben.

Also, der heißeste Anwärter für das Rock Album 2011 steht für mich fest und kann nur jedem Fan guten Hard Rocks empfohlen werden.
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