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Kundenrezension

am 15. Dezember 2013
Mir wurde dieses Spiel als echter Geheimtipp empfohlen und nachdem ich Spiele wie z.B. The Witcher 1, 2, Dragon Age, Mass Effect, diverse TES- und Fallout-Spiele (seit Teil 1) ein- oder mehrmals durchgespielt habe, dachte ich mir: Warum nicht? Ich kenne zwar weder Bücher noch Serie, aber das sollte angeblich nicht relevant sein.

Ich wurde nicht enttäuscht. Das Spiel fängt bereits sehr atmosphärisch an und lässt einen gleich in die düstere Welt eintauchen. Die erste Action und spannenden Szenen ließen nicht lange auf sich warten. Ab etwa den dritten Kapitel nimmt das Spiel erzählerisch richtig an Fahrt auf. Leider kann ich nichts genaues sagen ohne zu spoilern. Aber ich fühlte mich oft an The Witcher erinnert. Charaktere sind in GoT nicht nur schwarz oder weiß, wie sie es oft in BioWares neuesten Spiele sind, sondern haben zahlreiche Ecken und Kanten. Die Geschichte ist grandios um politische Intrigen und Verschwörungen geschrieben und für ein RPG ungewohnt gut. Für ein RPG. Das ist das Stichwort. So gut wie das Spiel seine Story erzählt, versagt es als RPG. Man hätte eher ein Action-Adventure wie die Prince of Persia Sands of Time Trilogie daraus machen sollen. Die Skills und Perks sind nicht wirklich ausbalanciert, auch wenn gute Grundideen dahinter stecken und mir das System der Phiolen (man trägt keine riesige Mengen von Tränken bei sich wie in einem Gothic, Diablo oder TES, sondern füllt seine Phiolen mit Giften, Gesundheitselixieren oder ähnliches auf. Es erinnert damit also ein bißchen an The Legend of Zelda). Es spielt sich ziemlich "clunky" und kommt, was das Gameplay anbelangt, in keinster Weise an Skyrim oder The Witcher oder Dragon Age heran, solche Spiele, in dem tatsächlich alles rund und aus einem Guss wirkt. Dafür sind einige Kämpfe sehr fordernd und insgesamt machen die Kämpfe Spaß und stören nicht, sind auch nicht so zahlreich, als dass sie den Spielfluss stören und sind oft begründet, so dass man NICHT kämpft, weil die Entwickler unbedingt die Zeit strecken wollten. Das mag an sehr seltenen Stelle so sein, insgesamt sind die Kämpfe jedoch logisch platziert. Stumpfes Dauer-Grinden findet nicht statt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Städte reine Kulissen sind, ähnlich wie bei Dragon Age 2. Das Gefühl, wirklich in einem belebten Ort zu sein, an dem die Leute ihren Beschäftigungen nach gehen, wie in dem Spiel Gothic, entfällt. Kirkwall in Dragon Age 2 macht eher den Eindruck eines Dungeons mit Stadtexturen, leblos und ohne interessante Punkte. Das gleiche trifft auch auf Game of Thrones zu. Die Animationen sehen zudem aus wie von 2005 und die Grafik ansich ist ebenfalls recht schwach, auch wenn die Hauptcharaktere auf seltsame Art und Weise gefallen und die Gesichter tatsächlich echte Texturen bieten und authentischer Aussehen, als in einem Dragon Age, wo die Gesichter oft maskenähnlich aussahen, wenn man von Figuren wie beispielsweise Flemeth in Teil 2 absieht.

Dafür ist GoT unwahrscheinlich performant und dürfte auf fast jedem Rechner laufen. Ich spiele das Spiel mit erzwungenen Anti-Aliasing in der Auflösung 2880x1620 und habe flüssige 60 Bilder die Sekunde (GTX 570, AMD Phenom II X4). Zudem bietet das Spiel vollen Controller-Support, so dass es sich auch gemütlich, je nach PC-Setup, von der Couch aus spielen lässt. Außerdem ist das Spiel frei von Ungeziefer. Es gibt den einen oder anderen Clipping-Fehler, aber schwerwiegende Bugs konnte ich nicht entdecken.

Warum trotz der offensichtlichen Mängel 4 Sterne? Das Spiel verdient für die technische Seite und dem RPG-Gameplay einen Stern abzug, das ist klar. Allerdings machen mir viele Spiele Spaß und es gibt wenige, die ich wirklich schlecht finde. Aber genauso wenige gibt es, die ich tatsächlich mit spannender Verfolgung an einem Stück durchspiele. Das schaffen oft nur Granaten wie The Witcher oder sehr cineastisch präsentierte Spiele wie Mafia oder Splinter Cell Conviction.

Ich kann es nur nochmal sagen: Die Geschichte ist wirklich ganz weit oben. Wenn ihr über die Schwächen hinwegsieht, werdet ihr eine Story erleben, die man sich seit langem mal wieder gewünscht hat. Viele Wendungen, "Aha"-Effekte und Szenen, die einem die Kinnlade runterfallen lassen. Authentisch, ohne Drachen, Hexen oder anderen Fantasy-Gedöns, die die Welt ins Verderben stürzen wollen. Das bleibt in diesem Spiel den Ränkeschmieden von Westeros vorbehalten.

Wer jedoch nach einem Spiel mit stundenlang unterhaltsamen Gameplay sucht und Spaß daran hat, immer etwas neues zu entdecken und zusätzlich einer Story nicht so viel Wert beilegt, als dass er über die Schwächen hinwegsehen könnte, sollte die Finger davon lassen.
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