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Kundenrezension

am 22. November 2003
In seinem Buch „Der zwölfte Planet" legt Zecharia Sitchin seine eigene Version der Schöpfungsgeschichte unseres Sonnensystems dar: So soll einst ein Planet aus dem tiefen All mit einem fruchtbaren Planeten unseres Sonnensystems kollidiert sein. Dabei soll ein großes Stück des zertrümmerten Planeten aus seiner Umlaufbahn geschleudert worden sein und die heutige Erde bilden, während der unbekannte Planet viel fruchtbares des zertrümmerten Planeten mit sich riß und wieder im All verschwand, vorläufig zumindest. Später sollte sich herausstellen, daß eben jener Planet Milionen von Jahren vor der Erde intelligentes, menschenähnliches Leben entwickeln sollte und das seine neue Flugbahn ihn alle 3600 Jahre wieder durch das Sonnensystem hindurch führt.
Weiter glaubt Sitchin beweisen zu können, wie im Jahre 432000 v. Chr. Die ersten Raumfahrer eben jenes Planeten hier auf der Erde landeten, um die Rohstoffe unserer Welt auszubeuten und um sich hier auch sozusagen ein „zweites Standbein" zu schaffen. Der Mensch existierte, laut Sitchin, in dieser Zeit als affenähnliches Wesen, bestenfalls als Homo erectus und stellte für diese antiken Raumfahrer wohl keine Gefahr da, noch weckte er Interesse in ihnen. Als sich der Bergbau für diese antiken Raumfahrer als zu anstrengend erwies, beschlossen sie Sklavenarbeiter heranzuzüchten, die die Schwerstarbeit für sie erledigen sollte, während sie sich als Götter fühlen und all den Luxus ihrer von Arbeit befreiten Existenz genießen wollten. Dieser willige und gehorsame Sklave sollte „Mensch" heißen. Damit ist wohl alles gesagt.
Wer jetzt allerdings eine spannende Geschichte erwartet, die erklärt, wie sich die Zivilisation dieser antiken Raumfahrer einst entwickelte, was sie in den Weltraum hinaustrieb und wieso diese Wesen einst glaubten, durch das Vermischen ihrer Erbsubstanz mit der des Homo errectus den perfekten Arbeitssklaven zu züchten, der immer gehorsam und seinen Schöpfer treu ergeben sein würde, der findet sich aufs Bitterste enttäuscht. Sitchin möchte in erster Linie beweisen, daß er als Einziger die antiken Schriften, angefangen von sumerischen, akkadischen und ägyptischen Schriften, bis hin zur Bibel alleine richtig zu deuten versteht und das alle anderen Forscher falsch liegen, wenn sie annehmen, daß die antiken Hochkulturen unserer Zivilisation glaubten, daß die Erde eine Scheibe sei und daß es genau dieser Trugschluß seiner Kollegen sei, der sie daran hindern würde die „Wahrheit", bzw. Die richtige Interpretation der antiken Aufzeichnungen zu verstehen. Hierbei führt Sitchin ganze Legionen von Schriftzeichen und Abbildungen an, um zu beweisen, daß jener Raumfahrer bereits den Raketenantrieb kannten und daß allein seine Interpretation einen Sinn in schlichtweg alles bringe. Dabei ist die Handlung, also die Landung außerirdischer Wesen, die die Erde ausbeuten wollen und zu ihrer Bequemlichkeit den Homo sapiens schufen reine Nebensache, die alleine dazu dient seine Theorien zu untermauern.
Fragen, wie etwa, warum ein Planet der allenfalls alle 3600 Jahre unser System durchquert und danach im tiefen All verschwindet eine Zivilisation tragen kann und sich nicht zu einem riesigen Eisklotz verwandelt, bleiben ebenso unbeantwortet, wie etwa die Frage, wieso sich die Raumfahrttechnologie der Fremden in knapp ½ Million Jahre nicht weiterentwickelt hat. Mit Raketenkraft sind sie einst hier gelandet und mit Raketenkraft haben sie die Erde wieder verlassen ...
Wer nicht mindestens 2 Doktorgrade in toten Sprachen hat und Keilschrift nicht wenigstens ein bisschen lesen kann, wird sich auf Sitchins Wort alleine verlassen müssen und den Rest, den er vielleicht nicht so ganz verstanden hat, sich einfach zusammenreimen müssen.
Ich vergebe 2 Sterne für den Mut sich gegen das Establishment zu stellen und eine alternative Erklärung anzubieten, die in der Tat so manches erhellen würde, doch mehr ist nicht drin, da ich glaube, daß Sitchin den interessierten Leser als Zielgruppe völlig verfehlt hat. Ich kam mir bei der Lektüre ständig vor, als sei das Buch nicht für mich als Otto-Normalleser geschrieben, sondern für die Fachwelt, also für andere Professoren, die sich mit Sitchin eher auf Augehöhe befinden.
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