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Kundenrezension

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues Remastering für 50 Jahre alte Klassiker der Spitzenklasse, 2. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Beethoven: 9 Sinfonien (Audio CD)
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827): Die neun Sinfonien. Ausführende: Gundula Janowitz, Sopran; Hilde Rössel-Majdan, Alt; Waldemar Kmentt, Tenor; Walter Berry, Bass; Wiener Singverein; Berliner Philharmoniker, Ltg. Herbert von Karajan. Aufgenommen 1961/1962 in der Jesus-Christus-Kirche, Berlin. Gesamtspieldauer: 5 Std. 32'33". Die CDs sind seit den Anfängen immer wieder neu aufgelegt worden; meine Ausgabe stammt aus dem Jahr 2007 und entstammt der in Australien produzierten Eloquence-Serie (Deutsche Grammophon 429 0362).

Wer sich an die verrauschten "Resonance"-Ausgaben einiger Sinfonien erinnern kann, die die DG einst für die Schnäppchen-Regale in den Supermärkten herausgab, darf hier aufatmen: Die australische Universal-Niederlassung unter der Leitung von Cyrus Meher-Homji hat Herbert von Karajans klassische Beethoven-Aufnahmen neu remastert und mit exzellentem Stereo-Sound herausgegeben. Die Aufnahmen sind zwar immer noch nicht gänzlich rauschfrei, aber man hört nur noch ein Restrauschen an leisen Stellen. Damals wurden die Mikrofone wohl etwas weiter weg vom Geschehen platziert, um einen besseren Gesamteindruck einzufangen, so dass der Klang nicht so präsent ist wie auf einigen neueren Aufnahmen; aber als ich diese 50 Jahre alten Klassiker über Monitoring-Kopfhörer (Audio-Technica PRO700 MK II ANV) neu gehört habe, habe ich über die Fülle an Details sowie über die deutlichen Kontraste zwischen den Instrumentenblöcken und den von Beethoven wohl so gewollten Klangunterschieden (laut und leise) gestaunt: Hier gibt es alles, und zwar in einer Interpretation, die bis heute wohl unübertroffen bleibt, jedenfalls solange man nicht auf Originalinstrumente und streng historische Aufführungspraxis besteht. Aber auch im Vergleich zu den Originalklangmusikern (ich besitze die Beethoven-Zyklen von Christopher Hogwood und Roger Norrington) schneidet von Karajan ungemein gut ab: Seine Tempi mögen zwar von den überlieferten Metronom-Angaben abweichen, doch verfügt er über ein untrügliches Gespür für den Duktus der Musik. Von Karajans Tempi sind meist flott, aber nie übereilt, und es kann verwundern, wie er es schafft, bei einem so großen Klangkörper, wie die Berliner Philharmoniker es sind, die Klarheit und Transparenz zu wahren. Das schafft er nämlich mit Bravour, so dass man insgesamt über fünf Stunden lang in die Lage versetzt wird, sich voll auf all die glorreichen Einfälle zu konzentrieren, mit denen Beethoven diese seine "ewigen" Werke ausgestattet hat. Man merkt schon ab der Sinfonie Nummer 1, dass hier ein Genie, ein absoluter Meister am Werk ist, dem es nicht lediglich um "etwas Neues" geht, sondern um das "Erhabene" im Sinne Friedrich Schillers. Womit wir beim Schlusschor der Neunten angekommen wären, wo Theorie und Praxis sich in einem wunderbaren Licht begegnen. Von Karajans Solisten waren damals Sänger der ersten Kategorie, und auch wenn sie, was mir sonst nicht so sehr "schmeckt", viel Vibrato einsetzen, merkt man unbedingt, dass dieses Quartett vokal alles in den Schatten stellt, was die Vertreter der "historischen Aufführungspraxis" bisher produziert haben (wobei ich anmerken muss, die Zig-Zag-Aufnahme mit Jos van Immerseel noch nicht gehört zu haben).

Insgesamt ist diese 5-CD-Box jedem zu empfehlen, der sich, ob als Anfänger, als gelegentlich Interessierter oder als Experte mit großem musikalischen Wissen Beethoven und seinen Hauptwerken annähern möchte. Allerdings sollte man sicher sein, die neueste Version mit dem SBS-Remastering zu erwischen. Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann dann Richard Osbornes die Musik tief auslotenden, sprachlich ausgefeilten Notizen genießen, die sozusagen den i-Punkt bilden. Das Beiheft zur Neunten enthält zudem den vollständig gesungenen Text zu Schillers "Ode an die Freude".
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