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Kundenrezension

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ergreifend, aufrüttelnd und anklagend, 11. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
Achtung: diese Rezension bezieht sich auf den Kinofilm, nicht auf die DVD als Artikel.

Als ich das letzte Mal im Kino erlebte, dass ein Publikum ergriffen und in sich gekehrt in den Polstern hocken blieb, ohne auch nur einen Mucks zu äußern den Abspann an sich vorüber ziehen ließ und der Reinigungstrupp schon in der Tür stand, war bei „Cloud Atlas“ im Jahr 2012.
Und jetzt erlebte ich selbiges bei „12 Years a Slave / 12 Jahre ein Sklave“.

Es ist schon erstaunlich, dass ein als Kino-Hit propagierter Film mit Oscar-Auszeichnung sich nach nur drei Wochen im Kinoprogramm allmählich ausdünnt und in der dritten Woche nur noch an drei Tagen in einer Nachmittagvorstellung läuft. Und selbst da war der kleine Kinosaal mit 160 Plätzen nicht mal zu einem Viertel besetzt.
Wer jetzt denkt „Aha, habe ich wohl nichts verpasst“, der irrt gewaltig. Man darf freilich keinen Blockbuster der Filmfließbandindustrie a'la Hollywood erwarten. Vielmehr läuft dieser Film unter der Rubrik „Der besondere Film“; und er ist erst recht nicht gemacht für die breite Masse.

Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass der Film auf einer Buchvorlage basiert, der wiederum eine wahre Begebenheit in den amerikanischen Südstaaten vor nur 160 Jahren zu Grunde liegt. Die Idee, dieses Buch zu verfilmen, entstand erstmals in den 1930 Jahren. Leider wurde damals zeitgleich der Roman „Vom Winde verweht“ verfilmt. Gegen einen solchen Herz-Schmerz-Streifen konnte ein in Planung befindlicher Film über die Sklaverei in jüngster Vergangenheit in einer angeblich freien und zivilisierten Nation natürlich nicht punkten. Das Projekt wurde stillgelegt. Und das war gut so. Vielleicht mussten die Zeit und die filmischen Möglichkeiten die Idee erst reifen lassen. Was Steve McQueen (nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Schauspieler) daraus gemacht hat, ist ein unheimlich ergreifender Film.

Der Film liefert faszinierende Landschaftsaufnahmen, die im krassen Gegensatz zum lebend gewordenen Albtraum der Hauptperson sowie der anderen ausgepeitschten, unterdrückten und missbrauchten Sklaven stehen.
Grandiose Detailaufnahmen von den schönen Dingen des Lebens und der Natur einerseits sowie anderseits von barbarischen und grausamen Begebenheiten oder einfach auch nur des erbärmlichen Alltagslebens in den Sklavenhütten stehen sich völlig konträr gegenüber. Absolut aufrüttelnd und anklagend auch die Sklavengesänge vor ihren Unterkünften sowie auf den Feldern der Zuckerrohr- oder Baumwollfarmer – im Hintergrund untermalt von der singenden und klatschenden Peitsche der Aufseher.

Etwas aufgesetzt wirkt die Rolle des Brad Pitt im letzten Viertel des Films als Sklavenretter. Aber warum soll nicht auch ein Brad Pitt mal eine nette Nebenrolle spielen? Ich meine nur, jeder andere gute Schauspieler hätte sie auch spielen können. Dann hätte es vielleicht nicht ganz so „künstlich“ gewirkt. Dem Gesamtwerk „12 Years a Slave“ tut es aber keinen Abbruch!

Das Heraustreten aus dem bis zur letzten Sekunde stillen Kinosaal in ein unter dem Cinema-Kino befindliches zweistöckiges Einkaufcenter mit all den „Errungenschaften“ unserer modernen Überflussgesellschaft schuf dann eine völlig groteske Situation. Denn so schnell konnte ich die eben gesehenen Menschenschicksale nicht abschütteln und verdauen. Dazu brauche ich mindestens noch den heutigen Abend.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.03.2014, 11:42:23 GMT+1
JOE SMITH meint:
ich konnte ihrer rezension gut folgen , sehr schön . vor allen das letzte kapitel das sie aufgeschlagen haben in ihrer beschreibung mit dem einkaufscenter . mir wäre der bleiklumpen im magen auch auseinandergedriftet.
mich können solche filme auch emotional fördern , weil ich einen ganz ausgeprägten gerechtigkeitsinn habe . aber mal ehrlich , alles was der mensch anpackt hat fast immer etwas bitteres was sich nicht verdauen lässt .
ich spiele mittlerweile auch lieber mit meinen katzen im garten , als das ich mir im einkaufscenter die blöden menschenmassen ansehe .
den film stelle ich mir auf meine wunschliste , wird gekauft , danke für die rezension .
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