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Kundenrezension

am 4. Juli 2012
(Kinoversion)

Als die '"Ice Age"'-Reihe vor zehn Jahren ihren Anfang nahm, hat sicherlich keiner geahnt, dass sie mal drei so erfolgreiche Fortsetzungen nach sich ziehen würde und sogar die Amerikaner sich etwas von uns Deutschen abgucken würden. Nach Sichtung der deutschen Version haben die Amerikaner sich nämlich entschieden, den von Otto Waalkes gesprochenen Charakter Sid mit seiner lispelnden und auch sonst sehr speziellen Sprechweise von John Leguizamo im amerikanischen Original ebenso sprechen zu lassen. Darüber hinaus wurde dem kleinen Säbelzahnhörnchen Scrat von Teil zu Teil mehr Screentime gegönnt, da der wuselige Eichelfresser einfach zu putzig war und beim Publikum sehr gut ankam. So ist es denn nun im 4. Teil auch Scrat, der mal eben für die Erschaffung der Kontinente verantwortlich gemacht wird. Warum? Na, weil er natürlich wieder auf der so emsigen wie katastrophalen Suche nach Eicheln ist. Dabei tritt er eine fatale Kettenreaktion in Gang, die zu allen weiteren Ereignissen des 94minütigen 4. Teils führt. Grandios!

Scrat sucht wie üblich emsig Eicheln. Durch seinen Ehrgeiz, gepaart mit seiner unnachahmlichen Töffeligkeit 'gelingt' es ihm versehentlich, riesige Erdteile auseinander brechen zu lassen, so dass sich ganze Kontinente formen. Dummerweise werden bei diesen gigantischen tektonischen Verschiebungen auch die friedlich vor sich hin lebenden Mammuts Manny (Tom Hanks'' Synchronstimme Arne Elsholtz), Ellie und ihre Tochter Peaches voneinander getrennt. Manny, Diego (Thomas Fritsch), Sid (Otto Waalkes) und dessen tüdelige Oma finden sich plötzlich auf einer aufs Meer hinaustreibenden Eisscholle wieder. Fortan versuchen sie mit allen Mitteln, wieder an Land zu kommen und müssen sich dabei mit urzeitlichen Meeresbewohnern und dann auch noch mit Piraten herumschlagen. Darüber hinaus sorgt Oma immer wieder für unangenehme Überraschungen und erweist sich als schwer zu kontrollierende, renitente Alte, die auf der Suche nach ihrem angeblich längst toten Haustier Pearl ist. Wird es den Vieren gelingen, sich gegen Piratenkapitän Utang und seine brutale Crew (zu der unter anderem auch die hübsche Säbelzahntigerin Shira gehört) zu wehren und zu Mannys Familie und ihren Freunden zurückzukehren?

Die Storys der "'Ice Age"'-Reihe sind definitiv nicht das Highlight der Filme. Die den jeweiligen Filmen zugrunde liegende Storyidee ist zwar als Ausgangspunkt für die kommenden Ereignisse ok, aber meistens doch sehr einfach gestrickt und mit allgemeingültigen moralischen Wertevorstellungen gespickt, die mehr oder weniger subtil ins Geschehen eingeflochten werden. Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt sind die Schlagworte, die über jedem Teil stehen und meist kindgerecht umgesetzt wurden. Nein, was den wirklichen Spaß und Erfolg der Serie ausmacht, ist die sowohl liebevolle als auch witzige Charakterzeichnung der Protagonisten und die detailverliebte, handwerklich bestens gemachte Umsetzung. Haarsträubende Missgeschicke und sehr spaßige Dialoge, die äußerst kurzweilig präsentiert werden, lassen, in geringen Qualitätsschwankungen, jeden der '"Ice Age"'-Teile zum Vergnügen für Groß und Klein werden.

Für die meisten Lacher sorgen in der Regel Scrat und Sid. In Teil 4 jedoch bekommen sie faultierhafte Konkurrenz von Sids Oma, die neben Scrat die meisten Lacher für sich verbuchen kann. Ihre rausgerotzten, von Altersstarrsinn geprägten One-Liner sind der Knaller und bringen einen wiederholt zum Lachen. Doch auch Sid selbst ist wieder in komödiantischer Hochform, was zum großen Teil wohl Otto Waalkes'' überdrehter Synchronisation zu verdanken ist. Scrat gelingt es wie üblich, auf nonverbaler Ebene zu überzeugen, seine Missgeschicke sind größer und schlimmer als je zuvor, was ihm natürlich die Zuschauerherzen wieder nur so zufliegen lässt. Diego und Manny sind eher dafür da, die moralische Fahne hochzuhalten und familiäre und freundschaftliche Werte an den Mann zu bringen, doch der ein oder andere gute Spruch kommt auch aus ihren prähistorischen Mäulern. Der restliche 'Cast' ist animationstechnisch sehr liebevoll ersonnen und umgesetzt worden. Urzeit-Dachse fungieren als flatternde Piratenfahne, es gibt nicht nur körperlich schwerfällige Riesen-Robben und einen goldbezahnten, zauseligen Orang-Utan als Piratenkapitän.

Darüber hinaus finden sich sogar Anleihen an Schlachtenfilme wie '"Braveheart"', wenn z. B. eine ganze Armee von prähistorischen Backenhörnchen aufläuft, deren Anführer sein Gesicht mit blauer Farbe bemalt hat und zum Äußersten bereit ist, um die Feinde in die Flucht zu schlagen. Und auch bei diversen Piratenfilmen dürften die Regisseure sich Inspiration geholt haben.

Ich habe den Film in der 2D-Version gesehen, was meiner Meinung nach vollkommen ausreichend ist. Durch die wirklich kreative und gelungene Animation der Figuren und ihres Lebensraums wird dem Auge genug geboten, was anzusehen sich lohnt, so dass die 3D-Effekte eigentlich überflüssig sind.

'"Ice Age 4'" bietet erneut kindgerechte, aber auch für Erwachsene sehr spaßige und kurzweilige Unterhaltung. Bestens animierte und liebevoll zum Leben erweckte Figuren mit herrlichen Schrullen zeigen erneut, was Freundschaft bedeutet und vor allem, dass die Suche nach einer Eichel ganze Kontinente schaffen kann. Witzige neue Figuren und in Bestform agierende alte Bekannte machen '"Ice Age 4"' trotz relativ simpler Story mit teilweise plakativer Botschaft zum kurzweiligen Kinovergnügen für jede Altersklasse. Deshalb gerne vier von fünf tektonischen Verschiebungen, die einem völlig neue Horizonte eröffnen.
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