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Kundenrezension

TOP 500 REZENSENTam 12. März 2009
Puristen sollten - das sei gleich vorweg deutlich gesagt - um diese Aufnahme einen weiten Bogen machen. Es gibt wohl in der gesamten Diskographie dieser Messkomposition keine, die weiter entfernt ist von den heute üblichen Originalklangversionen. Obwohl der Dirigent Otto Klemperer (1885-1973) nur 48 Chorsänger und 50 Instrumentalisten zum Einsatz bringt und damit schon einen entscheidenden Schritt in Richtung auf die Aufführungspraxis der Bach-Zeit vollzieht, steht seine Sichtweise doch noch ganz in der Tradition des 19. Jahrhunderts.
Trotzdem sollte kein ernsthafter Musikfreund an Klemperers Auslegung der h-moll-Messe achtlos vorübergehen, sondern sie zumindest als ein unwiederholbares Monument der Plattengeschichte achten und ehren, selbst wenn er mit dem Interpretationsstil des Dirigenten und der Besetzung mit modernen Instrumenten nicht konform gehen kann.
Ich kann mich meinem Vorrezensenten "vully" nur vollinhaltlich anschließen, wenn er Klemperers Version trotz aller Einwände aus heutiger Sicht zu den großen Einspielungen des Werkes zählt. Hier wird nicht romantisiert, sondern mit einem Ernst und einer Würde ohne Beispiel eine der herrlichsten Partituren Johann Sebastian Bachs mit Leben erfüllt. "Für mich ist die h-moll-Messe Bachs die größte und unvergleichlichste Musik aller Zeiten". So hat sich Klemperer selbst über diese Ausnahmekomposition geäußert, und diese Haltung spricht aus jedem Takt seiner einmaligen Interpretation.
Auch die Mitwirkenden, voran die Solisten Agnes Giebel, Janet Baker, Nicolai Gedda, Hermann Prey und Franz Crass, sind mit einem Feuereifer und einer inneren Beteiligung bei der Sache, die jedem unbefangenen Hörer die größte Hochachtung abverlangt.
Klemperers analytische, monumentale Dirigierweise ist uns von vielen seiner Aufnahmen bestens bekannt, und hier hat er sich nachgerade selbst übertroffen. Er spürt jedem Detail liebevoll nach und spornt den BBC-Chor und das auf ihn eingeschworene New Philharmonia Orchestra zu Höchstleistungen an.
Die klangliche Realisation der Aufnahme, die 1967 in der Londoner Kingsway Hall aufgezeichnet wurde, ist nach digitaler Aufbereitung von hoher Qualität, und das mehrsprachige Textheft (welches auch den kompletten lateinischen Messtext - mit Übersetzungen - enthält) hält wertvolle Informationen zu Werk und Aufnahme bereit. Eine würdige Ausgabe in der glanzvollen EMI-Serie "Great Recordings of the Century", die in keiner guten Klassik-Sammlung fehlen sollte.
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