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Kundenrezension

am 25. Mai 2005
Was der ehemalige Ensiferum-Fronter Jari Mäenpää auf dieser CD zusammenkomponierte ist ein wahres Meisterwerk geworden. Er spielte alle Instrumente bis auf die Drums selbst ein, dieser Part wurde von Kai Hahto übernommen. Auch dieser ist ein Meister seines Faches, ein Virtuose sondergleichen. Als er auf einer Drummerveranstaltung auftrat, verbannte er kurz die vermeintliche "Elite" in Fachkreisen auf ihre Plätze - nicht ohne Grund, wie sich im Laufe dieses Prachtstückes herausstellt.
Wintersun zelebrieren zwar Melodic Death, allerdings nicht der klassischen Art, wie es ihn ohnehin schon zu oft gibt. Die exakte Einordnung der Band fällt schwer, fließen doch auch Black Metal-Elemente und von der atmosphärischen Seite her gothicartige Einschübe in die komplexen Klanggewebe ein. Die Sounds der Marke Wintersun sind maßgeblich geprägt von einer enormen hymnischen Komponente. Diese wird zum einen durch den unglaublich variablen Sänger erreicht, auf der anderen Seite jedoch auch durch vielschichtige Arrangements, wie man sie sonst eher von Nightwish oder gar Power Metal-Bands wie z.B. Sonata Arctica gewohnt ist. Die Stimme von Jari ist eine Klasse für sich, sie schwankt irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn, pendelt zwischen tiefen Growls, Shouts und cleanen Vocals, die sich verstärkt in Backgroundchören und natürlich den orchestralen Refrains entfalten. An der Stelle, wo sich Herr Mäenpää bei Ensiferum verdingt gemacht hat ist nun verständlicher Weise eine tiefe Wunde entstanden, die vom neuen Sänger nicht wirklich kuriert werden kann.
Zu den Songs:
Der Opener "Beyond the Dark Sun" gehört zum Besten, was ich bisher im Bereich Metal erleben durfte. Er ist auf der einen Seite wahnsinnig hymnisch, scheinbar kompakt und pointiert, erscheint jedoch erst bei genauerem Hinhören in seiner gesamten Tiefe und Komplexität. Trotz seiner geringen Länge kann ich ihn immer wieder hören und werde jedes Mal von der Wucht des Titels erschlagen. (10/10)
"Winter Madness" ist nicht ganz so eingängig wie der Opener. Die vermeintliche Sperrigkeit beim ersten Hören wird jedoch durch den hochmelodischen Refrain revidiert. Dieser ist - ähnlich wie der Rest des Albums - von folkloristischen Momenten durchsetzt, was ihm besonders im Langzeittest Vorteile einbringt. Der Song ist ein nahezu perfektes Wechselspiel aus Doublebass-Attacken und geruhsamen Gitarrenläufen des Meisters himself. (9,5/10)
"Sleeping Stars" ist eher im schleppenden Bereich anzusiedeln. Er grenzt sich dadurch von den Vorgängertracks ab und entwickelt sein einzigartiges Charme. Während der Beginn des Titels rein instrumental ist, schwenkt er gegen Mitte urplötzlich um, Jari bindet seine Growls ein und das Konstrukt entwickelt sich zur Hymne. Genial! (9/10)
Dem schließt sich "Battle Against Time" an. Für mich ist das der einzige Titel des Albums, der mich nicht vollständig zu überzeugen weiß. Er ist als Bindeglied zwischen "Sleeping Stars" und "Death and the Healing" irgendwie zu austauschbar. Natürlich ist auch dieser Titel weit davon entfernt, wirklich schlecht zu sein, aber Jari verwendet die Hookline für meinen Geschmack doch ein wenig zu oft. Der Gesang des Meisters kann jedoch den Absturz des Titels ins Mittelmaß gekonnt verhindern. (7/10)
In "Death and the Healing" machen sich ganz andere Töne breit. Während die vorigen Titel noch durchsetzt waren von äußerst schnellen Passagen, lebt dieser Track von der Slowspeed-Atmosphäre. Jari singt häufig in cleanen Vocals, die Melodielinie, die den kompletten Titel durchzieht, setzt sich sofort im Kopf des Hörers fest. Insgesamt vielleicht einen Tick zu lang, ansonsten aber hervorragend umgesetzt. (9/10)
"Starchild" gehört definitiv zu den besten der auf dem Album enthaltenen Titeln. Er ist der längste auf dem Album enthaltene Track und gliedert sich in 4 storytechnische Abschnitte. Mit jedem beginnenden neuen Abschnitt geht auch eine neue Melodielinie einher, jede davon unverkennbar. Trotzdem gehen die Bestandteile dermaßen perfekt ineinander über, dass man die Übergänge ohne Mitlesen der Lyrics im Booklet gar nicht bemerken würde. Ein progressives Meisterwerk besonderer Klasse! (10/10)
"Beautiful Death" unterscheidet sich auf mir nicht erklärliche Weise in der Melodieführung von den restlichen Tracks. Irgendwie ist der vordere Gitarrenlauf diesmal etwas tiefer angelegt als zuvor. Das Laut-Leise-Schema ist zwar auch schon aus den anderen Titeln bekannt, wird jedoch hier noch eine Ecke atmosphärischer umgesetzt. (9,5/10)
"Sadness and Hate", der Bonustrack der ersten limitierten Auflage, überzeugt noch einmal durch die vereinten positiven Merkmale der anderen Titel. Hymnischer Refrain, grundsolides Wechselspiel der Geschwindigkeit, variabler Gesang. Für sich genommen wäre er sicher ein Juwel, im Kontext des Albums geht er jedoch etwas unter, da er nicht wirklich außergewöhnlich ist. (8/10)
Alles in allem ein grandioses Album zweier absoluter Virtuosen.
Ach so: Lasst euch bloß nicht von dem dämlichen Cover abschrecken, das wird der Musik in keinster Weise gerecht :)
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