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Kundenrezension

am 13. Februar 2014
!!! Achtung !!! In der Rezension kommen Spoiler über die Geschichte des Films vor.

Die Geschichte ist bekannt und war schon oft da - und das wesentlich besser. Der ewige Kampf zwischen Arm und Reich.
Der arme, kleine Weise Max hat einen Traum: Hinauf nach Elysium, wo das Leben das Paradies ist (schon hier erste Paralellen zu Metropolis, Die Insel, The Time Machine...), doch er ist verdammt zu einem Leben auf der verseuchten, überbevölkerten Erde. Er wird Erwachsen, bleibt straffällig und Außenseiter, bis er seine Kinderliebe Fray wiedertrifft. Ihr gemeinsamer Traum war es, nach Elysium zu gelangen, das hatte Max ihr damals auch versprochen.
Die Geschichte fordert jetzt natürlich den letzten Antrieb, das Max in die Puschen kommt und alles riskiert. Es ist nicht Frays an Leukämie erkrankte Tochter, die auch noch einen tränendrückenden Auftritt hat, nein, es ist Max selbst, der bei einem überaus dämlichen Arbeitsunfall verstrahlt wird. Schaut man dem Film bis dahin zu, ist das alles klar wie Kloßbrühe, keine Überraschungen, keine Wendungen, vor allem aber keine psychologische Tiefe. Suspence geht anders. Man fühlt sich als ungläubiger Zuschauer in einer Farce, in der weder die Charaktere, noch die Umwelt oder die ganze Geschichte Tiefgang oder Realismus verspüren lassen. Und das Schlimmste dabei: Irgendwie wird man auch das Gefühl nicht los, dass Blomkamp und Co das alles todernst nehmen. Oft entsteht so ungewollter Sarkasmus, der einfach nur peinlich ist. Auch Elysium selbst wirkt unausgegohren, undurchdacht und flach.
Der zweite Handlungsplot mit Max' Chef Carlyle und der Verteidigungsministerin Delacourt, in der dieser ein Programm schreibt, das die Raumstation rebootet (?) und dafür sorgt, dass Delacourt die neue Präsidentin wird, ist alleine der Action und einer hohlen Erklärung verschuldet, wie sich am Ende alles zum Guten wenden kann. Der Schmuggler Spider (der einzige Darsteller, der in seiner Rolle wirklich glänzen kann, Wagner Moura) überschreibt am Ende einfach eine Befehlszeile und schon ist alles gut. Ein offenes Ende wäre sicher besser gewesen.
Fazit: Schade. Aber das passiert, wenn man einem so jungen Regisseur wie Blomkamp zu viele Freiheiten gibt. Die von ihm ersonnene Geschichte ist einfach nur Murks und wurde mit viel Geld auf Hochglanz poliert. Mir kommt es so vor, als wäre er sich der unabsichtlichen Plagiate und Parallelitäten zur heutigen Welt gar nicht bewusst. Die Erde sieht aus wie eine Favela in Mexico-City in der Armut, Gewalt und Elend herrscht (Und da wurde auch tatsächlich gedreht!). Die Arbeitsbedingungen in der Industrie, in der Max arbeitet, ist sicher nicht ein Bruchteil so schlimm, wie z.B. die Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern heute (Textilfabriken in Pakistan oder Bangladesch). Elysium wirkt wie ein superreicher Vorort in einer x-beliebigen amerikanischen Großstadt und die Flucht nach Elysium in all ihren Facetten wirkt 1:1 wie die Flucht aus Mexico nach Amerika per Schleuser.
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