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Kundenrezension

TOP 100 REZENSENTam 15. März 2011
Gleich in der Einleitung macht Papst Benedikt klar, dass er kein "Leben Jesu" schreiben wollte. Er verweist dabei bescheiden darauf, dass für historische Detailfragen bereits ausgezeichnete Werke anderer Autoren vorliegen. Ihm geht es stattdessen darum, "Gestalt und Botschaft Jesu" darzustellen. In diesem 2. Teil konzentriert er sich auf das Auftreten, Wirken und Sterben Jesus in Jerusalem. Dabei betreibt er den theologischen Diskurs recht intensiv, d.h. er nimmt oft Bezug auf diverse Quellen wie das alte Testament, auf Geschichtsschreiber wie Flavius oder Tacitus, Kirchenväter wie Augistinius und er vergleicht auch die 4 Evangelien in ihrer Aussage zu einzelnen Ereignissen miteinander.

Hierzu ein Beispiel: das Abendmahl. Benedikt schreibt dazu, dass die Berichte der Bibel dazu überwuchert sind von einem Dickicht sich widersprechender Hypothesen, welches den Zugang zum wirklichen Geschehen geradezu aussichtslos zu versperren scheint. Er verweist auf die Diskrepanz hinsichtlich des Zeitpunkts zwischen den synoptischen (also Matthäus, Lukas, Markus) und dem Johannesevangelium. Nach Ersteren hat das Abendmahl am Beginn des Paschafestes stattgefunden, Prozess und Kreuzigung entsprechend am Fest selbst. Es erscheint aber fragwürdig, dass an diesem, für die Juden bedeutenden Fest Prozess und Kreuzigung möglich und mit den Vorschriften vereinbar gewesen wäre. Diesen Widerspruch gibt es im Johannes-Evangelium nicht. Hier finden Abendmahl, Prozess und Kreuzigung vor dem Paschafest statt. Und obwohl sie in dem Punkt konträr zu den anderen 3 Evangelien steht, scheint sich die johanneische Chronologie immer mehr durchzusetzen, auch Benedikt selbst neigt offenbar dazu.

Man sieht an dem Beispiel aber schon gut, dass das Evangelium kein festgefügtes Dogma ist, sondern seit Jahrhunderten bis heute um die Wahrheit, die richtige Auslegung, das Überwinden von Widersprüchen gerungen wird. Das kommt im Buch gut zum Ausdruck. Angenehm ist auch, dass Papst Benedikt keinesfalls versucht, seine eigene Position aufgrund seines Amtes zu priorisieren - ganz im Gegenteil. Er schreibt, dass sein Buch in keiner Weise ein lehramtlicher Akt, sondern "Ausdruck meines persönlichen Suchens nach dem Angesicht des Herrn" ist.

Fazit: Das Buch ist für den Laien nicht einfach zu lesen, denn Benedikt geht schon sehr ins Detail, man merkt ihm die Lust am Diskurs an. Aber man muss es auch nicht in einem Zug lesen, kann sich einzelne Stellen heraussuchen, vor- und zurückblättern, so wie man das bei der Bibel ja in der Regel auch macht. Und da das Buch zur Beschäftigung mit der Bibel wirklich anregt, ist es eine nicht einfache, aber lohnenswerte Lektüre.
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