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Kundenrezension

am 6. Dezember 2010
Nachdem ich mich mit dem Produkt nun einige Zeit auseinandergesetzt habe, möchte ich meinen Eindruck schildern. Vorab sollte vielleicht die Frage geklärt werden, wen dieses Standallone-Addon überhaupt ansprechen soll. Wer Red Dead Redemption besitzt und nur den Singleplayer spielen möchte, der ist mit dem Download besser beraten, weil er günstiger ist. Wer allerdings noch keine anderen Inhalte heruntergeladen hat und auch in den Genuss der Multiplayer DLCs kommen möchte, der kann hier beherzt zugreifen, denn streng genommen ist diese Disc nur eine Zusammenfassung aller bisher erschienenen DLCs. Zudem spricht dies natürlich alle an, die auf eine Internetverbindung zur Xbox360 verzichten müssen.

Der Singleplayer:
Das Herzstück dieser Disc ist natürlich das namensgebende Addon, das im Singleplayer einige Stunden Spielspaß bündelt. Hierbei muss allerdings angemerkt werden, dass Undead Nightmare einen eigenständigen Story-Strang erzählt und dabei auch eine eigene Atmosphäre entwickelt. Diese kommt meiner Meinung nach aber nicht annähernd an die nahezu perfekte Inszenierung des Hauptspiels heran. Wo bei Red Dead Redemption eine unglaublich dichte Prärie gezeichnet wird, die dem digitalen Wilden Westen Leben einhaucht, breitet sich in diesem Addon eher Tristes und (wie könnte es eher sein) der Tod aus. Die Atmosphäre ist demnach auch weniger wildwestlich, sondern etwas trashiger und düsterer.
Die Missionen haben hierbei auch einen herben Dämpfer erfahren. Sie sind nicht mehr so abwechselungsreich gestaltet und bieten keine Schießereien, wie man sie aus dem Hauptspiel kennt. Da die Zombies nicht zurückfeuern, sondern vor allem auf den Protagonisten zustürmen, zielt man permanent in kopfhöhe und feuert auf die Gegner, während man im Rückwärtsgang unterwegs ist. Kommen die Gegner dann zu nah an den Kuschelkurs, dreht man sich um und erläuft sich etwas Distanz oder schaltet auf Dead Eye. Das Deckungssystem ist obsolet. Leider läuft so ziemlich jede Mission nach dem Muster "Reite zu Punkt a, erlöse alle Gegner und reite zu Punkt b" ab. Die Nebenmissionen haben auch kaum anderen Inhalt als Zombiehorden zu dezimieren. Schade, da hätte man Rockstar doch mehr Kreativität zugetraut.
Ganz lustig ist die Idee mit den untoten Pferden. Man kennt ja vielleicht die Redewendung "Einen Gaul zu Tode reiten"... Genau diese Gefahr besteht nun nicht mehr, sondern die Pferde sind nicht länger von Erschöpfung geplagt und haben endlose Ausdauer. Zudem sind sie schneller und die vier Pferde der Apokalypse haben noch eine Zusatzfähigkeit. Optisch wissen sie ebenfalls zu gefallen. So kann man mit dem brennenden "Krieg" zum Beispiel nicht nur wie der Wildwest-Ghost-Rider durch die Nacht reiten, sondern entzündet auch jedes Lebewesen, das sich zu nah heran wagt.
Der Singleplayer bleibt aber zumindest einer Qualität treu: Skurrile Charaktere und jede Menge Seitenhiebe auf die amerikanische Kultur in hervorragenden Cutscenes. Die Zusammentreffen mit den bekannten Charakteren gehören immer zu den Höhepunkten des Spiels, doch eigentlich sollten die Cutscenes nicht die Höhepunkte sein, sondern sie lediglich einleiten.

Der Multiplayer:
Der Multiplayer bringt neue Spielmodi wie Poker, Würfelpoker oder Pferderennen ins "Freie Spiel" und gibt mehr Motivation, sich einige Erfolge zu erarbeiten. Gerade dies fand ich wichtig, da der RDR Online MOdus lange nicht genug gefesselt hat, um seinen Multiplayer-Char auf Level 50 zu bringen. Bis dahin hatte man längst alle anderen Erfolge abgehakt. Hier kommt zumindest nochmal etwas Motivation dazu, um sich länger in der Onlinewelt zu bewegen.

Fazit:
Das Addon ist von dem schwarzen Humor abgesehen ein überraschend "anderes" Addon. Meiner Meinung nach passen die Zombies allerdings gar nicht in den Wilden Westen und die daraus resultierenden Änderungen im Gameplay überzeugt mich nicht. Aus dem actionhaltigen Duck and Run System ist ein Shoot and Run Gameplay geworden. Das Wildwest-Feeling ist einem trashigen Pseudo-Horror-Feeling gewichen, bei dem aber keine Gruselstimmung aufkommen will. Das alles wirkt befremdlich und kehrt dem eigentlichen Hauptspiel zu sehr den Rücken zu. Für das nächste Addon sollte sich Rockstar mal bei den hochwertigen DLCs von Mass Effect 2 Anreize holen. Hier wird gezeigt, wie man durch Addons das Hauptspiel weiterführt und dafür nur einen Bruchteil des Geldes verlangt.
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